Allgemeines Wohngebiet „Am Sonnenhang“ mit 42 Bauplätze soll entstehen

9. September 2017
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HAUENSTEIN. Das Baugebiet „Am Sonnenhang“ hat den nächsten Schritt zur Realisierung zurückgelegt: In der Sitzung am Dienstagabend genehmigte der Ortsgemeinderat die Entwurfsplanung für ein allgemeines Wohngebiet, wo nach den vorliegenden Plänen 42 Bauplätze östlich des Wasgaustadions und zwischen Speyerstraße und verlängertem Schulrech entstehen werden. Hier soll auch alters- und behindertengerechtes Wohnen möglich werden.

Die Pläne wurden von Dipl. Ing. Hans-Werner Schlunz von der Lauterer WVE, die als Erschließungsträger fungiert, ausführlich vorgestellt. Er betonte den Charakter der Planungen als „Vorentwurf“, der nach wie vor Änderungen zulasse. Das künftige Baugebiet hat eine Wohnbaufläche von 2,315 Hektar, rund 3100 Quadratmeter sind für den Straßenbau, 515 Quadratmeter für öffentliche Grünflächen vorgesehen.

Die Baugrundstücke haben eine durchschnittliche Größe von 550 Quadratmetern, wobei sie in den Ausmaßen allerdings deutlich differieren. Hauptsächlich freistehende Einfamilienhäuser sind neben einigen Doppelhäusern vorgesehen. Am nördlichen Rand des Plangebiets entlang der Speyerstraße ist nach dem Entwurf auch Geschoßwohnungsbau mit bis zu drei Stockwerken zulässig. Das Gelände, das ein Gefälle nach Süden aufweist, erfordere auf Grund seiner Topografie vor allem „Architektenlösungen“, sagte Schlunz: „Bodenplatte und Fertighaus drauf, das geht nur auf wenigen Plätzen.“

Erschlossen wird das Baugelände durch eine rund sechs Meter breite Stichstraße, die in Höhe des Hotel-Verbindungsbaus zwischen Bettenhaus und Restaurant von der Speyerstraße nach Süden abzweigt und am südlichen Ende in einen Wendehammer mündet. Zwischen dieser Straße und Wasgaustadion sieht der Plan zehn Bauplätze mit einer Größe von jeweils rund 550 Quadratmetern für die Bebauung mit Einfamilienhäusern vor.

Die östlich der Straße gelegenen Bauplätze für Doppelhäuser und Einfamilienhäuser –hier werden Größen von zum Teil rund 650 Quadratmetern erreicht- werden durch drei unterschiedliche lange Stichstraßen erschlossen. Die mittlere dieser Stichstraßen macht am östlichen Rand des neuen Baugebiets einen Knick nach Süden: Hier soll eine eventuell durch Poller abzutrennende „Notstraße“ hinunter zum Schulrech entstehen. Beispielsweise über deren Breite wird im Rat noch zu debattieren sein, wie die Wortmeldungen deutlich machten: Vor allem will man durch bauliche Maßnahmen Durchgangsverkehr von der Speyerstraße zum Schulrech und durch das Baugebiet vermeiden.

In seinen Festsetzungen geht der Bebauungsplan von Sattel-, Pult- oder Walmdächern mit einer Dachneigung von 25 bis 45 Gard aus. Dachgauben dürfen höchstens zwei Drittel der Dachlänge einnehmen. Flachdächer sollen nur als Terrassen oder begrünt zugelassen werden. Fassaden müssen mit Naturmaterialien gestaltet werden. Die Traufhöhen sind für jedes Grundstück definiert, die Höhe der Einfriedungen zur Straße wird auf höchstens 1,20 Meter begrenzt.

Wie der Hans-Werner Schlunz informierte, habe man Fragen des Lärmschutzes geklärt: Man habe zu Zeiten von Fußballspielen von Herren- und Jugendmannschaften im Wasgau- und im Nedingstadion und bei Spielbetrieb auf allen Tennisplätzen die Lärmemission geprüft und festgestellt, dass die Richtwerte eingehalten werden: „Ein Lärmschutzwall oder eine –wand sind nicht nötig“, führte Schlunz aus. Auch Fragen des Naturschutzes wurden bereits erörtert: Unter anderem liege in dem künftigen Baugebiet eine Flachlandmähwiese. Inwieweit und welche Ausgleichsmaßnahmen notwendig werden, müsse mit den Fachbehörden abgesprochen werden.

Ratsmitglied Manfred Seibel (Grüne) regte an, die Planungen zeitnah ins Internet zu stellen und ein „Interessenbekundungsverfahren“ einzuleiten, um zu einem sehr frühen Zeitpunkt zu sehen, wie die Markt- und Interessenslage sei und sich die Nachfrage entwickle. Eingeräumt wurde, dass man bei der Auswahl der Grundstücke gegenüber denen, die Land eingebracht haben, verpflichtet sei.

Einstimmig beschloss der Rat die vorzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und Behörden und ebenso einstimmig auch, dem Verbandsgemeinderat die durch das Baugebiet notwendige Veränderung des Flächennutzungsplanes zu empfehlen. (ran)

Hauenstein
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