„Auf Schusters Rappen“ durch die Hauensteiner (Schuh-)Geschichte

26. Februar 2021
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HAUENSTEIN. Als „Weg ins Dorf“, als „Schuhweg“ und als „Themenweg“ war er seit mehreren Jahren im Gespräch. Jetzt steht jener Weg, der die Schuhmeile mit dem Ortskern und dem Deutschen Schuhmuseum verbinden soll, vor der Vollendung. Und er hat einen Namen: „Auf Schusters Rappen“ heißt die 2.200 Meter lange Tour, die an mehreren Stationen die Hauensteiner (Schuh-)Geschichte veranschaulichen und Schuhkunden ins Dorf locken soll.

Der Weg führt von der Schuhmeile über die Bahnhof-, Pirminus- und Marienstraße zur Christkönigskirche und von dort über Kirchstraße, Marktplatz, Haupt-, Schul- und Burgstraße zum Endpunkt Schuhmuseum. Entlang des Weges sind an sieben Stationen bereits historische Schuhmaschinen installiert, an drei Stellen steht der viel diskutierte überdimensionale rote Pumps.

Es fehlen noch die Hinweisschilder, die die Maschinen erläutern und auch den einen oder anderen Ausflug in die spezielle Hauensteiner Schuhgeschichte, die nun 135 Jahre währt, unternimmt. Die etwa DinA4 großen Tafeln, die auf einem Edelstahlträger montiert sind, werden in den nächsten Tagen installiert werden. Darüber informierte Ortschef Michael Zimmermann. Die Entwürfe der Schilder waren den Mitgliedern des Ortsgemeinderates digital vorgestellt worden. Kritik daran habe es nicht gegeben.

Ein Blick auf die Info-Tafeln: Sie sind mehrfach gegliedert. Zunächst gibt es knappe Daten zu der ausgestellten Maschine. Baujahr, Hersteller und die Antriebstechnik werden genannt. Eine Zeitleiste verortet die Maschine dann im Ablauf der Schuhherstellung zwischen Modellieren, Zuschneiden, Steppen, Montieren und Fertigmachen. Ein knapper Text erläutert die Funktionsweise der Maschine. Die Reihenfolge der von einem Team aus Ratsmitgliedern und Schuhfachleuten ausgewählten Maschinen entlang des Weges sollen in etwa dem Produktionszyklus eines Schuhs folgen, ein anspruchsvolles Vorhaben, das aber nicht durchgängig gelingt.

Manche der Texte gehen über die Beschreibung der Maschinen hinaus, etwa, wenn auf die Auswirkungen der örtlichen Schuhindustrie auf die Entwicklung der Einwohnerzahlen verwiesen wird, wenn am Beispiel einer Steppmaschine auf die Bedeutung der zahllosen Heimarbeiterinnen hingewiesen oder an der Zwickmaschine die besondere Rolle der Zwicker in der Hierarchie der Fabrikarbeiter erläutert wird.

Alle Tafeln sind mit einem passenden historischen Foto versehen. Noch im Entstehen: Über einen QR-Code kann bald zu jeder Station ein Video abgerufen werden, das als „lebendige Schuhgeschichte“ über besondere Aspekte der Schuh- und Ortsgeschichte erzählt. So über die Gründer der Hauensteiner Schuhindustrie, Karl-August und Anton Seibel, über die nicht einfachen Arbeitsbedingungen in den Schuhfabriken, über die „Zwickergilde“ als „harte Arbeiter mit großem Durst und vielen Sonderrechten“ oder über das „ganze Dorf in Schrecken“, als es ein „Feuerteufel“ vor allem auf Schuhfabriken abgesehen hatte. Die Tafeln bieten auch per QR-Code eine Übersetzung ins Englische und Französische –bei den Videos mit Untertiteln- an.

Um den Weg zu komplettieren, werden zur Wegeführung auch noch Fußspuren auf den Bürgersteigen eingelassen. Dass „Auf Schusters Rappen“ keineswegs als statisches Projekt behandelt werden soll, bestätigte Ortschef Michael Zimmermann. Das sei schon ein Projekt, „das sich ständig weiterentwickeln kann und in das neue Ideen einfließen können“, unterstreicht Zimmermann. So wäre auch eine Verbindung mit den großen Fototafeln mit historischen Ansichten, die im Dorf zur Erinnerung an die früheren Gebäudeensembles aufgestellt wurden und werden, denkbar. (ran)

Einhandmesser bei Verkehrskontrolle aufgefunden
Hauenstein, Hinterweg (ots) - Am Freitag, den 05.03.2021 gegen 17:00 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Dahn in Hauenstein im Hinterweg einen Opel Astra. Da der 31-jährige Fahrzeugführer aus dem Raum Südlich Weinstraße durchweg unkooperativ und unterschwellig aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten agierte und eine Überprüfung ergab, dass der Mann kein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei ist, wurde er vor Ort durchsucht. Hierbei entdeckten die Beamten ein Einhandmesser. Da der Mann kein berechtigtes Interesse zum Führen des Messers vorweisen konnte, wurde es beschlagnahmt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. /pidn (Polizeidirektion Pirmasens)
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Illegales Autorennen
Annweiler, B48 (ots) - Am 07.03.2021 gegen 17:00 Uhr kam es zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen auf der B48 zwischen Hofstätten und dem Bereich Annweiler Forsthaus. Vier hochwertige, hochmotorisierte Fahrzeuge sollten an dem Rennen beteiligt gewesen sein. Zwei gefährdete Verkehrsteilnehmer gaben telefonisch an, dass die "Rennfahrer" anhaltend mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren und teilweise waghalsige Manöver vollzogen hätten. In einem Fall wurde einem Geschädigten die Vorfahrt genommen. Dieser musste stark bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Bei einem weiteren Manöver geriet ein beteiligtes Fahrzeug aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit auf die Gegenspur, sodass ein weiterer Geschädigter ausweichen musste. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Kurven geschnitten, diverse Überholmanöver gefahren und die Fahrzeuge immer wieder auf ein Maximum beschleunigt. Durch eine auf einem Parkplatz positionierte Beifahrerin wurden die Fahrmanöver mit einem Handyvideo festgehalten. Die besagten Fahrzeuge konnten am Parkplatz Johanniskreuz festgestellt und kontrolliert werden. Die Führerscheine der vier saarländischen Fahrer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden sichergestellt. Weiterhin wurde ein am Rennen beteiligter BMW mit 301 PS beschlagnahmt. (Polizeidirektion Landau)
53-Jähriger rastet aus – Polizei setzt Taser ein
Annweiler (ots) - Gegen einen 53-Jährigen musste am Dienstag der Taser eingesetzt werden, nachdem er in seiner Wohnung ausrastete. Gegen 19:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Mann in einer Wohnung in der Wilhelm-Löwe-Straße in Annweiler herumschreien würde und auch Hilfeschreie einer Frau zu hören seien. Als die Polizeibeamten vor Ort kamen, trafen sie den 53-jährigen und seine Mutter an. Der 53 - Jährige war durch die Polizeibeamten nicht zu beruhigen, als er gefesselt werden sollte trat er nach den Beamten und versuchte diese mit der Faust zu schlagen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und des Tasers gelang es den Polizisten die Angriffe des Mannes zu unterbinden und ihn in Gewahrsam zu nehmen. Er wurde im Anschluss in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet. (Polizeidirektion Landau)