20.000 Euro beim Hungermarsch

28. September 2021
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Foto: Über 6.000 Euro übergaben beim Hauensteiner Hungermarsch Markus Koerdt und Thomas Betzold (2. und 3. v.l.) aus Menden an Pater Raphael (links), den Präsidenten der chilenischen Kinderheimstiftung und Karl Meyerer (rechts), den Sprecher des Freundeskreises.(ran)

HAUENSTEIN. „Danke, danke, danke!“ Karl Meyerer, der Sprecher des Freundeskreises der chilenischen Kinderheime, war überwältigt: Beim Hungermarsch am Sonntag zugunsten Heime der „Fundacion Hogares de Menores Verbo Divino“ kamen –trotz Corona- wieder rund 20.000 Euro zusammen. Rund 150 Teilnehmer hatten sich zum Gottesdienst auf dem Vorplatz der Christkönigskirche versammelt. Sie erlebten erfreuliche Überraschungen.

Zunächst: Meyerer sprach bei seiner Begrüßung „von großen Hoffnungen und großen Enttäuschungen“, die die Vorbereitung dieser 42. Aktion „Wandern für die anderen – Kindern eine Zukunft geben“ begleitet hatten: Corona und die vielen Regelungen hätten „fast den Hungermarsch, wie wir ihn kennen, vereitelt. Aber wir haben nie ans Aufgaben gedacht“, unterstrich er die Anstrengungen des Teams, den Hungermarsch, der seit 1979 stattfindet, auch 2021 zu einem Erfolg werden zu lassen.

Das wurde er in der Tat, nicht zuletzt auch durch besondere und so nicht erwartete Spenden: Da waren zunächst die Messdiener, die ihre Kasse, die wegen ausgefallener Freizeiten gut gefüllt war, plünderten und nach dem Gottesdienst die stolze Summe von 2000 Euro übergaben. Kam die Spende der Kinder doch unverhofft, so zählt Markus Koerdt aus Menden im Sauerland in den letzten Jahren stets zu jenen „Stammgästen“, die immer eine wohlgefüllte Spendenschatulle in den Wasgau mitbringen.

Foto: 2000 Euro aus ihrer Kasse übergaben die Messdiener an Pater Raphael, den Präsidenten der chilenischen Kinderheimstiftung und Karl Meyerer (rechts), den Sprecher des Freundeskreises.(ran)

Der „Spenden-Speed“ (wir stellten ihn am 01.06.21 vor) hatte bei einem Marathon, den er –Corona machte es notwendig- alleine absolvierte, Spenden gesammelt. Diesmal hatte er auch Thomas Pätzold, der ihn bei seinen Spendenläufen begleitet und selbst Sponsoren akquiriert, dabei. Und das Duo konnte nicht weniger als 6.000 Euro übergeben. Über 2.500 Euro stammten aus namhaften Spenden von Unternehmen aus Menden und von Koerdts Arbeitgeber, der Post, die 1600 Euro beigesteuert hatte. Und 3.500 Euro hatte Koerdt im wahrsten Sinne des Wortes „erlaufen“ – Kilometer für Kilometer gegen Euros für chilenische Heimkinder.

Und dann war da auch noch Oliver Hafner, der aus dem schwäbischen Aalen angereist war.  Er war in den 80er Jahren als „Missionar auf Zeit“ im Kinderheim der Kinderheimstiftung in Puerto Varas tätig und hat es jetzt wieder besucht: Er sei tief beeindruckt, wie sich das Hilfswerk entwickelt habe und wie sehr sich Infrastruktur und Betreuung gegenüber damals verbessert hätten. Und er traf ehemalige Schützlinge. Sie alle hätten bestätigt: „Ohne das Heim und ohne die Hilfe aus dem Wasgau wären sie nicht das geworden, was sie heute sind.“ Hafner brachte 2.000 Euro mit: Sie stammen aus der Kasse seines Pfadfinderstammes Salvator Aalen.

Diese Spenden wurden im Anschluss an den Gottesdienst übergeben, den Pfarrer Ulrich Nothhof zusammen mit Pater Raphael, dem Präsidenten der Kinderheimstiftung, zelebrierte und den die Schola musikalische begleitete. In seiner Predigt hatte Pater Raphael verdeutlicht, dass sich „die Liebe Christi im Geben, Helfen, Heilen und Kümmern“ zeige. „Ihr helft, gebt und kümmert euch“, bestätigte der Missionar den Teilnehmern. Er verspüre „inneres Glück, weil ich wieder da sein kann, um euch persönlich zu danken: Danke Hauenstein! Danke Dahn! Danke Schwanheim! Danke allen aus nah und fern.“

Foto: Den Gottesdienst zum Hungermarsch auf dem Vorplatz der Christkönigskirche feierten rund 150 Teilnehmer mit. (ran)

Es bleibe aber noch viel zu tun. Und die Hilfe sei umso notwendiger, weil die Kinder „zunehmend schwieriger werden und es deshalb mehr Aufwand fordere, ihre Bedürfnisse zu erfüllen.“  Pater Raphael schloss seine Predigt mit der Feststellung, dass es die „Essenz des Lebens ist, Gutes zu tun“. Und damit griff er die Aussage der Lesung aus dem Jakobusbrief auf, die Bürgermeister Patrick Weißler vorgetragen hatte: Glaube ohne Werke sei tot und nutzlos. In den von Gemeindereferentin Amanda Baiersdörfer vorgetragenen Fürbitten wurde thematisiert, dass man auch „Verantwortung für Menschen in der Ferne“ tragen müsse, dass „Liebe und Teilen der Weg zu dauerhaftem Frieden“ sei. Es wurde gebetet für die Opfer der Flutkatastrophe ebenso wie für Menschen, die wegen Hunger oder Krieg ihre Heimat verlassen müssen.

Im Anschluss an den Gottesdienst verweilten die Teilnehmer noch bei einem kleinen Imbiss und guten Gesprächen. Das vorgesehene Benefizkonzert der Folkband „Folks of Glen Queich“ wurde durch die aktuellen Corona-Regeln verhindert.

Information zur Waldbestattung im RuheForst

Am Sonntag, So 31. Oktober 2021 findet im RuheForst® Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen eine kostenlose, etwa einstündige Führung statt, bei der sich Interessierte über die Möglichkeiten der Waldbestattung im RuheForst informieren können.

Treffpunkt: 10.00 Uhr am Parkplatz „RuheForst“.
Anfahrt: B 10, Abfahrt Wilgartswiesen/ Hermersbergerhof, ca. 3 km auf der K 56 Richtung Hermersbergerhof bis zum Hinweisschild „RuheForst“ links.

Weitere Termine in 2021, jeweils um 10.00 Uhr:


So 7. November/
So 5. Dezember 2021.

Kontakt: Tel. 06392 4090177 oder E-Mail info@ruheforst-suedpfaelzerbergland.de.

Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss
Hinterweidenthal (ots) - Am Dienstag, 12.10.2021, gegen 23.00 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Dahn einen 28-jährigen Autofahrer, der die B10 aus Richtung Landau kommend in Fahrtrichtung Pirmasens befuhr. Bei der Kontrolle konnten drogentypische Auffallerscheinungen festgestellt wer-den, weshalb die Weiterfahrt untersagt und eine Blutprobe entnommen wurde. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet./pidn (Polizeidirektion Pirmasens)