Ausbau der Bahnhofstraße unter Vollsperrung

12. September 2017
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HAUENSTEIN. Die Arbeiten zum Ausbau der L495, der Bahnhofstraße, zwischen Zimmerberg und Christkönigskirche beginnen, wie der Landesbetrieb Mobilität (LBM) mitteilte, „voraussichtlich“ am 18. September. Der Auftrag, der den kompletten Rückbau der alten Asphaltschicht und deren Erneuerung über den gesamten Streckenzug sowie den Austausch der Rinnenanlage beinhaltet, wurde zum Angebotspreis von 430.000 Euro an die Firma Eurovia vergeben.

Es ist eine zweifellos knifflige Geschichte, die da auf Hauenstein zukommt. Denn der Ausbau muss unter Vollsperrung durchgeführt werden und passiert die Engstelle im Felsen, die einzige Verbindung zwischen „altem“ Ort und Ortsteil „Hinter dem Felsen“, wo mit Penny und Netto zwei Discounter liegen. Einen weiteren Knackpunkt in der Ausführung gibt es in der Bahnhofstraße: Dort muss die Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes immer erreichbar sein.

Wie der LBM mitteilt, habe man die Arbeiten in drei Bauabschnitte aufgeteilt, „um die Belastung der Anlieger zu verringern“. Man beginnt zunächst auf dem Abschnitt zwischen Christkönigskirche und Rettungswache. Für diese Strecke ist eine Dauer von „circa“ drei Wochen vorgesehen. Anschließend wird voraussichtlich zwei Wochen lang zwischen Rettungswache und Pirminiusstraße gearbeitet, ehe dann zwischen Felsen und Pirminiusstraße jener Abschnitt abgegangen wird, der für ebenfalls circa drei Wochen die größten Eingriffe in den innerörtlichen Verkehr nach sich zieht.

Während bei den beiden ersten Abschnitten die Baustelle relativ problemlos innerörtlich umgangen werden kann, ist beim dritten Abschnitt die direkte Verbindung zwischen den Ortsteilen gekappt. Wer aus dem Ort beispielsweise in die Kita St. Hedwig, zur Schuhmeile oder zu den Discountern Penny und Netto, wer vom Ortsteil Hinter dem Felsen zum Arzt oder zur Apotheke im Ort gelangen will, muss weite Wege fahren: Die Verbindung der beiden Ortsteile kann nur über die B10, über Wilgartswiesen und den Tunnel im Zuge der K38 erfolgen. Der überörtliche Verkehr wird über die B10, über Wilgartswiesen und Spirkelbach (K 56 und K54) zurück auf die L495 geleitet und erreicht Hauenstein dann über die Weißenburger Straße.

Wenn der Bauzeitenplan eingehalten werden kann, dann beginnen die Arbeiten an diesem sensiblen dritten Abschnitt am 23. Oktober. Und dann wird es vor allen Dingen eng, was die Nahversorgung angeht. Denn: Der Edeka-Markt, der einzige Lebensmittel-Markt im alten Ort, ist derzeit und bleibt bis 23. November geschlossen. Wer also einkaufen will, muss zu Penny oder Netto hinter den Felsen, muss also den Umweg über Wilgartswiesen und die B10 in Kauf nehmen. „Dann kann ich ja gleich nach Annweiler fahren“, das könnte eine Reaktion mancher Hauensteiner auf die missliche Situation sein.

Für die Anlieger der Bahnhofstraße gibt es während der gesamten Bauzeit weitere Unannehmlichkeiten: Wie der LBM mitteilt, ist während der Bauzeit in den jeweiligen Abschnitten die Ein- und Ausfahrt zu den angrenzenden Grundstücken nicht möglich. In Fahrzeuge der Anlieger müssen in den umliegenden Gemeindestraßen geparkt werden. Die Anwesen sind aber über die Fußwege jederzeit erreichbar. (ran)

Hauenstein
19. November 2017, 05:54
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