Bau der neuen Kita soll nochmal in die Bauausschusssitzung

4. April 2019
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Foto: Die ehemalige “Süddeutsche Schuhfabrik” wird abgerissen, an ihrer Stelle entsteht die neue Kita “St. Elisabeth”. Die neuen Pläne sehen vor, dass der Baukörper rund 18 Meter an die Dahner Straße (im Vordergrund) heranreicht. Zwischen Straße und Gebäude entsteht ein Spielbereich für U3-Kinder (ran)

HAUENSTEIN. Es war schon eine dicke Überraschung, die die Hauensteiner Ratsmitglieder am Donnerstagabend erlebten: Eigentlich sollten sie die Genehmigungsplanung zur neuen Kita in der Dahner Straße, die nach neuen Berechnungen 4,35 Millionen Euro kosten wird, verabschieden. Indes: Ulrich Sauerbaum und Thomas Weisgerber aus dem Lauterer Büro hort+hensel legten dem Rat einen Entwurf vor, der den Baukörper –anders als bei den im Januar besprochenen Plänen- deutlich nach Süden und näher an die Dahner Straße rückt.

Bisher war man davon ausgegangen, dass die Kita in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulhof der Grundschule an der nördlichen Grenze des Grundstücks, auf dem noch die ehemalige „Süddeutsche Schuhfabrik“ steht, errichtet wird. Dem Gebäude vorgelagert war nach den bisherigen Überlegungen ein großer terrassierter Spielbereich, der bis zur Dahner Straße reichen sollte .

Das freilich sei nach einer genauen Vermessung und Aufnahme der Topographie so nicht machbar: Die „Höhenstaffelung“ habe sich als ungünstig erwiesen und es würde auch einigen baulichen Aufwand erfordern, die notwendigen Grenzabstände einzuhalten, erläuterten Sauerbaum und Weisgerber den überraschten Räten die neue Situation.

Der Vorschlag der Architekten zur Lösung der Problematik: Der Baukörper der Kita, der sechs Gruppen umfassen wird und dessen Zuschnitt weitestgehend den bisherigen Planungen entspricht, rückt um 23 Meter nach Süden und um fünf Meter nach Westen. Im Süden bleibt dann Platz für einen kleineren Spielbereich für die U3- Kinder. Ein zweiter, deutlich größerer  Außenbereich ist nördlich des Gebäudes platziert und kann sowohl über eine Treppe an der Gebäudewestseite als auch ebenerdig aus dem Obergeschoß des Gebäudes erreicht werden.

Der Haupteingang der Kita wird von der Dahner Straße über dreimal zwei Treppenstufen erreichbar sein. Das rund 50 Meter lange Gebäude wird im Mittel 18 Meter von der Dahner Straße entfernt stehen. Der im rechten Winkel abspringende Anbau, der einen Sportraum aufnehmen wird, rückt bis auf vier Meter an die Dahner Straße heran. An der Dahner Straße werden -einer Busbucht ähnlich- acht Parkplätze geschaffen.

Von der Kirchstraße aus ist der Personalparkplatz mit acht Stellplätzen anzufahren. Von dort wird es auch einen barrierefreien Zugang zur Kita geben. Im Innern sorgt ein Aufzug für Barrierefreiheit. Energetisch „nähere“ sich das Haus, wie die Planer ausführten, dem Passiv-Haus-Standard.

Die „große Überraschung“ kommentierte Manfred Seibel (Grüne) mit der Feststellung, dass die Verschiebung des Baukörpers „viele Fragen stellt, die intensiver zu bedenken“ seien. Deshalb regte er eine Beratung der neuen Situation in einer Bauausschusssitzung an. Diese Sitzung, bei der auch energetische Fragen angesprochen werden sollen, wird in der zweiten Aprilwoche stattfinden.

Mit einigem Verdruss wurde an den Ratstischen auch die finanzielle Situation registriert. War man noch im Mai vergangenen Jahres vom Bau einer viergruppigen Kita mit Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro ausgegangen, so legten neuere Zahlen, die das Jugendamt der Kreisverwaltung vorgelegt hatte, den Bau einer sechsgruppigen Kita nahe. Im Januar waren dafür Kosten in Höhe von 3,85 Millionen genannt worden . Jetzt sollen die Gesamtkosten des Projekts inklusive Nebenkosten rund 4,35 Millionen Euro betragen.

Manfred Seibel fragte nach der Förderung des „wohl wichtigsten Zukunftsprojektes der Gemeinde“. Der Rat wirkte einigermaßen ernüchtert, als Ortsbürgermeister Bernhard Rödig mitteilte, dass nach dem „gegenwärtigen Stand“ lediglich Zuschüsse in Höhe von rund 800.000 Euro, die sich Land und Kreis teilen, zu erwarten seien. Kritisch äußerte sich Michael Zimmermann (CDU) über die Politik des Landes, das die Standards –beispielsweise mit dem neuen Kita-Gesetz- setze, „die Zeche aber die Kommunen bezahlen lässt“:  Das sei ein Verstoß gegen das schlichte Prinzip: „Wer bestellt, bezahlt!“ (ran)

 

Schlägerei in Hauenstein
Hauenstein (ots) - In der vergangenen Nacht kam es auf einer Party in Hauenstein zu einer Auseinandersetzung, wo ein 21-Jähriger zunächst anfing herumzutoben und Gegenstände von den Tischen zu werfen. Als ein anderer Gast diesen zurechtweisen wollte fing er mit diesem Streit an, warf ihn zu Boden und trat diesen mit den Füßen. Der ebenfalls 21-Jährige erlitt hierbei eine Platzwunde am Hinterkopf. Ein weiterer Gast wurde ebenfalls von dem Beschuldigten geschlagen, weil er diesen offenbar verwechselte. Verletzt wurde dieser jedoch nicht. Der sehr wahrscheinlich unter Alkohol und Drogen stehende Beschuldigte war dann letztendlich so abgedreht, dass er an zwei vor Ort befindlichen Fahrzeugen die Außenspiegel abgetreten hat und eine Motorhaube zerkratzte. Der amtsbekannte Beschuldigte konnte vor Ort und auch an seiner Wohnadresse nicht angetroffen werden. An beiden Fahrzeugen sind Sachbeschädigungen von geschätzten 1300.- Euro entstanden. Gegen den 21-Jährigen wird ein Strafverfahren eingeleitet.

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Schlägerei endet in Zelle
Hauenstein (ots) - In der Nacht vom Samstag auf Sonntag kam es in einer Gaststätte in Hauenstein zu einer Schlägerei zwischen mehreren Personen. Die zwei Täter, ein 27-jähriger und ein 28-jähriger aus dem Landkreis, betraten im betrunkenen Zustand die Gaststätte und pöbelten die Gastwirtin und die Gäste an. Als ein Gast der Wirtin helfen wollte, schlugen die beiden um sich. Hierbei zog sich ein Gast einen Bruch des Nasenbeins zu. Die Wirtin erlitt Verletzungen am Hinterkopf. Durch die herbeigeeilten Polizeistreifen konnten die beiden Täter auf der Flucht gestellt werden. Da sich diese sehr aggressiv verhielten und weitere Ausschreitungen zu befürchten waren, mussten sie in Gewahrsam genommen werden. (Polizeidirektion Pirmasens)