66.000 Euro Mehrkosten für Abbruchmaterial zu entsorgen

4. September 2020
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HAUENSTEIN. 66.000 Euro mehr als erwartet muss die Ortsgemeinde Hauenstein aufbringen, um das auf dem Bauplatz der künftigen Kita angefallene und auf dem Parkplatz Farrenwiese zwischengelagerte Abbruchmaterial zu entsorgen. Mit den Mehrkosten will sich der Rat, der am Dienstagabend tagte, freilich nicht abfinden.

Die Vorgeschichte: Um den Standort der künftigen Kita baureif zu machen, musste die ehemalige Süddeutsche Schuhfabrik abgerissen werden. Im Vorfeld war das Abriss-Objekt gutachterlich auf Schadstoffe überprüft und das Material entsprechend getrennt entsorgt worden. Vermeintlich unbelastetes Material hatte man auf dem Parkplatz Farrenwiese zwischengelagert, auch weil man davon ausgegangen war, dass das Sand-Stein-Gemisch bei der Modellierung des Geländes weiter verwertet werden könnte.

Nun hat sich freilich herausgestellt, dass knapp 1.000 Tonnen des Materials am Bauplatz nicht mehr eingebracht werden können und deshalb abgefahren werden müssen. Eine erneute Beprobung dieser Menge ergab aber eine „geringfügige Überschreitung“ des zulässigen Sulfat-Gehalts, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Und das führte zu einer Einstufung des Abbruchmaterials in die nächsthöhere Schadstoffklasse, weshalb es nun auf Anweisung der SGD Süd entsorgt werden muss.

Man erhofft sich freilich eine Reduzierung der Kosten dadurch, dass das Material vor der Abfuhr gesiebt wird: „Man kann davon ausgehen, dass rund 40 Prozent des beim Sieben anfallenden Materials unbelastet ist. Das ließe sich, wenn es denn tatsächlich unterhalb des Grenzwertes liegt, bei der angedachten Sanierung der Farrenwiese einbauen“, sagte Zimmermann.

Aus dem Rat wurden kritische Stimmen laut: „Wenn fast 1000 Tonnen nicht –wie vorgesehen- am Baugelände wieder eingebaut werden können, dann liegt da eine massive Fehleinschätzung der ausführenden Firma vor“, monierte Patrick Stöbener (FWG). Wie Norbert Barthelmes (FWG) kritisierte er auch, dass wohl auch das die Abbruchmaterialien prüfende Ingenieurbüro „nicht sauber gearbeitet“ habe. Der Beigeordnete Stefan Kölsch (Grüne) betonte, dass sich der Rat „auf vorliegende Gutachten verlassen“ müsse und schlug vor, den Gutachter zur Rechenschaft zu ziehen.

Der Rat folgte schließlich Zimmermanns Beschlussvorschlag: Bei einer Gegenstimme wurde der Auftrag zur weiteren Behandlung an den günstigsten Bieter, die Waldhambacher Firma Schlink, vergeben, das „sicher verwertbare“ Material soll nach einer erneuten Prüfung am Parkplatz Farrenwiese weiterverwendet und die kontaminierte Menge entsorgt werden. Und: Es soll geprüft werden, ob ein Anspruch auf Regress besteht.

Der Rat vergab am Dienstagabend auch Aufträge für den Bau der Kita, wo mittlerweile

das Schnurgerüst steht und mit der Verlegung der Grundleitungen begonnen wurde. Die Gerüstbauarbeiten wurden an die Firma Braun (Ramstein-Miesenbach) zum Angebotspreis von 45.000 Euro vergeben. Die Fenster liefert die Firma Reco (St. Wendel) zum Preis von knapp 160.000 Euro, die Stahlbauarbeiten führt die Firma Rung (Waldfischbach-Burgalben) für 122.000 Euro aus, für rund 44.000 Euro baut die Firma Kone (Heusweiler) den Aufzug ein.

Die eigentlich vorgesehene Auftragsvergabe für die Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroarbeiten sowie für den Einbau der Küche wurden an den Bauausschuss überwiesen. Hier will man dann vor der Vergabe gemeinsam mit Kita-Leitung, Planern und Bauverwaltung auch Details der Aufträge diskutieren. Wie Ortschef Zimmermann mitteilte, liege man in der Summe der bisher vergebenen Aufträge „erfreulicherweise“ um 64.000 Euro unter den erwarteten Kosten. (ran)

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Betrunken und berauscht mit dem Auto unterwegs
Dahn (ots) - In der Nacht von Freitag, den 02.10.20, auf Samstag, den 03.10.20, gegen 01:00 Uhr kontrollierten Polizeibeamte der Dahner Polizei einen 20-jährigen Fahrzeugführer in seinem Mercedes-Benz. Der junge Fahrer war in Dahn unterwegs, als die Beamten bei der Verkehrskontrolle deutlichen Alkoholgeruch wahrgenommen hatten. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,12 Promille. Zudem stellten die Beamten fest, dass der 20-jährige offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Dem Fahrer wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen. Der Führerschein und Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. Der Fahrer muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Daneben kommen weitere Ermittlungen wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz auf ihn zu. //pidn (Polizeidirektion Pirmasens)