110.000 Hektar Wald sind durch Dürre, Sturm und Borkenkäfer massiv geschädigt

26. August 2019
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HAUENSTEIN. Der Wald ist in den Schlagzeilen: 110.000 Hektar Wald sind durch Dürre, Sturm und Borkenkäfer massiv geschädigt. Die Alarmglocken schrillen. Aufrütteln will auch eine landesweite Aktion der Landesforsten Rheinland-Pfalz, an der sich auch das Forstamt Hinterweidenthal beteiligt: An mehreren Stellen entlang besonders frequentierter Wanderwege wurden großformatige Info-Schilder angebracht, die darauf hinweisen, dass Klimawandel und Waldschäden keine abstrakten und entfernten Erscheinungen sind, sondern sehr wohl auch die Region betreffen.

Wie Richard Schwarz vom Forstamt Hinterweidenthal mitteilte, sei die Region im Vergleich zu anderen rheinland-pfälzischen Gebieten –dem Westerwald beispielsweise- bisher zwar noch glimpflich davon gekommen. Dennoch seien die Folgen des Klimawandels für den Wald auch hier nicht zu übersehen: „Mit der Plakatkampagne will der Forst die Wanderer für die Klima- und Waldproblematik sensibilisieren und bislang aufgetretene Waldschäden ganz konkret und vor Ort visualisieren “, beschreibt der Förster das Ziel der Plakataktion.

Unter der Überschrift „Was hat der Klimawandel hier angerichtet?“ wird zunächst festgestellt, dass der „Wald in Gefahr“ sei. Spätestens seit dem „Hitze- und Dürresommer 2018“ sei deutlich geworden, dass der Klimawandel „Fahrt aufgenommen“ habe. Die Bäume seien an das „heimische Klima gewöhnt“  und könnten als „langlebige und ortsfeste Lebewesen steigenden Temperaturen und häufigerem Extremwetter nicht ausweichen“. Zudem setze die „Massenvermehrung von wärmeliebenden Schädlingen wie dem Borkenkäfer“ den „klimagestressten Bäumen“ zu und bedeute „oft den sicheren Tod“.

Auf dem Plakat werden dann die Klimaschäden konkretisiert, die an dem Waldstück festzustellen sind: In der Nähe der Vier Buchen hängt das Poster unmittelbar an einem Bereich, wo der Bestand mit anhaltender Dürre und dem Befall durch Borkenkäfer zu kämpfen hat. Im Bereich  „Kirchenröder“ an der Gemarkungsgrenze zwischen Hauenstein, Lug und Schwanheim, wo ein größerer Waldbestand vom Sturm betroffen war, wird auf die Problematik der Extremwetterlagen für den Wald hingewiesen.

Als konkrete Gegenmaßnahme werden an den Vier Buchen die Pflanzung und die Förderung „vorhandener klimastabiler Baumarten“ wie Weißtanne und Buche genannt. Langfristig gehe es darum, „Wälder im Klimawandel zu stabilisieren“ und einen „vielfältigen und strukturreichen Wald“ zu schaffen, in dem mehrere Baumarten verschiedenen Alters, verschiedener Höhe und verschiedener Stärke ebenso wachsen sollen wie „wärmeliebende Baumarten“. Das alles gehe nicht von heute auf morgen: „Der Waldumbau ist eine Jahrhundertaufgabe“, heißt es da, die „Fachwissen, Anstrengung und Ausdauer“ erfordere.

In dem Gebiet „Kirchenröder“ gelte es, das vom Sturm angerissene und gefällte Holz „möglichst schnell aus dem Wald“ zu holen und auf einen zentralen Lagerplatz zu schaffen, um dem Borkenkäfer kein weiteres Betätigungsfeld zu geben. Richard Schwarz spricht von rund 2500 bis 3000 Festmetern Schadholz, die im Bereich des Fortsamtes Hinterweidenthal anfielen. Insgesamt aber hielten sich die Schäden in der Region noch in Grenzen: „Es gibt Forstämter, die im Vergleich zu uns ein Vielfaches an Schadholz aufzuarbeiten haben.“

„Auch du bewegst was!“ fordert das Plakat schließlich den Betrachter auf, selbst aktiv zu werden. Es verweist auf die Homepage www.klimacoach-rlp.de  mit 28 „Angeboten“, die allesamt dem Ziel dienen, in kleinen Schritten, leicht umsetzbar  und ganz individuell dem Klimakiller CO2  den Kampf anzusagen. (ran)

 

 

Anrufe mit Gewinnversprechen
Annweiler (ots) - Im Laufe des Vormittags des 04.09.2019 meldeten sich zwei Geschädigte bei der Polizeiwache, welche von einer angeblichen Lotto-Gesellschaft einen 5-stelligen EUR-Gewinn durch einen Notar überreicht bekommen sollen. Dazu wurden die Geschädigten aufgefordert in Supermärkten Karten zu holen. Die Kartennummern sollten die Geschädigten dann dem angeblichen Notar vorab am Telefon mitteilen. Hierbei handelt es sich um eine Betrugsmasche bei welcher es den Anrufern nur darum geht das Geld aus den Karten zu bekommen. Es wird nie zu einer "Gewinnübergabe" kommen. Die Angerufenen haben richtig reagiert und sind nicht auf die Forderungen eingegangen. Sollte es noch weitere Anrufe gegeben haben, so sollen sich die Geschädigten bei der Polizeiwache Annweiler oder der Kriminalinspektion Landau melden. (Polizeidirektion Landau)

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Wechselseitige Körperverletzung auf der “Kerwe” in Hauenstein
Hauenstein (ots) - Am frühen Samstagmorgen des 31. August 2019 kam es zwischen 03:00 und 05:00 Uhr auf der "Kerwe" in Hauenstein zu einer wechselseitigen Körperverletzung. Drei männliche Erwachsene aus dem Raum Baden-Württemberg besuchten zunächst die Veranstaltung in Hauenstein. Hierbei kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen ihnen und mehreren Beteiligten aus dem Bereich Hauenstein, bei der durch die auswärtigen Besucher Pfefferspray eingesetzt wurde. Durch den Einsatz des Pfeffersprays wurden zwei Personen geschädigt, beide Personen mussten vor Ort durch den hinzugerufenen Rettungsdienst medizinisch versorgt werden. Nachdem sich die Beschuldigten zunächst von dem Fest entfernt hatten, kehrten zwei der Beschuldigten gegen 05:00 Uhr erneut zur "Kerwe" zurück. Nach ihrer Rückkehr wurden sie von mehreren ihnen unbekannten Personen körperlich attackiert. er genaue Tathergang diesbezüglich ist bislang aufgrund unterschiedlicher Sachverhaltsschilderungen unklar und wird noch ermittelt. (Polizeidirektion Pirmasens)