CDU präsentiert Günter Schneider für die Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hauenstein

31. Juli 2020
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HAUENSTEIN. Um es in der Fußballersprache auszudrücken: Es war ein „Treffer“ in der allerletzten Minute der Nachspielzeit der Verlängerung, als sich bei der Mitgliederversammlung der CDU am Samstagnachmittag der Hauensteiner Günter Schneider zur Überraschung vieler als Kandidat für die Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hauenstein präsentierte. Er wird als freier Bewerber antreten. Die Mitgliederversammlung beschloss einstimmig, ihn zu unterstützen.

Dass Schneider nicht auf CDU-Ticket antritt resp. antreten kann, ist, wie der CDU-Kreisvorsitzende Christof Reichert erklärte, einer „rechtlichen Grauzone“ geschuldet: Die am Donnerstag von der Mitgliederversammlung beschlossene Vertagung (wir berichteten am Samstag) sähen –so die Auskunft der Juristen der Landespartei- die Parteistatuten nicht vor. Um keinen „formalen Fehler“ zu machen, der unter Umständen Schneiders Kandidatur ungültig werden ließe, einigte man sich auch auf Vorschlag des kommissarischen Gemeindeverbandsvorsitzenden Michael Zimmermann auf die beschriebene Konstruktion.

Zur Person

Günter Schneider ist 62 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder. Beruflich ist er als selbstständiger Baubiologe tätig. Seit einem guten Jahrzehnt ist er Mitglied der CDU, saß in der vorletzten Wahlperiode im Ortsgemeinderat und ist seit der Kommunalwahl 2019 Mitglied der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat. Es sei ihm „sehr wichtig“, dass am 13. September ein Kandidat mit CDU-Heimat zur Wahl stehe. Er verfolge „ganz klar“ und „ohne Wenn und Aber“ das Ziel, die Verbandsgemeinde Hauenstein zu erhalten.

Sollte aber der Fall eintreten, dass in dem „unnötigen und mit viel Streit verbundenen Komplex Verwaltungsreform“ die VG zwangsfusioniert wird, dann trage dafür die Landesregierung die alleinige Verantwortung. Jede Ortsgemeinde sollte dann entscheiden, wie sie mit diesem „Votum gegen den Bürgerwillen“ umgehen will.

Er sehe die momentan im Rat ablaufende Arbeit sehr kritisch, weil zu „unproduktiv gearbeitet und zu viel gegeneinander agiert“ und „zu wenig die Gemeinsamkeiten gesucht“ würden. Sollte er als Bürgermeister gewählt werden, werde er vor allem versuchen, die „gespaltenen Lager“ einander anzunähern und „mehr auf die Gemeinschaft zu setzen“.

Günter Schneider ist ein weit gereister Mann: Zwischen 1975 und 1982 hat er nicht weniger als 165 Länder besucht. Er freut sich an guter Musik, die er früher auch mit der Band „Muck BWN“ pflegte. Seine Vinyl-Platten-Sammlung umfasst nach eigenen Angaben annähernd 7000 LPs. Viel Freizeit verbringt er auch damit, seine beiden Söhne ins Schwimmtraining zu Blau-Weiß Pirmasens zu begleiten. (ran)

Der Vorsitzende versicherte Schneider der „breiten Unterstützung“ der Partei. Seine Kandidatur sei ein mutiger Schritt, diesen Mut werde man honorieren. Die einstimmig per Akklamation bestätigte Unterstützung wertete er als „starkes Votum der CDU“. Auch der frühere Schwanheimer Ortsbürgermeister Fritz Schwarzmüller appellierte an die Parteifreunde, „sich ganz klar“ hinter Schneider zu positionieren.

Zuvor hatten sowohl Zimmermann als auch Norbert Meyerer, der Fraktionsvorsitzende im VG-Rat, erneut über die Schwierigkeiten bei der Kandidatenfindung berichtet: „Wir haben im Vorfeld der heutigen Sitzung noch einige erfolgversprechende Gespräche geführt. Sie endeten aber wie alle anderen mit einem Nein!“, sagte Zimmermann und Norbert Meyerer ergänzte, dass man „tagelang die Köpfe rauchen ließ und sehr verantwortungsbewusst geprüft“ habe. Letztlich aber sei „die Zeit davongelaufen“. (ran)

Handy aus Hotelzimmer gestohlen
Hauenstein (ots) - Unbekannte Täter verschafften sich auf ungeklärte Weise Zugang zu einem verschlossenen Hotelzimmer und entwendeten dort ein Huawei-Handy im Wert von circa 200 Euro. Andere Wertgegenstände wurden zurückgelassen. Die Tatzeit lässt sich auf gestern, 11:30 bis 17:30 Uhr, festlegen. Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Einbruchsdiebstahl Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail kipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. kips (Polizeidirektion Pirmasens)

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