Das Projekt: “Der Weg von der Schuhmeile ins Dorf” soll jetzt starten

Foto: Mit einer solchen “Sohlenstanz”, wie sie im Schuhmuseum steht, begann 1886 die Geschichte der Hauensteiner Schuhindustrie. Eine solche “Maschine” mit ortshistorischem Hintergrund wäre sicher ein Exponat, das auf dem zu projektierenden Weg zwischen Schuhmeile und Dorf gezeigt werden könnte. (ran)

HAUENSTEIN. Mit einer neuen Planerin will die Ortsgemeinde Hauenstein den ins Auge gefassten Weg von der Schuhmeile ins Dorf angehen: Nachdem sich das die Lauterer Büro bbp zeitlich bedingt außerstande sah, auch hier tätig zu werden, stellte sich in der Ratssitzung am Donnerstagabend Julia Kaiser vom ebenfalls in Kaiserslautern beheimateten Büro „Stadtgespräch“ vor, die nun dieses Projekt planerisch ausarbeiten und  begleiten soll.

Es war keine leichte Aufgabe, die sich der Ingenieurin mit dem Schwerpunkt Stadtplanung in der Sitzung stellte und die Markus Keller (Grüne) pointiert so darstellte: „Wir wissen nicht genau, was wir wollen, wir wissen nicht genau, was es kosten darf, wir erwarten aber eine Planung.“ Man müsse ja „das Rad nicht neu erfinden“, konstatierte dagegen Andreas Wilde (SPD) und verwies auf entsprechende Vorarbeiten aus dem Büro bbp, während Christoph Keller (CDU) die bisherigen Überlegungen (mit Infotafeln auf Historisches und Bedeutsames hinweisen, Schuhmaschinen zeigen, bestehende Gebäude und Plätze mit Infos und Bildern „aufpeppen“) zusammenfasste.

Susanne Münch (CDU) verlangte Klärung darüber, was an Finanzmitteln zur Verfügung stünde. Hier waren in der Sitzung unterschiedliche Zahlen – mal 160.000 Euro, mal 95.000 Euro- genannt worden. Wie für alle Maßnahmen in der Schuhmeile, die die Zustimmung der Aufsichts- und Dienstleistungsbehörde (ADD) finden, steht auch hier eine Förderquote von 75 Prozent bereit, allerdings mit Verfallsdatum.

Zur Sache: Fördermittel mit Verfallsdatum
  Bei der Beantwortung der CDU-Anfrage wurde mehr als deutlich: Die Umsetzung der  Maßnahmen in der Schuhmeile, die der Rat in seiner Sitzung am 22. März beschlossen hatte,  wird eine überaus sportliche Übung sein: Ob Videowall oder Treppenweg, ob Ausleuchtung des Felsens oder Mega-Schuh auf der Verkehrsinsel an der B10-Einfahrt – all das ist noch in einem so frühen Stadium, dass es dem Beobachter schwer fällt, an eine zeitnahe Realisierung zu glauben.

Die ist aber gefordert. Denn noch einmal zur Verdeutlichung: Für die Aufwertung der Schuhmeile wurden zwischen 2012 und 2014 Fördermittel zur Verfügung gestellt, die zu verfallen drohen: In der Sitzung am Donnerstag wurden folgende Zahlen genannt: 808.000 Euro verfielen am 30.06.18, weitere 340.000 Euro am 31.12.18 und noch einmal 196.000 Euro am 31.12.19. Das heißt: Will man in den Genuss der Fördergelder  kommen, müssen Maßnahmen bis zu den genannten Daten abgeschlossen und abgerechnet sein (wir berichteten am 25.01.2018).  (ran) 

Der Rat wurde sich einig, dass nun alle vorhandenen Unterlagen und Informationen gesammelt der Planerin übergeben werden sollen. Bei und nach einer gemeinsamen Begehung des vorgesehenen Wegeverlaufs, die am 9. Mai um 18 Uhr stattfinden soll, soll dann Konkreteres besprochen werden. Der Beigeordnete Markus Pohl (CDU) erinnerte an den Zeitplan: Es sei „Wunsch der Gemeinde“, dass die Maßnahme bis Mitte Dezember abgerechnet sei. Kaisers Antwort: „Das ist nicht zu schaffen.“ Aus zeitlichen Gründen könne sie auch vor September kein planerisches Konzept vorlegen.

Während hier also immenser Zeitdruck herrscht, ist man mit der Gestaltung des freien Platzes an der Ecke Industrie-/Bergstraße etwas weiter. Der Rat hat mit großer Mehrheit dem modifizierten und die Anregungen des Bauausschusses aufnehmenden Entwurf des Büros bbp zugestimmt, der den Platz optisch aufhübschen soll.

Nach dem Entwurf soll der rund 1000 Quadratmeter große Platz dreifach gegliedert werden: Im vorderen Bereich zur Industriestraße hin sollen ein Pavillon, Fahrradständer samt Ladestation für E-Bikes, ein Trinkwasserspender und Tische und Bänke Platz finden. Der mittlere Bereich ist mit Spielgeräten und Sitzgelegenheiten unter Bäumen den Funktionen Spielen und Verweilen zugeordnet. Die Böschung soll mit einer Rutsche samt Seil und Balken als Aufstiegshilfe und mit Sandsteinfindlingen gestaltet werden. Der knapp 500 Quadratmeter große Platz hinter der Böschung –zur Bergstraße hin- bleibt als umgrünte Schotterrasenfläche ohne besondere Funktion und nimmt die Glascontainer auf.

 

Im Rat herrschte gab’s weitgehend Zustimmung zu dem Konzept, das nun zur Klärung der Förderfähigkeit der ADD vorgelegt wird. Andreas Wilde meldete freilich Bedenken an: Man habe wegen des drohenden Mittelverfalls erneut „unter Druck“ eine Planung erstellt, die „aus der Not geboren“ sei und die er „sehr skeptisch“ sehe. Man schaffe einen „zusätzlichen Platz, der zusätzliche Pflege erfordert“. „Die Alternative wäre, den Platz so zu belassen. Jetzt stehen Fördermittel zur Verfügung, um den Platz aufzuwerten“, sagte dazu Manfred Seibel (Grüne) und Christoph Keller (CDU) fügte an: „An diesem wirklich unschönen Platz nichts zu tun, das wäre die schlechteste Alternative.“

Michael Zimmermann, der Fraktionssprecher der CDU, forderte, schnell zu agieren, um möglichst viele der entstehenden Kosten vor dem drohenden Mittelverfall am 30.06.18 abrechnen zu können. Vor allem der Abriss des bestehenden Gebäudes und die vorbereitenden Ordnungsmaßnahmen auf dem Gelände –dafür sind 59.000 Euro  eingestellt- sollten unbedingt vor dem 30.06. erledigt sein. Um das erreichen zu können, wurde die Vergabe der Aufträge an den Bauausschuss delegiert.

Wie Zimmermann ausführte, seien inclusive des Abrisses für die Maßnahme 200.000 Euro vorgesehen. Manfred Seibel warf ein, dass man, wenn man die Honorare und Sonstiges einbeziehe, wohl eher von Kosten von 250.000 bis 300.000 Euro ausgehen müsse, eine Summe, die Ortschef Rödig „nicht unterschreiben“ wollte: „Wir werden dort nicht mehr investieren als unbedingt notwendig.“

Auf Antrag der CDU, die damit noch einmal die mit dem Mittelverfall zusammenhängenden besonderen zeitlichen Zwänge unterstrich, informierte Ortsbürgermeister Bernhard Rödig über den Sachstand zu weiteren Maßnahmen in der Schuhmeile, die am 22. März beschlossen worden waren. (ran)




Bürgerideen zur Gestaltung der Verbindung Schuhmeile-Schuhdorf sollten in die Ratssitzung einfliessen

HAUENSTEIN. Im Vorfeld der vergangenen Ratssitzung waren Hauensteins Bürgerinnen und Bürger per Aufruf im Amtsblatt aufgefordert, „noch nicht bekannte Vorschläge“ und „zündende Ideen“ zur Gestaltung einer Verbindung zwischen Schuhmeile und Dorf einzureichen. Tatsächlich waren einige Anregungen eingegangen. Nur: Sie wurden zu Beginn der „Arbeits- und Kreativitätssitzung“ von Ortschef Rödig wohl verlesen, als es aber im weiteren Verlauf um konkrete Projekte  gehen sollte, spielten sie kaum eine Rolle.

Lediglich eine „Lauf-App“, die ein nicht genannter Mitbürger vorgeschlagen hatte, wurde im Verlauf der Diskussion im Rat zwar mehrfach erwähnt, aber nicht vertieft. Er hatte eine solche digitale Stadtführung wohl in Freiburg genutzt und damit offenbar beste Erfahrungen gemacht. Bei solchen Apps, wie sie beispielsweise von den Unternehmen „Scoutix“ für mehrere norddeutsche Städte wie Hamburg oder Lüneburg oder von der Mainzer Firma „Lauschtour“ angeboten werden, wird das Prinzip der gerne in Museen verwendeten Audioguides auf Apps angewandt, die sich auf Smartphones laden lassen.

Und schaut man sich die Webseite der Mainzer an, dann könnte das tatsächlich eine Möglichkeit sein, den „Weg durch die Hauensteiner Schuhgeschichte“, den man ja mit „Stationen“ und „Ensembles“ aufpeppen will, für Besucher interessant zu machen: „Wir möchten Ihre Gäste für Ihre Themen begeistern und sie mit allen Sinnen erleben lassen. Dafür recherchieren unsere journalistisch ausgebildeten Reporter bei Ihnen vor Ort und wir erstellen die Audioguides nach ähnlichen Prinzipien wie Hörfunkbeiträge“, lesen wir da.

Der Gast lade die Lauschtour-App auf sein Smartphone, spaziere von Hörstation zu Hörstation und erfahre Spannendes über das, was man zu bieten hat. Dabei könnten „Menschen aus der Region ihre Geschichten selbst erzählen“, die Apps ließen „die Besucher genauer hinschauen, staunen, entdecken.“

Einwurf

„Sehr erfreulich“ nannte Ortschef Bernhard Rödig die Resonanz auf seinen Aufruf, Ideen zur Gestaltung der Verbindung Schuhmeile-Schuhdorf in die Ratssitzung einzuspeisen. Weniger erfreulich war dann, dass die Anregungen lediglich verlesen wurden und in der Diskussion an den Ratstischen kaum eine Rolle spielten.

Damit sollte es nicht sein Bewenden haben. Zumindest die Geschichte mit der „Lauschtour“ verdient es, vertieft überprüft und abgeklopft zu werden. Und auch die Idee Mount Shoemore –so abwegig sie  auf den ersten Blick erscheint- ließe sich ja weiterspinnen. Ein „Eyecatcher“ am Felsen, gleich in welcher Form, machte neugierig…

Und wenn dann hinter dem Felsen das „Außenmuseum“ zur Schuhgeschichte richtig gut und intelligent gemacht und um die App ergänzt wird, wenn die Stationen Hand und Fuß haben, dann wäre das ein Effekt, der nicht nur Schuhkunden ins Dorf locken könnte, sondern auch dem Dorf selbst gut tun würde – als Attraktion für Einheimische und Gäste, die eben nicht viele zu bieten haben und die für ein Alleinstellungsmerkmal sorgte.

Vor allem: Gleich, was man macht, man muss die Bürger ins Boot holen, die Pläne und die Überlegungen dahinter sowie die Finanzierung kommunizieren. Eine Einwohnerversammlung –die letzte zu Fragen der Ortspolitik fand 2016 statt- wäre das geeignete Instrument. Ein Kommunikationsdesaster wie beim oberen Rathausplatz, als die öffentliche Diskussion über Sinn und Unsinn der Maßnahme erst begann, als die Planung längst fertig war und die Aufträge zu vergeben waren, eine Diskussion übrigens, die bis heute nicht verstummt ist, darf es nicht mehr geben.  (ran)

Erscheint dieser Vorschlag wert, überdacht und auf seine Realisierungs- und Finanzierungsmöglichkeit hin abgeklopft zu werden, wäre eine andere Idee sicher ein Hingucker mit Knalleffekt, aber wohl kaum 1:1 umzusetzen: Ein Bürger hat, angelehnt an das Mount Rushmore National Memorial in den USA, wo man monumentale Porträtköpfe bedeutender US-Präsidenten in den Fels gehauen hat, über dem Felsendurchbruch einen „Mount Shoemore“ aus den Felsen zu modellieren, aus Blitz- und/oder Mondfelsen also überdimensionale Schuhe herauszuarbeiten:  so sicher nicht machbar, aber man könnte ja weiterdenken…

Weitere Gedanken, die in die Diskussion eingebracht werden sollten, waren die Gründung eines Fördervereins, die Umwandlung der Schuhmeile in eine Fußgängerzone oder die Einrichtung einer Schnäppchen-Mall. Ein Coupon-Heft wurde angeregt und auch griffige Informationen über das, was das Dorf außer der Schuhmeile noch zu bieten hat, ein Vorschlag, der sich über die geplante Videowall umsetzen ließe.

Nicht neu ist eine Idee, die aber immer wieder in der Diskussion auftaucht und eine intensivere Untersuchung verdient hätte: Wenn zwischen Schuhmeile und Dorf ein Bähnchen verkehrte, wie es in der Südpfalz mit dem „Schobbebähnel“ unterwegs ist, könnte das den einen oder anderen Kunden dazu bringen, das Dorf aufzusuchen. Ganz so, wie jene Besucherin aus dem Ruhrpott einst ihrem Mann überrascht zurief: „Männe, guck ma, da hinter dem Felsen, dat ist ja noch en Dorf…“

Während das alles noch Zukunftsmusik ist, konnte sich der Rat auf zwei kleinere Maßnahmen festlegen: Stefan Kölsch (B90/Grüne) hatte vorgeschlagen, die Kreuzungssituation Industrie- Pirmasenser Straße zu beruhigen und die zwischen Industriestraße und SchuhMarke pendelnden Fußgänger per Poller und Ketten zur vorhandenen Überquerungshilfe zu lenken. Und Michael Zimmermann (CDU) hatte gefordert, die Parkplätze mit weiteren Hinweisschildern noch deutlicher auszuweisen. (ran)

 

 




Mountainbiker auf Schnuppertour im MTB-Park Pfälzerwald

HAUENSTEIN. Mein Fazit: „Schön war’s! Und ganz schön anstrengend!“ Ein gutes Dutzend Mountainbiker waren wie ich der Einladung des Tourist-Info-Zentrums Pfälzerwald gefolgt und hatten sich zu einer der Schnuppertouren im MTB-Park Pfälzerwald am Samstag angemeldet. Mit im „Feld“: Udo Bölts, die Radportlegende aus Heltersberg, der die Tour mitradelte, hier und da einen Tipp gab und auch einiges zu erzählen hatte. Ein Erlebnisbericht.

Die Jüngsten, die zum Treffpunkt in der Hauensteiner Schuhmeile gekommen sind, sind die vierzehnjährigen Quentin und Julius. Die 40-jährige Julia, die schon per Rad aus Flemlingen zum TIZ angereist ist, ist die einzige Frau.  Die Rolle des „Alterspräsidenten“ teilt sich der Rheinpfalz-Mitarbeiter mit dem ebenfalls 65-jährigen Peter. Die rund einstündige Tour –etwa 17 Kilometer weitgehend auf der Strecke 11 des MTB-Parks sind’s am Schluss- wird begleitet von Martin Kunz, Christoph Riemeyer, Frank Schmidt und Peter Breitsch, den MTB-Guides vom Team „Quäl dich, du Sau“, die für eine abwechslungsreiche Strecke auf Wegen und Pfaden sorgen.

Vor dem Start wünscht Bürgermeister Werner Kölsch den Teilnehmern eine Tour, die „Sie restlos bedient und restlos begeistert“. Da waren die Teilnehmer der ersten von drei Schnupperrunden, die das TIZ angeboten hatte, schon zurückgekehrt: Beispielsweise der 52-jährige Erik aus Wiesbaden, dem Freunde die Tour im Pfälzerwald empfohlen hatten: „Wunderbare Route“, berichtet er noch etwas außer Atem: Der Einstieg sei allerdings „sehr heftig“ gewesen: Man fuhr den „Elfer“ vom Grillplatz hoch Richtung Winterkirchel. Den Pfad kenne ich vom Wandern. Ich weiß: Mit dem Rad wird das technisch überaus anspruchsvoll. Mein Respekt vor dem, was auf mich zukommen sollte, wächst…

Meine Sorge bleibt unbegründet: Die Guides hatten unsere Tour schon entschärft. Christoph Riemeyer und Peter Breitsch, die das Peloton anführen, lassen schon am Rauschloch abbiegen. Wir fahren den Anstieg hoch zum Wasserhochbehälter. Das macht mir keine Mühe: Mein E-Bike –außer mir fährt nur noch Thomas aus Lug mit Unterstützung- lässt mich den Anstieg ohne Probleme nehmen. Am Wasserhochbehälter gibt Udo erste Tipps: „Du solltest den Sattel etwas höher stellen, dann tust du dir leichter. Die Biomechanik muss stimmen“, sagt er zu Tom, der den Tipp gleich umsetzt. Später sollte Udo sagen: „Die Hände am Lenker, die Füße auf der Pedale, den Hintern im Sattel. Dann muss man die Balance finden. Und wenn was weh tut, stimmt was nicht“, so sein griffiger Tipp.

Wir bleiben auf dem etwas breiteren Weg hoch zum „Trifels-Blick“. Die Strecke steigt nur noch moderat an. Man hat Zeit zum Fachsimpeln. Guide Frank Schmidt wird nach dem idealen Reifendruck beim Mountainbiken gefragt. Um die zwei Bar seien ideal fürs Mountainbiken, sagt er. So verfüge der Reifen über eine größere Auflagefläche, gebe mehr Grip und passe sich besser an die Unebenheiten des Untergrundes an. Man spricht über die  tiefere Sitzposition bei Abfahrten, die den Schwerpunkt verlagert.

Zur Sache: Der Mountainbikepark Pfälzerwald
900 Kilometer „Wege für Pfadfinder“ auf insgesamt 20 markierten Touren zwischen Hochspeyer und Landstuhl im Norden und Fischbach und Oberotterbach im Süden umfasst der Mountainbikepark Pfälzerwald. Mehr als die Hälfte der Strecken befindet sich im Landkreis Südwestpfalz. Vier Touren sind’s im Dahner Felsenland, drei in der VG Pirmasens-Land, zwei in der Urlaubsregion Hauenstein und je eine in Rodalben, Waldfischbach-Burgalben und in Pirmasens. Die längste der Routen umfasst mit Start in Dahn über 80 Kilometer, die kürzeste startet an der Burg  Lemberg und weist 24,5 Kilometer auf. Für Mountainbiker und solche, die es werden wollen, hat die Geschäftsstelle des MTB-Parks Pfälzerwald e.V. , die in Kaiserslautern zuhause ist, umfangreiches Prospektmaterial herausgegeben, das unter anderem über die verschiedenen Strecken, über Mountainbike freundliche Gastgeber, über Mountainbike-Guides und über Pauschalangebote informiert. Die Prospekte liegen in den Touristbüros aus und können auch über www.mountainbikepark-pfaelzerwald.de bestellt werden. Im südlichen Pfälzerwald steht die Trail-Guides-Gruppe „Quäl dich, du Sau“ für geführte Trailrunning und MTB-Touren zur Verfügung (www.trail-guides.de). (ran)

Und man erzählt auch von eigenen Touren, im Elsaß etwa oder auch auf Mallorca. Udo Bölts, der im August seinen Fünfzigsten feiern kann, wird nach seinen Erlebnissen beim „Absa Cape Epic“ in Südafrika gefragt und berichtet von dem professionellen Aufwand, der dort betrieben werde, und von der Infrastruktur, die ihresgleichen suche. Am Aussichtspunkt genießen einige den tollen Ausblick Richtung Osten: Den Trifels freilich, den muss man suchen, die wachsenden Bäume drohen ihn zu „verschlucken“.

Wir haben dort ziemlich den höchsten Punkt erreicht. Von da an ging‘s bergab. Auf schmalen Pfaden zumeist, die die Biker „Single Trails“ nennen und besonders lieben, weil sie viel technisches Können verlangen, weil sie Tempo erlauben. Julia ist etwas zurückhaltend, als wir auf den ersten Trail, der uns hinunter zum „Sieben-Kehren-Weg“ führen wird, einbiegen: „Ich fahre als Letzte, dann halte ich niemanden auf“, sagt sie. Martin Kunz empfiehlt ihr noch eine dynamischere, aktive Armhaltung: „Leicht angewinkelt geht’s besser!“.

Ich reihe mich ziemlich am Ende  der Gruppe ein, denn auch für mich beginnt hier die Herausforderung: Die Wege sind kaum einen halben Meter breit, viel Wurzelwerk und in den Weg hineinspringende Felsplatten verlangen höchste Konzentration. Ich muss mir Zeit lassen, Tempo muss nicht sein. Als wir den letzten der Trails hinter uns haben, den „Johannes-Schächter-Pfad“, atme ich auf: Geschafft! Ohne Sturz! Wie gesagt: Die anspruchsvollen  Abfahrten zeigen mir Grenzen auf, strengen an.

Die letzten paar hundert Meter zum TIZ werden entspannt geradelt. Dort wartet Sonja Spieß, die Leiterin des TIZ. Sie strahlt, weil das MTB-Park-Schnupperwochenende auf gute  Resonanz stößt. Man bedankt sich bei den Guides, die gleich noch einmal auf die Schleife gehen werden, sich zwischendurch am Flammkuchen stärken und den Flüssigkeitshaushalt ausgleichen. Der ein oder andere Teilnehmer macht Selfies mit Udo Bölts, der zwölf Mal die Tour des France „finishte“. Der Radsportler signiert frisch erstandene MTB-Park-Trikots, die am TIZ im Angebot sind wie umfangreiches Prospektmaterial. Und er lobt  die Wasgaulandschaft: „Das ist ein Paradies. Man muss es nur nutzen…“ (ran)

 




Ratsbeschlüsse im Minutentakt

Foto: So könnte sich künftig die B10-Einfahrt Hauenstein darstellen. Auf der Verkehrsinsel soll ein überdimensionaler Pumps platziert werden. Die Fotomontage stellte der Beigeordnete Christoph Glaser her.

HAUENSTEIN. Fast im Minutentakt gingen unlängst im Rat die Beschlüsse über Strukturmaßnahmen, die die Schuhmeile aufwerten sollen, über die Ratstische. Der Rat hatte sich mit auf Antrag der CDU-Fraktion mit jenen Maßnahmen beschäftigt, die bei einer „Sondersitzung“ am 07. Februar ins Auge gefasst worden waren.

 

Mittlerweile habe dazu, wie Ortbürgermeister Bernhard Rödig erläuterte, ein „Abstimmungsgespräch“ mit der ADD stattgefunden. Wie mehrfach berichtet, drohen zugesagte Mittel in Höhe von einer runden Million Euro, deren Verwendungsfrist zum  30.06.2018 beziehungsweise zum 31.12.2018 abläuft, zu verfallen.

 

CDU-Sprecher Michael Zimmermann monierte das schwerfällige Agieren und die zögerliche Umsetzung von Beschlüssen: „Wir haben geredet und geredet, Beschlüsse gefasst und Beschlüsse gefasst. Geschehen ist aber nichts.“ Und er beklagte, dass in der Angelegenheit „auch der Elan der Planer“ fehle. Mit dem Antrag wolle man nun „den Fortgang beschleunigen“. Das ist denn auch gelungen.

 

Videowall

Nachdem sich sowohl das Büro BBP, das die bisherige Entwicklung der Schuhmeile begleitete, als auch die Verwaltung außerstande erklärten, die Installation einer Videowall –in der Ratssitzung war auch von „digitalen Stelen“ die Rede- planerisch vorzubereiten, beschloss der Rat bei zwei Gegenstimmen, bei mindestens drei Fachfirmen Angebote zur Erstellung einer Videowall anzufordern.

 

Überdimensionaler Schuh auf Verkehrsinsel

Schon seit Jahren wird die Idee diskutiert, auf der Verkehrsinsel an der B10-Einfahrt Hauenstein einen überdimensionalen Schuh aus wetterfestem Kunststoff zu platzieren. Über die Genehmigungsfähigkeit seien bereits positive Gespräche mit der Kreisverwaltung und mit dem Landesbetrieb Mobilität geführt. Geplant ist, einen Pumps mit einer Länge von 2,50 Metern und einer Höhe von 1,95 Meter herstellen zu lassen. Dazu wird eine Gussform benötigt, für deren Herstellung Kosten von knapp 5.000 Euro zu erwarten sind. Ein Abguss soll dann knapp 1.000 Euro kosten. Der Rat stimmte der Maßnahme bei einer Enthaltung zu. Ob die Gussform gefördert werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Ein neuer Antrag sei zu stellen, habe die ADD empfohlen.

 

Gemeindeeigenes Grundstück Ecke Industrie-/Bergstraße

Als ersten Schritt zur Umgestaltung des Platzes, für den auch noch ein Gestaltungs- und Nutzungskonzept erstellt werden soll, beschloss der Rat, den Abriss des bestehenden Gebäudes, das früher einen kleinen Baumarkt beherbergte, seit Jahren aber leer steht, auszuschreiben.

 

Treppenweg zwischen Schuh-Merkel und ShoeCity

Hier soll ein Planungsauftrag an ein Büro vergeben werden. Beigeordneter Christoph Glaser regte an, aufgrund der schwierigen Topografie dort eine Metallkonstruktion mit Treppen und Podesten aufstellen zu lassen. Örtliche Fachfirmen sollen zu Möglichkeiten der schnellen  Realisierung gehört werden. Auch hier sei ein neuer Förderantrag zu stellen.

 

Verbindungsweg Schuhmeile-Dorf   

Auf Antrag von Michael Zimmermann wird zu dieser Maßnahme eine Sitzung des Bauausschusses einberufen, bei der dessen Mitglieder den möglichen Wegeverlauf abgehen, Standorte für Elemente eruieren und entsprechende Hinweise an die Planer geben.

 

Beleuchtungskonzept Felsen

Für den Felsdurchbruch soll ein Beleuchtungskonzept erstellt werden. Ratsmitglied Manfred Seibel brachte Bedenken ob der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme vor: „Wer sieht denn das, wenn wir den Felsen beleuchten.“ Ortschef Rödig verwies auf Lichtakzente beispielsweise an der Alten Kirche und an der Millennium-Säule, die am „Felsen“ ihre Fortsetzung fänden. Auch der Beigeordnete Alfred Busch sähe Sinn in einem solchen „Hingucker“.

 

Sicherung des Fußgängerüberwegs Pirmasenser Straße

Um den Fußgängerverkehr zwischen Industriestraße und SchuhMarke in der Pirmasenser Straße zu ordnen, sollen Poller und Ketten angebracht werden. Hier beschloss der Rat, diese Maßnahme beim Hauensteiner Unternehmen Naab zu beauftragen, der die Poller auch im Ortszentrum setzte.

 

Parkleitsystem

Ortschef Rödig wurde ermächtigt, in Absprache mit den Straßenbaubehörden die notwendigen Schilder in Auftrag zu geben. (ran)




stylische, faire, nachhaltige und vegane Schuhe

HAUENSTEIN. Die Zeiten, als in Hauenstein die Schuhindustrie gebrummt hat, sind längst vorbei. Nur noch zwei von einmal 40 Fabriken produzieren. Aber: Die Schuhtradition lebt weiter, nicht nur in der Schuhmeile. Neuester Beleg: Unter dem in der Schuhgemeinde beheimateten Label „be free“ lassen Paul Bernsdorf und Philipp und Sarah Seibel „stylische, faire, nachhaltige und vegane Schuhe“ produzieren, wie Sarah die Grundidee des Start ups beschreibt.

Zweite Vorgabe: „Wir wollen zeigen, dass es durchaus möglich ist, fair und nachhaltig produzierte Schuhe in einem Preissegment anbieten zu können wie die unter traditionellen Bedingungen und mit traditionellen Materialien hergestellten Schuhe“, sagt Sarah Seibel. Seit Dezember vergangenen Jahres sind die „be free“ Schuhe im Verkauf: Gestartet ist man mit zwei Unisex-Modellen, einem Sneaker und einem Bootie, die in den Größen 37 bis 46 und in den Farben grey, navy, khaki und bordeaux angeboten werden können.

Die Gründer des Labels sind „Schuhmacher“ aus der Region, die das Schuhmachen von der Pike auf gelernt haben und über jahrelange Erfahrung in der Branche verfügen. Paul hat den klassischen Werdegang hinter sich: Nach der dreijährigen Ausbildung zum Schuhfertiger sattelte er die Schuhfachschule auf und arbeitet als Schuhdesigner. Seit 25 Jahren ist Philipp, ein Urenkel von Carl-August Seibel, dem Gründer der Hauensteiner Schuhindustrie, mit den Schwerpunkten Design und Schuhtechnik der Schuhindustrie tätig. Während sich Philipp und Paul um das Design kümmern, verantwortet Sarah „den Rest“, wie sie ihre Aufgabe im Team beschreibt.

Bevor der Schuh auf den Markt kommen konnte, habe man ein Jahr lang in Südeuropa recherchiert, berichtet sie: Materialien und Lieferanten, die die Anforderungen Nachhaltigkeit und vegan erfüllen können und kurze Wege möglich machen, mussten gesucht, eine faire Produktionsstätte abseits der konventionellen Massenproduktion gefunden werden. Und heraus kommen sollte ein Produkt, „das der Umwelt nicht schadet“ und dessen zugleich „zeitloses und modisches Design“ Menschen mit den unterschiedlichsten Lebensstilen ansprechen soll, „die als positiven ,Nebeneffekt‘ mit dem Kauf der Schuhe der Umwelt etwas Gutes tun“ wollen.“

Die Recherche war schließlich erfolgreich: Als  Obermaterial verwendet man nun veganes Microvelours aus Italien, aus Spanien kommt das Futtermaterial aus veganem, atmungsaktivem Textil. Die Sohle aus Portugal besteht aus Latex mit 30 Prozent Recyclinganteil, die Schnürsenkel aus umweltfreundlichem Tencel-Material aus Italien, einem industriell hergestellten Stoff, der aus natürlichem Eukalyptusholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gewonnen wird. Gefertigt wird in einer Schuhmanufaktur im portugiesischen  Porto, wo der fertige Schuh auch  in recyceltem Karton verpackt wird.

Die Produktion der ersten Kollektion wurde erfolgreich und weitgehend über eine die Crowdfunding-Plattform „startnext“ finanziert. Wie Sarah Seibel mitteilt, sei die Reaktion der Kunden durchweg positiv. So hat eine Stil- und Outfitbloggerin aus Stuttgart, die mit dem Schwerpunkt „fair und nachhaltig“ arbeitet, auf ihrer Site „Kissen & Karma“ die be free- Sneakers als „eine wunderbare, nachhaltige Alternative“ zum nicht unproblematischen Lederschuh vorgestellt. „Liebe auf den ersten Schritt“ beschrieb eine Käuferin auf Facebook die be free-Sneakers und eine andere lobte das „unglaublich bequeme und tolle Material“. „Zurzeit planen wir unsere nächste Kollektion für den Winter und starten ab Mitte/Ende April mit einer Sommeredition“, berichtet Sarah Seibel.

Bestellen kann man be free-Schuhe über die Website www.befree.shoes. Der Sneaker ist dort für 90 Euro, der Bootie für einen Hunderter Euro zu haben. Seit Januar ist man auch auf Europas größtem Onlinestore für vegane Schuhe – www.avesu.de– vertreten, die Schuhe stehen auch in den Regalen des Weltherz-Ladens in Landau und nun auch bei „Jumpnshoez“ in der Hauensteiner ShoeCity.  (ran)




Gastgeberverzeichnis der Urlaubsregion Hauenstein für das Jahr 2018 ist erschienen

HAUENSTEIN. Rechtzeitig vor Beginn der Saison konnte Sonja Spieß, die Leiterin des Tourist Info Zentrums (TIZ),  das neue Gastgeberverzeichnis der Urlaubsregion Hauenstein für das Jahr 2018  vorstellen. Das 32 Seiten umfassende Heft im A4-Format ist klimaneutral gedruckt und erschien in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.

Das Titelbild ziert eine gelungene Aufnahme, die von einem der Felsen der Region aus die Stimmung vor dem Sonnenaufgang festhält: im Vordergrund blühende Heide und roter, zum Teil auch bemooster Sandstein, im Hintergrund die vom Morgenrot scharf gezeichnete Silhouette der Wasgauberge und dazwischen Wiesen und Felder, über die wie Spinnweben der morgendliche Nebel wabert. Das Foto stammt von der Münchener Fotografin Stephanie Ser, die im Auftrag der Verbandsgemeinde Fotomaterial für den Tourismus erstellt hat.

 

Das reich bebilderte Heft, an dem sich gegenüber 2017 nur marginale Veränderungen vorgenommen wurden, widmet sich unter anderem den Themen „Wandern“ und  „Radeln“, „Erleben“ und „Einkaufen“ sowie „Genießen“ und „Feiern“. So werden unter der Überschrift „Sieben auf einen Streich“ die sieben zertifizierten Premiumwanderweg der Urlaubsregion vorgestellt. Um Radfahrer und Biker wird mit dem Slogan „Von Single-Trail bis Sonntags-Tour“ geworben und die Touren 11 und 12 des MTB-Parks als „verträumte, verschlungene Pfade, schneller Wechsel von steilen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten, eindrucksvolle Aussichten und Ansichten“ vorgestellt.

Die Urlaubsregion bei der CMT

„Sehr zufrieden“ blickt Sonja Spieß auf die Branchenmesse CMT in Stuttgart zurück, wo sie mit den „Schuhhoheiten“ drei Tage lang am Gemeinschaftsstand der Südwestpfalz für einen Urlaub in der Südwestpfalz trommelte. „Großen Anklang“ habe das neue Gastgeberverzeichnis gefunden, besondere Aufmerksamkeit die „Museumsmaus Fonsi“, die Alfons Elser aus Lederresten kreiert hat und ein besonderer Eyecatcher für die Museumswerbung war. Besonders gefreut habe sie, so, Spieß, dass der Urlaubsregion die Möglichkeit eingeräumt wurde, auf der zentralen Bühne in der Paul-Horn-Halle der Stuttgarter Messe beim Bühnenprogramm des ADFC mitwirken zu können, als einzige Vertreterin der Pfalz übrigens.

Unter dem Thema „Der passende Schuh zum Wanderglück“ präsentierten die beiden Schuhprinzessinnen Annika und Selina Wanderschuhe und Wanderoutfit, die von SportMarke gesponsert waren, während Sonja Spieß und Moderator Frank Hoffmann –unterlegt von eingeblendeten großformatigen Fotos aus der Region – den „Hauensteiner Akkord“ als „kleine, feine Wanderregion“ mit den besonderen Akzenten Schuhmeile, gläserne Schuhfabrik und Schuhmuseum vorstellten. Auch dem Radioprogramm SWR4 waren die Hauensteiner Besonderheiten einige Sendeminuten wert.

 

Für das Thema „Erleben“ stehen unter anderem der Erlebnispark Teufelstisch und das Wasgau-Freibad Hauenstein. Den künftigen Gästen wird offeriert: „Fragen Sie uns. Wir helfen Ihnen, ein unvergessliches Ferienprogramm zusammenzustellen.“ Die jeweiligen Erlebnisbereiche werden garniert mit Pauschalangeboten: „Wanderlust“ beispielsweise, das vier Übernachtungen in einem Zimmer mit Dusche oder Bad/WC in einem Gästehaus oder einer Pension, ein Pfälzer Menu und anderes für preiswerte 195 Euro anbietet oder die „Familienzeit – Urlaub für Groß und Klein“, die sieben Übernachtungen in einer Ferienwohnung mit einem Tagesticket der Bahn und Tickets für das Schuhmuseum und das Dynamikum im Familienpreis für 490 Euro offeriert.

Und es fehlen nicht die Hinweise auf Schuhmeile, Schuhmuseum und Gläserne Schuhfabrik, auf Feste und Veranstaltungen wie die Bauernmärkte in Hinterweidenthal und in Schwanheim, auf den Keschdemarkt in Hauenstein, auf den „Pfingschdequack“ in Dimbach und Darstein oder auf die „kulinarischen Versuchungen“, die die Region zu bieten hat. Nicht zuletzt: Alle Orte der Urlaubsregion werden mit einem kurzen Text und im Bild vorgestellt, Ortspläne und Tipps ergänzen das Angebot.

Auf sechs Seiten stellen sich –unterschiedlich in Größe und Aufmachung- die Gastgeber vor: vom Vier-Sterne-Hotel bis hin zur preiswerten Ferienwohnung. Sonja Spieß ist zufrieden: „Wir können den Gästen wirklich ein breites Spektrum an Ferienwohnungen, Hotellerie und Gastronomie anbieten, das auch, so ist mein Eindruck aus vielen Gesprächen im TIZ und bei Messen, gut ankommt und gerne angenommen wird“, sagt Sonja Spieß.  (ran)




„Damals und heute“, der Bildkalender für das Jahr 2018

HAUENSTEIN. „Damals und heute“, so ist der Bildkalender für das Jahr 2018 betitelt, den das Tourist-Info-Zentrum (TIZ) Pfälzerwald in der Hauensteiner Schuhmeile in Zusammenarbeit mit den Ortsbürgermeistern der einzelnen Ortsgemeinden der VG Hauenstein herausgegeben hat. Der Kalender im Format A3 kostet 15 Euro.

Der Titel sagt’s: Der Kalender verfolgt auf seinen zwölf Monatsseiten das Konzept, historische Ansichten aus den Dörfern der Region –meist in Schwarz-Weiß- mit der oft sehr farbenfroh abgebildeten dörflichen Situation, wie sie sich heute bietet, zu kombinieren. Es sind reizvolle Kontraste, die sich dabei ergeben. Sie machen deutlich: Manches hat sich grundlegend verändert und manchmal sind es nur Nuancen, die die Zeitläufte am Ortsbild modellierten.

Besonders gelungen sind jene Seiten, auf denen die Fotografen von heute mit ihren digitalen Kameras exakt den gleichen Standort und exakt den gleichen Aufnahmewinkel gefunden haben wie die „Kollegen“ vor fünfzig, sechzig oder gar siebzig Jahren mit ihren analogen Apparaten: Beispielhaft sei hier die Seite aus Dimbach genannt: Der farbige Blick auf den Mittelpunkt der kleinen, knapp 200 Einwohner zählenden Wasgaugemeinde entspricht haarfein dem historischen Foto, das Ortsbürgermeister Thomas Funck besorgen konnte.

Auch wenn dieses kleine Kunststück nicht für alle Monatsseiten gelang: Die Ansichten, die der Kalender transportiert, werden, da ist sich Sonja Spieß, die Leiterin des TIZ, sicher, „nicht nur das Auge erfreuen: Sie werden auch für Gesprächsstoff unter den Betrachtern sorgen“, berichtet sie über erste Erlebnisse beim Herzeigen des druckfrischen Kalenders, der seit Mitte des Jahres –unter anderem in einer Dienstbesprechung der Ortschefs- vorbereitet, in enger Absprache mit ihnen konzipiert und von der Verdener „Kalendermanufaktur“ realisiert wurde.

Die historischen Fotos stammen –wie beispielsweise in Hauenstein- aus dem Gemeindearchiv oder aus Eugen Kleins umfänglicher Fotosammlung. Sie wurden aber auch über Aufrufe im Amtsblatt akquiriert und von Mitbürgern für den Kalender zur Verfügung gestellt. Die aktuellen Ansichten –beispielsweise von der Schwanheimer Hauptstraße, vom Hauensteiner Schwimmbad, aus Darstein, wo der Wandel vom Schulhaus zum Dorfgemeinschaftshaus dokumentiert wird, oder der Blick über die Wilgartswiesener Annexe Hofstätten- wurden von Stefanie Ser, Lorenz Steigner, Christina Brödel, Thomas Funck, Sonja Spieß und Vera Schmitt aufgenommen.

Der Kalender erschien in einer Auflage von 250 Exemplaren. Er wird in Hauenstein beim Tourist-Info-Zentrum (Schuhmeile 1), im Deutschen Schuhmuseum (Turnstraße 5) bei der Postfiliale (Marktplatz 30) und in Lug bei der Bäckerei Burkard (Schulstraße2) erhältlich sein. (ran)