Butterphosporsäure in Lebensmittelgeschäft in Hauenstein

Hauenstein (ots) – Am Dienstagvormittag, 11.02.2020 ca. 7:30 Uhr teilte der
Inhaber eines Obst- und Gemüseladens am Markplatz in Hauenstein der Polizei in
Dahn mit, dass jemand vermutlich Buttersäure in seinen Geschäftsräumen verteilt
hat.

Als eine Angestellte die Geschäftsräumlichkeit heute Morgen zwischen 07:00 Uhr –
07:30 Uhr öffnete, bemerkte sie einen beißenden Geruch. Dann stellte sie eine
Flüssigkeit auf dem Boden fest, welche sie mit einem Waschlappen wegwischte.

Da die Mitarbeiterin über Übelkeit und Atemwegsreizungen klagte, entschied der
Geschäftsinhaber gegen 11 Uhr, den Laden zu schließen.

Nach einer Überprüfung durch den Messtrupp des Gefahrstoffzuges der Feuerwehr
des Landkreis Südwestpfalz und einer Untersuchung durch einen Fachkundigen
konnte die Substanz definitiv auf Butterphosphorsäure bestimmt werden. Nach
Angaben der Experten geht keine Gefahr von dem Stoff aus. Die Kreisverwaltung
Südwestpfalz wurde über den Sachstand in Kenntnis gesetzt.

Die Polizei Dahn, die Feuerwehr Hauenstein, der Gefahrstoffzug des Landkreis
Südwestpfalz sowie ein Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes waren bis ca.
14:30 Uhr vor Ort im Einsatz. In der Zeit kam es einsatzbedingt zu leichten
Verkehrsbeeinträchtigungen.

Für den Zeitraum von 12:30 Uhr bis 14:30 Uhr war der Durchgangsverkehr komplett
gesperrt.
(PD Pirmasens)




Der Hauensteiner Riesenpumps muss seinen Standort auf dem Verkehrsteiler an der B10-Einfahrt verlassen

HAUENSTEIN. Der Hauensteiner Riesenpumps, der es in die überregionale Berichterstattung geschafft hat, soll einen neuen Standort finden: Weil der rote Riese wegen Sicherheitsbedenken den von der Gemeinde favorisierten Standort auf dem Verkehrsteiler an der B10-Einfahrt verlassen muss, beriet der Ortsgemeinderat am Donnerstag über einen neuen Standort.

Nach einem Gespräch, an dem Vertreter des Landesbetriebs Mobilität (LBM), der Kreis- und Verbandsgemeindeverwaltung und der Ortsgemeinde teilnahmen, habe man, so verlautete in der Sitzung, einen Standort rechts am Beginn der Alten B10 auf der kleinen Grünfläche vor den sich dort anschließenden Parkplätzen ausgeguckt. Gegen diesen Standort habe weder der LBM noch die Kreisverwaltung Bedenken angemeldet.

Bedenken wurden zu diesem Standort dagegen im Rat laut, weil der Schuh an diesem Platz seine erhoffte Werbewirkung total verfehle. Er sei dort weder von der B10 aus noch für den nach Hauenstein einfahrenden Verkehr zu sehen. Favorisiert wird im Rat eine Positionierung des Schuhs auf der Grünfläche vor dem Tourist-Info-Zentrum Pfälzerwald (TIZ), wo er allerdings, wie Ortsbürgermeister Michael Zimmermann anmerkte, beim Bau des bereits projektierten Verkehrskreisels an der Einfahrt Hauenstein wieder weichen müsste. Im Rat herrschte allerdings die Meinung vor, dass man sich auf einen Interimsstandort einigen solle. Der Pumps solle vor diesem Hintergrund eben „transportabel“ installiert werden.

Wie berichtet hatte der LBM seine eigentlich gegebene Zustimmung zum Standort auf der Einfahrtsinsel zurückgezogen, weil eine „nachträglich durchgeführte sicherheitstechnische Untersuchung durch die Zentralstelle Verkehrssicherheit beim LBM Rheinland-Pfalz ergeben“ habe, dass der Schuh „bei einem nicht angepasstem Verhalten der Verkehrsteilnehmer eine Gefahr darstellen könne“. Insbesondere werde der Pumps auch „bei einer Nutzung als Fotomotiv durch Verkehrsteilnehmer als sehr gefährlich“ eingestuft. Dass die zweite Begründung beileibe nicht an den Haaren beigezogen ist, belegen Fotos, die in den sozialen Netzwerken kursieren.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der Hauensteiner Joachim Font, der sich an die Behörden gewendet hatte, weil er in dem Schuh eine „tödliche Gefahr“ erkennen wollte. „Erschreckend“ sei, so Font, der das Thema auch in einer Einwohnerfragestunde im Rat angesprochen hatte, dass „alle Insassenschutzsysteme und Rückhalteeinrichtungen unterlaufen werden“. Durch die Aufstellung des Schuhs auf drei Stelzen und seine relativ hohe Positionierung seien bei einer Kollision Aufprallschutz und Knautschzonen, Airbag und Gurtstraffer unwirksam. Er sehe deshalb in dem Schuh eine „tödliche Gefahr, dessen ungesicherten Verbleib im Verkehrsraum ich als grob fahrlässig erachte“, heißt es in seinem der Rheinpfalz vorliegenden Schreiben. (ran)

 




Böhmische Blasmusik erklingt am Tag der deutschen Einheit in der Stadthalle in Dahn

Wie auch in den vergangenen Jahren gastieren die „Original Böhmischen Musikanten“ unter der Leitung von Markus Rebehn, am 3.10.2019 um 10 Uhr im Haus des Gastes in Dahn und umrahmen in gewohnter Qualität den Vormittag zum „Tag der Deutschen Einheit“.

Neben dem musikalisch anspruchsvollen Programm aus dem Genre der Egerländer Blasmusik, bietet das diesjärige Konzert einen zusätzlichen Höhepunkt. Markus Rebehn, seit 25 Jahren Mitglied des Orchesters – davon 19 Jahre lang als Dirigent – übergibt die Leitung des Traditionsorchesters an seinen Nachfolger Martin Neu. Dieser ist, wie früher sein Vorgänger, Flügelhornist im Orchester und somit schon als Musiker seit einigen Jahren für den guten Sound der „Original Böhmischen Musikanten“ verantwortlich. Seine musikalischen Erfahrungen sammelte Martin Neu, sowohl als Dirigent in mehreren Orchestern, als auch als Trompeter und Flügelhornist in sehr erfolgreichen Formationen wie zum Beispiel „Michael Klostermann und seine Musikanten“ oder „Guido Henn und seine goldene Blasmusik“.

Somit liegt die Verantwortung für die „Böhmischen Musikanten“ auch in Zukunft in besten Händen.

Im ersten Teil des Konzertes, der noch unter der Leitung von Markus Rebehn steht, erklingen seine Lieblingsmelodien aus den letzten 25 Jahren. Mit von der Partie ist auch das äußerst bewährte und beliebte Gesangsduo „Katrin und Michael“, das mit seinem einfühlsamen und wohlklingenden Gesang eine wertvolle Bereicherung des Klangkörpers bildet. Mit dem Titel „Egeländer Heimatland“ verabschiedet sich Markus Rebehn von seinem Orchester und seinem Publikum.

Im zweiten Teil übernimmt dann Martin Neu als neuer „Kutscher“, wie Ernst Mosch den Dirigenten gerne bezeichnete, das Dirigentenpodium. Er präsentiert dann in bester Egerländer Manier beliebte Perlen und Evergreens der volkstümlichen Blasmusik. Hier sei besonders hervorgehoben, dass er selbst ein erfolgreicher Komponist und Arrangeur auf diesem Gebiet ist und aus dieser Tatsache heraus auch einige seiner eigenen, unverkennbaren Werke zu Gehör bringen wird. Unter diesen Vorraussetzungen ist garantiert, dass der 3.10.2019 zu einem weiteren musikalischen Höhepunkt in der Geschichte der „Original Böhmischen Musikanten“ wird.

Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei, freiwillige Spenden sind willkommen.




Start-Ziel-Sieg beim Hauensteiner Lebenslaufdes für den TV Hinterweidenthal startenden Matthias Wagner

Foto: Lebenslauf TV Hauenstein: Die Staffelksieger im Ziel: (v.l.) Fabian Trapp, Martin Kunz und Dominik Memmer (ran)

HAUENSTEIN. Beim Hauensteiner Lebenslauf, einem Benefizlauf für chilenische Heimkinder, gab’s einen souveränen Start-Ziel-Sieg des für den TV Hinterweidenthal startenden Matthias Wagner. Der 42-Jährige setzte sich gleich nach dem Start der 242 Teilnehmer an die Spitze und gab sie nicht mehr ab. Bei den Frauen siegte mit Anna-Lena Seibel eine Sportlerin aus Hauenstein, die eigentlich in ganz anderen Sportarten zuhause ist.

Es war eine souveräne Vorstellung des Läufers aus Merzalben, der zusammen mit Martin Kunz und Eric Konrad immerhin deutscher Mannschaftmeister über 50 Kilometer ist. Schon nach der ersten der drei je zweieinhalb Kilometer langen Runden vom Haberdeich hinunter ins Queichtal und zurück hatte Wagner die Konkurrenz „abgehängt“: Vor den beiden Verfolgern Marko Martin aus Hauenstein und Maximilian Spengler, dem Hoheneckener mit Hauensteiner Wurzeln, hatte er bereits einen Vorsprung von rund 20 Metern herausgelaufen.

Der wurde auf der zweiten und dritten Schleife stetig, aber nur noch wenig größer. Und in seinem Rücken fiel bald die Vorentscheidung über die Plätze auf dem „Treppchen“ gefallen: Spengler konnte Martin nicht folgen. Und so war am Ende der zweiten Runde das Endergebnis bereits abzusehen: Wagner kam nach 26:55,3 Minuten mit rund 16 Sekunden Vorsprung vor Martin und 66 Sekunden vor Spengler ins Ziel. Auf den weiteren Plätzen folgten Sascha Luckow (SG Bruchweiler) und Matthias Burkhart (Eiscafé Winter). Um die Zeit einzuordnen: Der Streckenrekord steht seit 2010 bei 25:06 Minuten.

„Nicht ausgeruht“ sei er in das Rennen gegangen, sagte der Sieger im Ziel. „Ich musste schon beißen und alles geben, um die Führung zu halten“, machte er deutlich, dass die siebeneinhalb Kilometer bei den herrschenden hohen Temperaturen viel Kraft gekostet haben. „Da war nix zu machen“, kommentierte der Zweitplatzierte den Lauf: „Matthias hat keine Schwäche gezeigt und war in allen Phasen einen Tick besser“, anerkannte Marko Martin den verdienten Sieg Wagners.

„Auf der ersten Runde konnte ich mit Marko mithalten, aber er ist dann kontinuierlich davongezogen“, berichtete Maximilian Spengler, der Sieger von 2017, und fügte lachend hinzu: „Mir kam‘s auf die Geometrie meiner Ergebnisse an: 2015 war ich Dritter, 2016 Zweiter, 2017 habe ich gewonnen, im letzten Jahr war’s der zweite Platz, jetzt musste ich wieder Dritter werden. So stimmt die Geometrie“.

Ähnlich souverän wie Wagner beherrschte auch Annalena Seibel (TV Hauenstein) den Lauf der Frauen: Die Tochter von Lauf-Oldie Wolfgang Seiber, der heuer nicht am Start war, ist eigentlich als Fuß- und Handballerin aktiv. „Der Lauf war mal eine Abwechslung, war enorm anstrengend, hat aber viel Spaß gemacht“, sagte sie im Ziel, das sie nach 33:29,4 Minuten und damit fast vier Minuten vor Ronja Conrad (Hauenstein) und über fünf Minuten vor der Schwanheimerin Silvia Brunner erreichte.

Bei der Mitnahmestaffel, einem Laufformat, das sonst eher selten im Angebot ist, siegten die Seriensieger vom Eiscafé Winter: „Es hat wieder Spaß gemacht, im Team zu laufen“, stellten Martin Kunz, Fabian Trapp und Dominik Memmer fest. „Schön wie immer“ sei der Lauf gewesen. Bereits ein rundes Dutzend Mal hat das „Eiscafé“-Team immer in wechselnden Besetzungen gewonnen. Der Name ist eine Reminiszenz an die legendäre „Emilsche“ und ihren Nachfolger, „de Sepp“. Auf den Plätzen kamen Timo Leiser, Christopher Herget und  Stefan Hartmann, die mit ihrem Namen „Deichenwand-Trail“ auf das am 14. September stattfindende Laufereignis in Wilgartswiesen hinweisen. Dritte wurden die Ultra-Läufer Bianca und Franz Weber (Landau), die mit dem Hauensteiner Christian Hartmann ein Team gebildet hatten und nach dem Lauf die „Superstimmung und die schon kupierte Strecke“ lobten.

Über fünf Kilometer siegte bei den Männern Philipp Masser (LG Rülzheim), der mit einem Vorsprung von knapp 25 Sekunden vor dem erst 13-Jährigen Hauensteiner Linus Scheib ins Ziel kam. Bei den Frauen konnte die 14-jährige Jule Stuppi von der SG Bruchweiler ihren Vorjahreserfolg wiederholen. Und wie im vergangenen Jahr kam die Hauensteinerin Simone Baqué auch heuer auf den zweiten Rang.

Wie angekündigt: Es war ein buntes Teilnehmerfeld, von den sechsjährigen Helene und Leni bis zum 60 Jahre älteren Rainer Empel vom Laufteam Pirmasens. Den größten Teilnehmerblock stellte die Grundschule Hauenstein: Gleich 80 Kinder waren am Start und wurden von Lehrerinnen und Vätern/Müttern auf der 2,5-Kilometer-Runde, die Raphael Schneider (Neustadt) und Beatrice Kopp am schnellsten absolvierten, begleitet und angefeuert.

Für die Grundschulkinder gab’s am Start eine Überraschung: Gleichaltrige in den chilenischen Kinderheimen hatten Buttons angefertigt, die Pater Raphael den Kindern überreichte– ein schönes Zeichen der Verbundenheit, wie Moderator Karl Meyerer befand. Der aus Togo stammende Pater Raphael, der Leiter der Kinderheimstiftung, an die der Erlös des Lebenslaufes fließt, war selbst auch am Start und lief die Runde –wie über 30 andere Läuferinnen und Läufer ohne offizielle Wertung- in knapp 12 Minuten. „Bei diesem Lauf sind alle Gewinner, weil sie für die gute Sache laufen“, hatte der Pater vor dem Lauf gesagt. Karl Meyerer, der Sprecher des „Freundeskreises“, war nach dem Rennen „hochzufrieden, vor allem aber sehr, sehr dankbar für eine wunderbare Benefizveranstaltung.“ (ran)