Seit 1997 Partnerschaft der Boulefreunde Hauenstein mit der Partnergemeinde Chauffailles

HAUENSTEIN. Die Boulefreunde Hauenstein halten die Partnerschaft mit der Partnergemeinde Chauffailles am Leben. Regelmäßig finden Besuche statt, mal im Wasgau, mal in Südburgund. Jetzt weilte wieder eine 16-köpfige Delegation des Petanque Clubs aus  der Partnergemeinde in der Pfalz und pflegte mit den Boulefreunden „amitié et jumelage“.Die Hauensteiner hatten für ihre Gäste ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Höhepunkte waren neben zwei Grillabenden am Bouleplatz die Wanderung über den Lanzenfahrter Felsen zum Wanderheim Dicke Eiche und die Teilnahme an einem Bouleturnier in Ludwigshafen. Dort spielten 15 Teams, bestehend aus jeweils einem “Chauffaillon” und einem “Hääschdner”, beim sogenannten Sixpack-Cup unter 67 Mannschaften eine gute Rolle. Am besten schnitten Nathalie Feignier und Thomas Merz ab, die alle vier Partien gewannen und den fünften Platz belegten.

Wie gut Verständigung funktionieren kann, auch ohne die jeweils andere Sprache zu sprechen, demonstrierten die Teilnehmer des Partnerschaftsaustauschs sehr eindrucksvoll. „Natürlich verbindet der Sport, das alleine erklärt aber nicht, wie es so viele Menschen schaffen, sich so gut miteinander unterhalten zu können, ohne französisch bzw. deutsch zu sprechen“, konstatierte Thomas Merz nach dem ereignisreichen Treffen.

Die Freundschaft der beiden Boule-Clubs währt nun bereits seit 1997, als die Chauffailler zum ersten Mal der Einladung des damals frisch gegründeten Hauensteiner Vereins folgten. Darauf weist auch der große Banner hin, den die Gäste als Geschenk mitgebracht haben und das künftig das Vereinsheim am „Boulodrome“ zieren wird. Die Freundschaft wird auch weiterhin bestehen, denn die Franzosen sprachen bereits die Einladung zum nächsten Besuch der Boule-Freunde im Jahr 2021 in Chauffailles aus. „Sie werden mit zahlreichen Gästen rechnen dürfen…“, versprachen die Hauensteiner. (ran)




Das von „Aktion Afrika“ mitfinanzierte Ambulanzfahrzeug konnte jetzt seinen Dienst aufnehmen

HAUENSTEIN. „Endlich, endlich“, atmete Alfred Busch, Vorsitzender der Hauensteiner „Aktion Afrika“, auf: Am Montag erreichte den kleinen Verein die Nachricht, dass das Ambulanzfahrzeug, das die Gruppe mitfinanzierte, endlich seine Zulassung von der kenianischen „National Transport and Safety Authority“ erhalten hat und nunmehr seinen Dienst in der medizinischen Versorgung von abgelegenen Maasaidörfern aufnehmen kann.

Ernüchterung herrscht bei den Aktiven indes darüber, dass der kenianische Staat „extrem hohe Gebühren“ für die Einfuhr des Fahrzeugs kassiert hat, wie Busch mitteilt. „Dafür fehlt uns gerade wegen des caritativen Hintergrunds jedes Verständnis“, stellt Rechner Gerhard Seibel fest. Father Firminus Shirima vom Medical Health Center der Apostles of Jesus, das das Ambulanzfahrzeug nutzen wird, hatte in seinen Emails in den vergangenen Wochen immer wieder über bürokratischen Hürden und auch von Korruption gesprochen.

Der Verein hat in dieser Frage Beratung bei Monsignore Pirmin Spiegel, dem pfälzischen Präsidenten des Hilfswerks Misereor, gesucht. Er kenne ähnliche Fälle, ließ er wissen, und empfahl, die deutsche Botschaft in Nairobi einzuschalten. Das wird der Hauensteiner Verein auch tun und wird auch Kontakt zur kenianischen Botschaft in Berlin aufnehmen. „Die Hoffnung auf eine Reduzierung der Gebühren, die unser Partner tragen muss, ist sehr gering. Aber wir wollen die Angelegenheit so nicht auf sich beruhen lassen.“

Bei allem Ärger: Bei der Hauensteiner Gruppe, die sich um mehrere Projekte in Kenia und Tansania kümmert, überwiegt die Freude darüber, dass nach langen Monaten der Vorbereitung und Realisierung das Fahrzeug endlich seinen Dienst in den schwer zugänglichen Dörfern des Maasai-Gebiets in den Ngong Hills südlich von Nairobi aufnehmen kann.

Seit Sommer 2017 hatte die Aktion Afrika zielstrebig das Projekt verfolgt und hatte mit der österreichischen MIVA schließlich einen Partner gefunden, der die Hälfte der Kosten von rund 35.000 Euro für den Toyota Landcruiser übernahm. Rund 17.500 Euro konnte der Verein dank vieler großer und kleiner Spenden aufbringen. Father Firminus bedankte sich immer wieder bei „allen, die so großzügig und großherzig geholfen haben, diesen wichtigen Dienst für die Armen zu ermöglichen. Möge Gott jeden einzelnen segnen.“

Während dieses Projekt, das die Gruppe fast zwei Jahre lang beschäftigte, nun abgeschlossen ist, läuft die Unterstützung für die anderen Partner weiter. Unlängst konnte Alfred Busch Schwester Genovefa beim Hungermarsch in Landau erneut 3.000 Euro übergeben. Mit der Spende wird der Fonds aufgefüllt, den die „Aktion Afrika“ mit dem Ziel aufgelegt hat, den „Ärmsten der Armen“, in deren Hütten es am Notwendigsten fehlt,   Unterstützung zukommen zu lassen, für Medikamente, Schulgeld und auch für Nahrungsmittel, wenn es daran fehlt. Mit Spenden aus dem „Gääße unn Hiehner“-Projekt baut die Ordensfrau derzeit übrigens mit der Unterstützung eines Landwirtschaftsberaters eine Hühnerzucht in ihrem Zentrum „Shelter of Hope“ bei Voi in Kenia auf.

Ähnliches hat Sister Salome vor, die in Kitale  –rund 300 Kilometer nordwestlich von Nairobi- eine Schule aufbaut. In einen frisch gebauten Hühnerstall sind bereits 200 Küken eingezogen. Mit einer Spende von 3.000 Euro, die sie im Februar aus Hauenstein erhielt, hat sie begonnen, einen weiteren Klassensaal zu bauen. Das Geld reichte unter anderem für die Außenwände. Das Dach fehlt freilich noch. Auch dafür werden die Hauensteiner aufkommen. „Einen Kostenvoranschlag haben wir angefordert und werden tätig, wenn unsere Mittel ausreichen“, sagte Jutta Seibel, die stellvertretende Vorsitzende der Aktion Afrika.

Die Finanzierung der Projekte erfolgt über eigene Aktionen des rund 50 Mitglieder zählenden Vereins und durch Spenden, die von vielen Freunden der „Aktion Afrika“ eingehen. Dass sie im Sinne der Geber verwendet werden, das „ist uns Verpflichtung“, sagt Alfred Busch.  „Darüber legen unsere Partner auch detailliert in ihren ,Reports‘ Rechenschaft ab, sodass wir uns von der Wirksamkeit unserer Hilfe überzeugen können.“ Weitere Spenden sind natürlich immer willkommen. (ran)

 

Info: Spendenkonto der Aktion Afrika, Volksbank Südliche Weinstraße – Wasgau,

IBAN DE86 5489 1300 0071 8473 06




Abrissarbeiten an der alten THW – Unterkunft sind abgeschlossen

HAUENSTEIN. Die nächsten Schritte zur Realisierung einer neuen Unterkunft für den Ortsverband Hauenstein des Technischen Hilfswerks (THW) sind gemacht. Die Abrissarbeiten an der alten Unterkunft sind abgeschlossen, derzeit wird das Planum hergestellt. Und am 20. Juli soll in feierlichem Rahmen der erste Spatenstich erfolgen.

Anfang Mai war mit dem Rückbau des Gebäudes begonnen worden. Zunächst waren –zumeist in Handarbeit-  Metall- und Holzteile aus den Gebäuden sowie aus der Dacheindeckung zu entfernen. Mitte Mai konnte sich dann der Abrissbagger über die Gebäude hermachen und das Unterkunftsgebäude, die LKW-Garagen, den hölzernen Geräteschuppen und den Übungsturm beseitigen. Auch die Asphaltflächen wurden entfernt, der große Öltank entsorgt. Mit großen Teilen des anfallenden Bauschutts aus dem  Gebäudeabriss wird nun die bisherige Hoffläche um etwa zwei Meter aufgefüllt und verdichtet.  Mit der Fertigstellung des Planums wird für Ende Juni gerechnet.

Zum ersten Spatenstich am 20. Juli hat der Ortsverband unter anderem den Präsidenten der Bundesanstalt THW, Albrecht Broemme, den Landesbeauftragten Werner Vogt und die Bundestagsabgeordneten der Region eingeladen. Damit wird der offizielle Startschuss zu dem Bau gegeben, der rund 3,2 Millionen Euro kosten wird. Bauherr des Gebäudes ist die Bundesanstalt für Bundesimmobilien (BIMA), die die Firma Wolf & Sofsky aus Zweibrücken als Generalunternehmer für das Projekt beauftragt hat. Bis Ende des Jahres soll das neue Gebäude unter Dach sein, damit dann im Trockenen der weitere Innenausbau erfolgen kann, hatte der Ortsbeauftragte des THW, Klaus Schwarzmüller mitgeteilt.

Die Pläne sehen vor, dass die neue THW-Heimat auf dem Platz der bisherigen Unterkunft entstehen, aber näher an die Pirminiusstraße heranrücken und deren Verlauf weitgehend und bis zur bestehenden Einfahrt des Feuerwehrgerätehauses folgen wird. Von der Pirminiusstraße aus wird ein langgezogener eingeschossiger Baukörper zu sehen sein, in dem die Büros und Funktionsräume untergebracht werden. Das Untergeschoss wird in die Böschung hineingebaut und kann so von Nord-Osten her ebenerdig angefahren werden. Hier entstehen  zehn Garagen für die Einsatzfahrzeuge des THW.

Mit dem Baubeginn geht eine Vorbereitungszeit von rund 10 Jahren zu Ende, findet eine fast  unendliche Geschichte nach vielen Gesprächen, nach zwei aus verschiedenen Gründen wieder verworfenen Planungen und vielen Enttäuschungen nun doch ein glückliches Ende. Zur Realisierung hatte es viele Ansätze, in die auch mehrfach der Präsident der Bundesanstalt THW, Albrecht Broemme, und MdB Anita Schäfer involviert waren, gegeben.

Schon seit Sommer vergangenen Jahres ist der THW-Ortsverband in einer Übergangsunterkunft in der Bahnhofstraße untergebracht. Die Helfer des THW hatten sie selbst  in einer mehrmonatigen Umbauphase für die Zwecke des THW hergerichtet. Trotz Umbau und aufwendigem Umzug in die provisorische Heimat war der Technische Zug zu jeder Zeit einsatzbereit. (ran)

 




Marco Weschler – „Hawaii ist für jeden Triathleten das Größte“

HAUENSTEIN. Da hat sich einer einen Traum erfüllt: Marco Weschler, in Hauenstein aufgewachsen und mittlerweile in Klingenmünster wohnender Triathlet, hat bei den  Ironman- Europameisterschaften in Frankfurt die Qualifikation für die Ironman World Championships auf Hawaai, die legendäre Mutter aller Triathlons, geschafft. „Hawaii ist für jeden Triathleten das Größte“, freut sich der  für den TV Hatzenbühl startende Athlet.

Am vergangenen, glühend heißen Sonntag war der 42-Jährige schon vor sieben Uhr in den Langener Waldsee gestiegen, hatte im fast 25 Grad warmen Wasser –wegen der hohen Temperaturen waren die etwas Auftrieb verschaffenden Neoprenanzüge untersagt- 3,8 Kilometer in 1:01:08 Stundenzurückgelegt, hatte dann mit dem Fahrrad nach einer Anfahrt von 15 Kilometern vom See nach Frankfurt zwei je 85 Kilometer lange Schleifen hoch Richtung Taunus und zurück nach „Mainhattan“ in 5:13:19 Stunden gestrampelt und schließlich einen Marathon auf einem Stadtparcours mit vier Runden zu je 10,5 Kilometern Länge mit einer Zeit von 3:43:48 Stunden absolviert.

„Beim Schwimmen habe ich mich sehr wohl gefühlt, bei der zweiten Runde auf dem Rad machte dann die Hitze und der Gegenwind enorm zu schaffen“, berichtet der  Familienvater, bei dem sich bald auch Magenprobleme einstellten, „vielleicht, weil ich bei der Hitze Unmengen getrunken habe“. Die erste Laufrunde sei „rund“ gelaufen, aber dann habe er sich „ins Ziel kämpfen“ müssen, erzählt er. Da sei die Unterstützung durch das riesige Publikum am Straßenrand sicher eine Hilfe. „Und nicht zuletzt hat mich auch die Anfeuerung der Familie ins Ziel getragen.“ Überhaupt: „Ohne die Unterstützung meiner Frau Nina wäre mein Hawaiitraum nicht möglich gewesen“, sagt Marco.

Im Ziel blieb die Uhr für den Pfälzer bei insgesamt 10:06:01 Stunden stehen. Das bedeutete in im Gesamtklassement den 107. Platz unter 2064 Startern. In der Altersklasse AK 40/44 belegte Weschler den 10. Platz. Und weil in dieser Altersklasse die elf besten Finisher die Quali schafften, brachte das Ergebnis das begehrte Ticket nach Hawaii. Nicht nur deshalb: „Der Ironman in Frankfurt ist eine ganz tolle Veranstaltung und macht einfach auch wegen des Ambiente Riesenspaß“, resümierte Weschler, der nach 2012 und 2017 zum dritten Mal am Main an den Start gegangen war.

Weschler, Familienvater und Abteilungsleiter bei Möbelbauer Nolte in Germersheim, ist eigentlich ein sportlicher „Spätberufener“:  „Ich habe erst als 29-Jähriger den Sport und da zuerst das Laufen für mich entdeckt.“ Am Hauensteiner Schwimmbad, wo er als Mitglied der DLRG öfter trainierte, traf er dann auf Harald Seibel,  Roland Messemer und Bernhard Scheib, die ihm den Triathlon schmackhaft machten. „Im Frühjahr 2007 habe ich mir ein Rad gekauft, habe trainiert und bereits im Frühsommer den Kurztriathlon in Mußbach (1,5 – 40 – 10) mitgemacht“, erinnert er sich. „Es lief zwar mehr schlecht als recht, vor allem der Aufstieg mit dem Rad zur Kalmit war schwierig. Aber es hat richtig Spaß gemacht.“

Und seither ist er begeisterter Triathlet. Vier bis fünf Wettkämpfe macht er pro Jahr. 2009 wagte er sich in Roth bei Nürnberg zum ersten Mal auf die Langdistanz (3,8 – 180 – 42), die er allerdings eher zögerlich –„alle zwei, drei Jahre ein Wettkampf“- angeht. Als Sieger absolvierte er den Sprint-Triathlon (0,5 – 20 – 5) in Schifferstadt, in Herxheim schaffte er es aufs Treppchen. Und in diesem Jahr wurde Marco in Maxdorf Rheinland-Pfalz-Meister seiner Altersklasse über die Mitteldistanz (2 – 85- 20).

Nach der Hitze-Tortur in Frankfurt legt er jetzt erstmal eine zweiwöchige Ruhephase ein, um dann wieder ins Training einzusteigen: Sein Trainingsplan sieht pro Woche drei bis sechs Kilometer Schwimmen im Herxheimer Waldbad, 300 bis 600 Kilometer mit dem Rad und 70 bis 100 Kilometer Laufen. Die Radkilometer summieren sich unter anderem deshalb, weil er den Weg zur Arbeit zumeist strampelnd zurücklegt. Am Wochenende ist er immer wieder auch in der alten Heimat –auf dem langen Aufstieg zum Hermersbergerhof beispielsweise- unterwegs, gerne aber auch auf den flacheren Strecken der Vorderpfalz. „Ich hoffe, dass ich  die Monate bis zum Abenteuer Hawaii gesund überstehe und das Training unverletzt absolvieren kann.“

Jetzt also beginnt die Vorbereitung auf Hawaii, wo das legendäre Rennen am 12. Oktober gestartet wird. „Der Ironman in Frankfurt mit seinen extremen Temperaturen hat ja schon einen Vorgeschmack auf Hawaii gegeben. Dort ist es möglicherweise noch heißer und vor allem schwüler. Es wird eine Herausforderung werden“, ist sich Weschler sicher, der Sponsoring für das Abenteuer Hawaii „wertschätzen würde“. Vor allem aber überwiegt jetzt die Freude: „Ich freue mich riesig darauf, dieses legendäre Sportereignis erleben zu dürfen, es genießen zu können und das Ziel in Kona als Finisher zu erreichen.“ (ran)




Die Hauensteiner Friedenskirche soll aufgegeben werden

HAUENSTEIN. Die Gremien der katholischen Pfarrei St. Katharina von Alexandrien haben beschlossen, die Hauensteiner Friedenskirche als Gottesdienstort aufzugeben. Wie Pfarrer Gerhard Kästel, der Ende des Monats seinen Ruhestand antritt, bestätigte, haben sich Gemeindeausschuss, Pfarreirat und Verwaltungsrat jeweils mehrheitlich für eine Aufgabe des Gotteshauses, das wohl abgerissen werden wird,  ausgesprochen.

Auf Anfrage informierte Pfarrer Kästel darüber, dass die Pfarrei in einem Schreiben an den Speyerer Bischof Karl Heinz Wiesemann um die Profanierung der Friedenskirche gebeten habe. Unter „Profanierung“ ist die Aufhebung als geweihtes Gotteshaus zu verstehen. Die Pressestelle des Bistums hat auf unsere Nachfrage mitgeteilt, dass der Antrag der Pfarrei in Speyer eingegangen sei: „Der Bischof wird dazu noch vom Priesterrat beraten und wird dann eine Entscheidung treffen. Einen Termin oder Zeitplan gibt es noch nicht“, ließ der Pressesprecher des Bistums, Markus Herr, wissen.

Die Kirche wird nicht nur einfach „stillgelegt“. Vielmehr hat die Deutsche Bischofskonferenz im Jahr 2003 für die Profanierung von Kirchen die Arbeitshilfe „Umnutzung von Kirchen – Beurteilungskriterien und Entscheidungshilfen“ vorgelegt. In dem knapp 30 Seiten umfassenden Papier wird auch der Ritus der Profanierung, die im Rahmen eines letzten Gottesdienstes vollzogen wird, genau beschrieben. Weil die Entscheidung zur Profanierung der Kirche in die Kompetenz des Bischofs falle, sei es „angemessen“, so lesen wir, dass „der Bischof selbst dem Gottesdienst anlässlich der  Profanierung vorsteht“.

Die Arbeitshilfe schlägt vor, dass in der entsprechenden letzten Messe, die „mit aller Feierlichkeit“ und in einer festlich geschmückten Kirche gefeiert werden soll, nach dem Schlussgebet das Profanierungsdekret des Bischofs verlesen wird. Danach wird das Ziborium, der Kelch mit den konsekrierten Hostien, aus dem Tabernakel geholt und auf den Altar gestellt, mit Weihrauch „inzensiert“ und schließlich in einer kleinen Prozession zum Portal der Kirche gebracht. Anschließend löscht der Bischof das „Ewige Licht“,  segnet die Gemeinde und entlässt sie. Der Auszug erfolgt in Stille.

Die Handreichung der Bischofskonferenz beschreibt auch, was mit den übrigen sakralen Gegenstände –dazu zählen unter anderem Altar, Ambo, Tabernakel, Taufbecken,  Beichtstuhl,  Kreuzweg,  gegebenenfalls auch Orgel und Glocken-  zu geschehen hat. Sie seien „aus der profanierten Kirche zu bergen und einer anderen liturgischen Verwendung zuzuführen“. Nicht zuletzt: „Das Material, aus dem der Altar errichtet wurde, soll nicht zu profanen Zwecken verwandt werden.“ „Wünschenswert“  sei, so schließt der Text, dass an dem Ort, wo die profanierte Kirche gestanden hat, „eine Gedenktafel bzw. ein Kreuz errichtet wird“.

Dass die Gremien der Pfarrei die Profanierung beantragt haben, ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Dach und Fassade des 1972 eingeweihten Gotteshauses so immense Schäden aufweisen, dass zu deren Beseitigung rund 600.000 Euro aufzuwenden wären. Bei einer Pfarrversammlung am 10. März war die Gemeinde von der Pfarreileitung und vom bischöflichen Bauamt über die bauliche Misere informiert worden.

Dabei hatte sich auch unter den Pfarrangehörigen die Tendenz gezeigt, dass es auch vor dem Hintergrund der auch nach einer Sanierung weiterhin zu schulternden Folgekosten sinnvoll sei, das Sakralgebäude abzureißen (wir berichteten am 12. März). Ein Vorschlag aus der Mitte der Pfarrei, ein Hospiz einzurichten, wurde zwar geprüft, fand aber weder in den Gremien noch in Speyer Zustimmung.

Wie es nach der Profanierung weitergeht, das ließ Pfarrer Kästel, der am 31.07. von der Pfarrei verabschiedet wird, im Gespräch mit der Rheinpfalz noch offen. „Die Pfarrei wird erst nach der Profanierung, die wohl erst in einigen Monaten stattfinden wird, Gespräche mit der Ortsgemeinde aufnehmen können, wie weiter verfahren wird“, sagte er. Denn: Die Gemeinde hatte der Pfarrei das Grundstück zum Bau der Friedenskirche an der Waldenburger Straße geschenkt. Gespräche mit der Gemeinde über den zu erwartenden Abriss und die weitere Verwendung des Geländes wird dann Pfarrer Ulrich Nothhof, der am 01. September Kästel nachfolgt, führen. (ran)




„Mit dem Mofa durch den kulinarischen Jahreskreis“

HAUENSTEIN. Die „Zündkatzen“ sind als kommunikative, kreative, manchmal auch schräge Frauengruppe bekannt, die die Liebe zu den klassischen Mofas verbindet, die aber auch immer wieder abseits von Zweitaktern, von Schrauberei und Ausfahrten für eine Überraschung gut ist. Jetzt hat die Hauensteiner „Mofagang“ ein Kochbuch herausgegeben: Unter dem Titel „Mit dem Mofa durch den kulinarischen Jahreskreis“ und auf 114 hübsch aufgemachten Seiten geben sie Einblick, was Zündkatzen kochen und backen, mischen und brauen, essen und trinken…

Dass die Liebe zum Mofa, jenen in der Regel betagten Zwittern aus Fahrrad und Moped, die gerade mal 25 Sachen auf den Tacho bringen, und die Freude am Kochen zusammenfanden, hat einen einfachen Grund, wie wir lesen: „Jedes Mal, wenn etwas Entscheidendes im Leben der Zündkatzen geschieht, ist auch ein spezielles Gericht damit verknüpft“, heißt es im Vorwort. Und später: „Mofa bleibt Mofa. Ohne Elektronik. Retro. Analog. Und so geht es uns auch beim Kochen, Backen oder Bierbrauen. Selbst gebastelt funktioniert und schmeckt immer noch am besten!“

Ohne Expertise geht es freilich nicht: Mit Jule Backenstraß zählt schließlich auch eine gelernte Köchin zum Autorinnentrio. Die „Präsidentin“ der Zündkatzen wird als die „Gewürzmischung dieses Buches“ vorgestellt. Katrin „Katz“ Graf, die Lehrerin und Musikerin im Team, sorgt für auflockernde „Geschichten und Anekdoten“, die den Jahreskreis der „Zündkatzen“ bestimmen, und Mona Dech schließlich wird als „Kreative der Katzen“ beschrieben: Sie ist studierte Modedesignerin und mit für das Layout des Buches verantwortlich.

Zur Sache: Die "Zündkatzen"
Zu den Zündkatzen zählen außer dem Autoren-Trio sechs weitere junge Frauen. Seit ihrer Gründung 2013 ist die „Gang“ immer wieder gut für Aktionen, die Aufsehen erregen und auch auf breite Presseresonanz stoßen – bis hin zu „Spiegel Online“: So finanzierten sie über Benefiz-Veranstaltungen und über eine Crowd-Funding-Aktion einen Lift für ein behindertes Mädchen, sie organisierten ein „Mofastival“, zu dem zahlreiche Mofafreaks aus ganz Deutschland und der Schweiz in Hauenstein zusammenkamen, sie waren Teil einer „Doku-Soap“ von RTL und traten in der SWR-Show „Sag‘ die Wahrheit“ auf. Man darf gespannt sein, was als Nächstes kommt…(ran)

Die Seiten des Buches sind optisch bunt und abwechslungsreich gestaltet, bieten für jeden Monat neben den einleitenden Storys aus dem Zündkatzen-Leben jeweils meist den Jahreszeiten angepasste Aperitifs, Vor- und Hauptspeisen sowie einen Nachtisch: Sie werden mit der Zubereitungsdauer („Fahrzeit“), dem Schwierigkeitsgrad („Gelände“), mit Zutaten und Zubereitung vorgestellt. Fotos von Mofa-Events und von fertigen Gerichten ergänzen die Seiten.

Unter den vielen Rezepten findet sich Ausgefallenes wie der als „Helfer in allen Lebenslagen“ gewürdigte „Eisgutselschnaps“, der „auf einer Basis von 40 Stück Gletscher Eisbonbons“ angesetzt wird, Exotisches wie „McBeths Mangold-Linsen-Curry“, überaus Alltägliches wie Flammkuchen –freilich im „Zündkatzenstyle“- oder Ravioli „Katzengold“. Und es findet sich auch das eine oder andere aus der traditionellen Oma-Küche: die „Pälzer Grumbeersupp“ etwa und „Rostige Ritter“. Veganes ist dabei wie die „Bohnenburgerpatties“ und Fleischlastiges wie der Hasenbraten „Road Kill“, Scharfes wie die Pizza „I will survive“ oder Süßes wie die „Zimtkatzen“.

Ein Jahr lang habe man an dem Kochbuch gearbeitet und die Rezepte bei den verschiedensten Mofa-Ereignissen ausprobiert, berichtet Katrin Graf. Das Buch, das im Come-On-Media-Verlag in Gerlingen erschienen ist, wird über den Buchhandel vertrieben und ist unter der ISBN 978-3-946650-06-5 zu haben. Es kostet 15,50 Euro.




Außergewöhnlich, ausgefallen und speziell – das „Tallbike“

HAUENSTEIN. Manchmal, wenn man auf Hauensteins Straßen unterwegs ist, muss man schon zweimal gucken: Da taucht doch ein Fahrrad auf, dessen Fahrer knappe zwei Meter über dem Straßenniveau sitzt und aus dieser hoher Warte ein nicht alltägliches Gefährt sicher durch den dörflichen Verkehr dirigiert:  Wolfgang Seibel, Fahrrad- und Rollerexperte, Dauerläufer und Tüftler, liebt es, immer wieder auch mal mit eher exotischen Fahrzeugen unterwegs zu sein. Und das „Tallbike“, wie Fahrradenthusiasten das „hohe Rad“ nennen, ist nicht das einzige Rad aus Seibels Fundus, das auffällt…

Außergewöhnlich, ausgefallen und speziell: So lässt sich das „Tallbike“, mit dem Seibel ab und an die Straßen der Wasgaugemeinde befährt, beschreiben. Er hat es aus zwei aufeinander geschweißten  Rahmen zusammengesetzt. Und so wirkt es wie ein zweistöckiges Fahrrad.  Wie kommt man da in den hohen Sattel? Seibel zeigt’s: Er schiebt das Fahrrad an, steigt mit einem Fuß auf eine Rahmenstrebe, dann auf die Pedale, schwingt das Bein über den Sattel und schon sitzt er drauf.

„Das sieht alles viel komplizierter aus als es tatsächlich ist“, lacht er und zeigt’s gleich nochmals, ehe er mit dem Bike ein paar Runden im Ortszentrum dreht. Das Tretlager sitzt bei dem Tallbike etwa da, wo sich beim „normalen“ Fahrrad die Sattelstütze befindet. Die Kette läuft von dort nahezu senkrecht zum Ritzel am Hinterrad und treibt das Gefährt an, recht flott und „völlig problemlos“, wie Seibel erzählt.

Und wenn er so unterwegs ist, dann ist das „Doppeldeckerfahrrad“ schon ein besonderer Eyecatcher: „Passanten bleiben stehen, manche lächeln, andere grinsen, mancher zeigt den hoch gestreckten Daumen“, berichtet Seibel von Reaktionen, wenn er mit dem Fahrrad auftaucht. Und was sagt der „Freund und Helfer“? „Ich bin unlängst in eine Kontrolle geraten. Die Beamten haben das Bike sehr genau unter die Lupe genommen, haben nichts gefunden, was nicht erlaubt wäre und haben mich schließlich lachend weiterfahren lassen“, berichtet Seibel.

Denn: „Die Benutzung des öffentlichen Verkehrsraums mit Tallbikes ist erlaubt, solange die Vorschriften für ein verkehrstaugliches Fahrrad nach den einschlägigen Paragrafen der StVO eingehalten werden“, weiß Seibel. An dem Radel sei alles dran, was dran sein muss. „Also ist es verkehrstauglich…“

„Man muss halt vorausschauend fahren“, schränkt er ein. Das Rad sei aber „viel sicherer als man denkt“, sagt Seibel und nennt als Ursache dafür „das Trägheitsmoment. Ein Besenstiel sei z. B. auf der Fingerspitze wesentlich leichter zu balancieren als ein Bleistift, ein stehender langer Stab kippt langsamer als ein kurzer Stab“. Und so sei das Tallbike bei der Fahrt auch stabiler als ein herkömmliches Fahrrad und zeige kaum Kipptendenzen. Schwierig sei es allerdings, das Fahrrad auf etwas schwierigerem Terrain zu bewegen: Deshalb bastelt Seibel  derzeit an einem hohen Mountain-Tallbike, einer statileren und geländegängigen Version also.

Seibel, der sich auch in der regionalen Läuferszene einen Namen gemacht hat und mit dem Tretroller 2008 sogar Weltmeister und zuletzt im vergangenen Jahr Deutscher Meister geworden war, hat Spaß an außergewöhnlichen Gefährten. „Die sehen ja alle irgendwie spektakulär aus. Und ich habe Freude daran, das andere Fahrgefühl, das sie vermitteln, zu erleben und auszuprobieren.“

Und so finden sich in seinem Fuhrpark in seinem Fahrrad- und Tretroller-Fachgeschäft in der Hauensteiner Sommerstraße noch einige andere Spezialräder: ein Ruderrad beispielsweise, das durch einen Bewegungsablauf bewegt wird, der dem Rudern nachempfunden ist und bei dem der Fahrer auf einem „Schlitten“ sitzt oder ein „Elliptigo“, ein Rad mit elliptischem Antrieb, das die Laufbewegung nachahmt und dabei mit dem Rad ein stoßreduziertes  Lauftraining möglich macht. Oder ein Rennrad, das zusätzlich zum „normalen“ Pedalantrieb mit einer Handkurbel angetrieben wird. Oder ein „Lopifit“, ein Fahrrad ohne Pedale, dafür mit einem Laufband: „Da gehst du spazieren und fährst gleichzeitig Fahrrad“, lacht Wolfgang Seibel, der immer auf der Suche nach neuen Trends –viele kommen aus Holland und aus den USA- ist und, wie man sieht, immer wieder fündig wird. (ran)




Die Dachsanierung am Wanderheim „Dicke Eiche“ ist abgeschlossen

HAUENSTEIN. Gut 40.000 Euro hat der Pfälzerwaldverein Hauenstein in die Dachsanierung am Wanderheim „Dicke Eiche“ gesteckt. Die Arbeiten, die von der einheimischen Firma Keller in den beiden vergangenen Wochen ausgeführt wurden, sind weitgehend abgeschlossen. Lediglich das Gerüst ist noch abzuräumen.

Wie der PWV-Vorsitzende Raymund Burkhard mitteilte, seien beim Austausch von Dachfenstern im „Mittelteil“ der beliebten Waldgaststätte im vergangenen Jahr Schäden an der Dacheindeckung und der Dämmung offenbar geworden, die eine umfängliche Sanierung notwendig machten.

Auch die Lattung sei durch eindringende Feuchtigkeit morsch geworden und musste erneuert werden, die Bleche an den Dachgauben waren zu ersetzen. Das Dach der 1974 eingeweihten Hütte wurde mit Berliner Wellen neu eingedeckt. (ran)

 




Jahreshauptversammlung des TV Hauenstein

Gelände des THW Hauenstein

HAUENSTEIN. „Wir können stolz darauf sein, was unser Verein im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten leistet“,  konstatierte bei der Jahreshauptversammlung des TV Hauenstein der Vorstandsvorsitzende Markus Reichert. Er bezog diese Aussage zwar auf den sportlichen Bereich, sie ist aber in gleicher Weise gültig für das gesamte Vereinsleben des mit 1080 Mitgliedern größten Vereins der Verbandsgemeinde Hauenstein.

Reichert konnte den rund 40 Anwesenden einen erfolgreichen Rechenschaftsbericht vorlegen: „Unsere Infrastruktur befindet sich in einem guten Zustand, was insbesondere den vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken ist“, konnte er feststellen. Sie pflegten -„oft ohne gefragt zu werden“ – das umfängliche Vereinsgelände mit Rasen- und Tennenplatz, mit Turnhalle und Außengelände. Die Sanierung von Rasen- und Hartplatz sei abgeschlossen. Rund 15.000 Euro habe man in einen neuen Rasentraktor investiert, wozu der Sportbund einen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro beisteuerte.

Auf der „to-do-Liste“ stehen der Einbau einer Nasszelle in eine neue Umkleide, die energieeffiziente Erneuerung der Heizungspumpentechnik, die Schaffung eines Spielplatzes im Außenbereich, sowie die Ertüchtigung der Kegelbahn im Untergeschoß der Turnhalle, deren Sportboden derzeit Probleme bereite, weil sich die Trennfugen auflösen. Hier sei man in Gesprächen mit der Fachfirma. Nach wie vor offen ist die Sanierung des Eingangsbereichs: Diese Maßnahme werde enorme Kosten verursachen, weswegen man sie vorläufig zurückgestellt habe.

„Sportlich sind wir sowohl im Leistungs- als auch im Breitenbereich mit einem guten Angebot und qualifizierten Übungsleitern sehr gut aufgestellt“, stellte Reichert fest. So sei der TVH auch ein Imageträger der Schuhgemeinde, wobei „nicht nur der Erfolg“ zähle, sagte Reichert. Wichtig sei auch das „lebendige Vereinsleben und das familiäre Miteinander“, eine Facette, die aber „nicht mehr so gelebt wird, wie wir uns das vorstellen“, schränkte der TVH-Chef ein.

Voraussetzung für einen funktionierenden Sportbetrieb seien gesunde Finanzen, betonte Reichert. Im wirtschaftlichen Bereich, der die nach wie vor in eigener Regie geführte Vereinsgaststätte und verschiedene Veranstaltungen umfasst, habe man –wie später auch Kassenprüfer Bernd Burkhard ausführte- im vergangenen Jahr allerdings spürbare Umsatzeinbußen hinnehmen müssen.

Ansonsten stehe der Verein auf finanziell gesunden Füßen und habe seine Darlehensverpflichtungen weiter deutlich reduzieren können. Kritisch merkte Reichert an, dass die von der Gemeindespitze eigentlich zugesagte zusätzliche Förderung –gerade für den TVH als Verein mit eigenen Sportanlagen- durch die Ortsgemeinde weiter auf sich warten lasse: „Bis heute habe ich keine positive Rückmeldung erhalten“,  sagte Reichert.

Wie lebendig und vielfältig der der Vereins aufgestellt ist, wurde deutlich durch die Berichte der einzelnen Abteilungen: Sie zeigten, in welcher Breite und Vitalität beim TVH Sport getrieben wird und wie viele Junge und Ältere sich hier bewegen. Sie ließen aber auch erkennen, dass gerade im traditionellen Kern des TVH, dem Turnen, auch überregionale Erfolge eingefahren wurden. Sportvorstand Alexander Meyer trug die Berichte mehrerer Abteilungen vor. Es berichteten Joachim Haag für die Badminton-Abteilung, Helmut Seibel für die Fußballer, Katja Spengler für die Handballdamen, Tina Hagenmüller und Adrian Eichberger für den Bereich Leistungsturnen, Michaela Gerke und Alexander Meyer über das Angebot an Turnstunden, Vicky Seibel über vier Tanzgruppen, Günther Reichert für die Sportabzeichengruppe, Michael Leiser für die Volleyballer und Nicole Weber über das Kursangebot. (ran)




Abschluß der Realschule plus 2019

HAUENSTEIN. „Entwickle eine Leidenschaft für das Lernen. Tust du das, wirst du niemals aufhören zu wachsen.“ Mit diesem Wort von Anthony J. D’Angelo hatte die Realschule plus Hauenstein zu ihrer Abschlussfeier am Donnerstagabend ins Bürgerhaus eingeladen, wo die Schule in sehr feierlichem Rahmen 74 Jugendliche verabschiedete: 28 Schülerinnen und Schüler haben das Zeugnis der Berufsreife erworben, wovon zehn die Qualifikation für die zehnte Klasse geschafft haben.

Das Zeugnis über den qualifizierten Sekundarabschluss, die sogenannte Mittlere Reife, konnten die Klassenlehrer und Schulleiterin Arlett Hübsch (rechts)  an 46 Schülerinnen und Schüler überreichen. 30 von Ihnen schafften die Übergangsberechtigung in die Klasse 11. Unter den Gästen war auch Landrätin Susanne Ganster, die Preise für die Jahrgangsbesten überreichte. Ausgezeichnet wurden aus den 10. Klassen (v.l.) Emily Eisemann (bester Abschluss) sowie Angelina Haas und Lara Lanowski (Preis der Ministerin für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz).

Für besondere Leistungen gab’s Urkunde und Präsent für Tjark Kaminski (Mathematik), Franziska Müller (Sprachen), Jonas Dittrich (Naturwissenschaften), Kevin Kronauer (Geschichte) sowie Sarah Eyer und Lisa Rau (Musik). Aus den neunten Klassen erhielten Preise (v.r.) Petra Rosenburg und Dorothee Kölm (besondere Leistungen beim Praxistag), Evelyn Lüdtke (Geschichte), Nele Isufi  (Preis der Ministerin für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz) sowie Amir Sabory für den besten Abschluss.

Einen besonderen Akzent erhielt die Feier, die die Schülerinnen und Schüler mit vielen musikalischen Beiträgen gestalteten,  dadurch, dass unter den Gästen mit Thomas Feierabend ein junger Lehrer der Wasgauschule weilte, der nach einem schweren Fahrradunfall lange im Koma lag und sich jetzt zurück ins Leben kämpft. Die Anwesenden grüßten den beliebten Pädagogen stehend und mit lang anhaltendem Beifall. (ran)