Aus der Jahreshauptversammlung des Pfälzerwaldvereins

15. März 2019
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HAUENSTEIN. Rund 50 der insgesamt 918 Mitglieder nahmen am Freitagabend an der Jahreshauptversammlung des Pfälzerwaldvereins Hauenstein teil. Der Vorsitzende des mittlerweile zweitgrößten Vereins innerhalb des PWV, Raymund Burkhard, musste im Rahmen der sehr harmonischen Veranstaltung freilich eine Hiobsbotschaft mitteilen: Am Wanderheim „Dicke Eiche“ steht eine umfängliche Dachreparatur an.

Wie Burkhard erläuterte, seien beim Austausch von Dachfenstern im „Mittelteil“ der beliebten Waldgaststätte Schäden an der Dacheindeckung und der Dämmung erkannt worden, die eine umgehende Reparatur notwendig machten: „Wir müssen mit Kosten in Höhe von rund 40.000 Euro rechnen“, teilte der Vereinschef mit. „Einige tausend“ Euro Schaden hatte zudem Sturmtief Friederike im Januar 2018 verursacht: Garnituren waren zu erneuern, das Geländer war zu reparieren. Die Versicherung habe Teile des finanziellen Schadens übernommen.

Nach wie vor eine Hängepartie ist die seit mehreren Jahren ins Auge gefasste Neuverlegung von Abwasserkanal und Wasserleitung aus dem Tal zur Hütte, wofür „wohl mehrere hunderttausend Euro“ aufgewendet werden müssten. Es sei „derzeit ungemein schwierig, überhaupt Angebote für die Maßnahme“ bekommen, klagte Burkhard. Zuschüsse seien beantragt.

Erfreut registrierte der Vorsitzende, dass über die den sogenannten „Schnuhüdi“ –sprich Schnupperhüttendienst- neue Aktive für den Dienst im Wanderheim gewonnen werden konnten. 1012 Helfer waren im Einsatz, um die Hütte im vergangenen Jahr an 145 Tagen öffnen zu können. Bei einer Verweildauer der Gäste von 1,35 Tagen wurden rund 2.000 Übernachtungen gezählt.

Burkhard dankte allen Helfern, die es ermöglichen, dass das Wanderheim für Einheimische und Gäste an so vielen Tagen seine Pforten öffnen könne. Mit der Hütte, für die der Verein im letzten Jahr „eine überaus wertvolle Arbeit“ leistende Fachkraft einstellte, liefere man „eine unschätzbare Leistung für den Tourismus“, betonte Raymund Burkhard. Die Profis des Pfalztourismus ließen denn auch keine Möglichkeit aus, um auf die Wanderhütten als „Alleinstellungsmerkmal“ des Pfälzerwalds hinzuweisen.

Für die Gruppe „Junge Familie“ berichtete Jochen Rödig über eine Vielzahl von Angeboten, die freilich nicht alle so gut angenommen werden wie die Osterwanderung, das Adventsbasteln oder die Hüttenübernachtung. Einzelne Veranstaltungen mussten gar wegen mangelnder Nachfrage ausfallen. Eine Erfolgsbilanz konnte -wie gewohnt- Seniorenwart Hermann Landau präsentieren. 41 „Wandertage“ haben die Senioren absolviert und jede Wanderung sei „ein besonderes Erlebnis“ gewesen. 1760 Mitwanderer -161 verschiedene Personen- konnte man begrüßen. Mit durchschnittlich 43 Wanderern wurden über 9.000 Kilometer zurücklegt.

Wie Wanderwart Michael Keiser vorrechnete, stellten damit die Wandersenioren 85 Prozent der insgesamt 2.102 Teilnehmer bei den 64 PWV-Veranstaltungen. Und sie haben 58 Prozent der gemeinsam erwanderten 16.037 Kilometer zurückgelegt. Keiser berichtete von einem abwechslungsreichen Wanderjahr, das man unter das Motto „Genussvoll wandern“ gestellt hatte. Es zeichne sich freilich eine spürbare Stagnation ab: „Zwischen 2008 und 2018 ist die Wanderleistung von 22.500 auf 16.000 Kilometer zurückgegangen. Die Teilnehmerzahl bei Planwanderungen ist seither um 60 Prozent geschrumpft“, teilte Keiser mit. Eine „Tendenzwende“ sei nicht abzusehen. Für das 2019 formulierte er das Ziel, das „aktive Vereinsleben zu stärken“.

Für die Naturschutzgruppe referierte Heiner Reck. Bei einer Vogelstimmenwanderung habe man 33 Vogelarten sehen und/oder hören können. Rund um Hauenstein konnten 52 Vogelarten –darunter erstmals nach einer Pause wieder der Kuckuck- nachgewiesen werden. Auch der Uhu brüte unweit der Wasgaugemeinde, was freilich die Falken davon abgehalten habe, Nester an Hauensteiner Felsen zu bauen. Dank und Lob hatte PWV-Chef Burkhard nicht nur für den 83-jährigen Heiner Reck, sondern auch für Markierungswart Peter Schwierzina, der „unzählige Stunden“ investiere, um die Wanderwege „bestens markiert und toll in Schuss zu präsentieren.

Im Rahmen der Versammlung wurden auch treue Mitglieder geehrt.

50 Jahre Mitgliedschaft: Michael Bisson, Marianne und Walter Meyer, Heribert Scheib, Wendelin Scheib

40 Jahre: Thea und Bernhard Friebis, Maria und Günter Noll-Hussong, Peter Weschler

25 Jahre: Bernd und Helga Geißinger, Hans Gerstle, Thomas Gläßge, Andreas Kern, Harry Kerth, Jürgen Meyer (Memmelshoffen), Anton Scheib, Michael Seibel, Margot Seibel-Schal (Dormagen) (ran)

Anrufe mit Gewinnversprechen
Annweiler (ots) - Im Laufe des Vormittags des 04.09.2019 meldeten sich zwei Geschädigte bei der Polizeiwache, welche von einer angeblichen Lotto-Gesellschaft einen 5-stelligen EUR-Gewinn durch einen Notar überreicht bekommen sollen. Dazu wurden die Geschädigten aufgefordert in Supermärkten Karten zu holen. Die Kartennummern sollten die Geschädigten dann dem angeblichen Notar vorab am Telefon mitteilen. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche bei welcher es den Anrufern nur darum geht das Geld aus den Karten zu bekommen. Es wird nie zu einer "Gewinnübergabe" kommen. Die Angerufenen haben richtig reagiert und sind nicht auf die Forderungen eingegangen. Sollte es noch weitere Anrufe gegeben haben, so sollen sich die Geschädigten bei der Polizeiwache Annweiler oder der Kriminalinspektion Landau melden. (Polizeidirektion Landau)

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Wechselseitige Körperverletzung auf der “Kerwe” in Hauenstein
Hauenstein (ots) - Am frühen Samstagmorgen des 31. August 2019 kam es zwischen 03:00 und 05:00 Uhr auf der "Kerwe" in Hauenstein zu einer wechselseitigen Körperverletzung. Drei männliche Erwachsene aus dem Raum Baden-Württemberg besuchten zunächst die Veranstaltung in Hauenstein. Hierbei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihnen und mehreren Beteiligten aus dem Bereich Hauenstein, bei der durch die auswärtigen Besucher Pfefferspray eingesetzt wurde. Durch den Einsatz des Pfeffersprays wurden zwei Personen geschädigt, beide Personen mussten vor Ort durch den hinzugerufenen Rettungsdienst medizinisch versorgt werden. Nachdem sich die Beschuldigten zunächst von dem Fest entfernt hatten, kehrten zwei der Beschuldigten gegen 05:00 Uhr erneut zur "Kerwe" zurück. Nach ihrer Rückkehr wurden sie von mehreren ihnen unbekannten Personen körperlich attackiert. er genaue Tathergang diesbezüglich ist bislang aufgrund unterschiedlicher Sachverhaltsschilderungen unklar und wird noch ermittelt. (Polizeidirektion Pirmasens)