71.000 Euro Fördermittel für die Umgestaltung des Deutschen Schuhmuseums.

23. Juli 2020
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Foto: Staatssekretär Denis Alt aus dem Mainzer Wissenschaftsministerium (3.v.r) überreichte einen Förderbescheid des Landes über 71.000 Euro für das Deutsche Schuhmuseum – zur offensichtlichen Freude von (v.r.) MdL Christof Reichert, Ortsbürgermeister Michael Zimmermann, Gerhard Seibel von der Museumsleitung, Bürgermeister Werner Kölsch, dem Kreisbeigeordneten Peter Spitzer und dem Ortsbeigeordneten Markus Pohl. (ran)

HAUENSTEIN. Am Montagvormittag überreichte Denis Alt, Staatssekretär im Mainzer Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, einen Förderbescheid des Landes Rheinland-Pfalz über rund 71.000 Euro für die Umgestaltung des Deutschen Schuhmuseums. Das Ministerium würdige und unterstreiche mit der Förderung die „deutschlandweite Bedeutung des Museums“, das so geschickt Industrie-, Sozial- und Heimatgeschichte kombiniert.

Die Förderung sei für das Land auch ein „Kraftakt“, betonte der Staatssekretär bei der Übergabe an Ortsbürgermeister Michael Zimmermann und Gerhard Seibel, den stellvertretenden Vorsitzenden des Stiftungsrates des Museums. Der Zuschuss zu den Umbaumaßnahmen sei aber, so der Staatssekretär „gut angelegtes Geld“. Der Förderantrag aus Hauenstein sei vom Museumsverband Rheinland-Pfalz fachlich geprüft und befürwortet worden, zumal auch Mittel in die Barrierefreiheit der Ausstellung fließen.

MdL Christof Reichert regte eine „weitere gute Tat des Landes“ an: Wichtig für die Einrichtung wäre eine laufende Förderung aus Landesmitteln, zumal das Schuhmuseum in vielerlei Beziehung „herausragende Bedeutung für die Region“ habe. Gerhard Seibel bezifferte den Etat des Museums auf rund 220.000 Euro und stellte hier das Deutsche Ledermuseum in Offenbach/Main gegenüber, das zwar nur die Hälfte der Besucher verzeichne, aber einen um das drei- bis vierfache höheren Etat verwalte. Ortschef Michael Zimmermann unterstrich vor diesem Hintergrund, dass das Hauensteiner Museum nicht unerheblich durch ehrenamtlichen Einsatz getragen werde.

Wie mehrfach berichtet, ist am Museum eine umfängliche Sanierung vorgesehen: Neben der Aufbereitung der Ausstellung unter modernen museumsdidaktischen und –pädagogischen Aspekten stehen bauliche Maßnahmen an, unter anderem die Verlegung des Eingangsbereichs und die Schaffung einer dauerhaften Unterstellmöglichkeit für den Weltrekordschuh sowie die Sanierung von Dach, Fenstern und Außenfassade. Für diese Maßnahmen, für die Kosten von rund 627.000 Euro ermittelt worden waren, fließen 330.000 Euro aus dem Topf des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ in das Museum, das in einem herausragenden Beispiel der Bauhaus-Architektur beheimatet ist. (ran)

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