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In der Verwaltung werden Stellenbesetzungen vorgenommen

Foto: Bürgermeister Patrick Weißler (ran)

HAUENSTEIN. Seit jener denkwürdigen Sitzung im April vergangenen Jahres ist die Personalsituation in der Hauensteiner Verbandsgemeindeverwaltung Gegenstand ständiger Diskussionen: Hermann Rippberger als Sprecher der Freien Wähler hatte gefordert, dass in der Verwaltung „alles auf den Prüfstand“ müsse, der damalige Bürgermeister Werner Kölsch hatte ein von der Kommunalberatung erstelltes Gutachten ankündigt und der Verbandsgemeinderat eine Wiederbesetzungssperre verhängt. Wie ist der Sachstand? Wir haben nachgefragt.

Zunächst: Das zum 30. September vergangenen Jahres angekündigte „Gutachten“ der Kommunalberatung blieb ein Phantom. Ob es nur ein kommunikatives Missverständnis war, sei dahingestellt.  Jedenfalls biege erst jetzt die laut Bürgermeister Patrick Weißler eine im Mai beauftragte und von der Kommunalberatung erstellte Personalbedarfsanalyse auf die Zielgerade ein, wie Weißler auf Anfrage mitteilte. Von einem umfänglichen Gutachten war spätestens seit Jahresbeginn nicht mehr die Rede.

Er werde das Ergebnis dieser Analyse dem Rat und dem Personal der Verwaltung vorstellen und „bald nach Ostern“ auch die Öffentlichkeit über Inhalte informieren. Weißler teilte vorab mit, dass die Kommunalberatung die eine oder andere Stelle anders bewerte, hier Abstriche und dort Aufschläge mache. Alles in allem liefe die Arbeit der Kommunalberatung, für die die Verbandsgemeindekasse bisher 8.500 Euro überwies, im Ergebnis auf eine Stellenmehrung hinaus.

Erst wenn diese Personalbedarfsanalyse vorliege und en Detail besprochen sei, werde bei der Kommunalberatung in einem zweiten Schritt eine Organisationsanalyse in Auftrag gegeben. Diesen Ablauf hätten die Fachleute aus Mainz empfohlen. Es zeichne sich aber bereits ab, dass die gegenwärtig fünf Fachbereiche um einen Bereich reduziert werden: So werde diskutiert, ob der technische Bereich der Werke künftig unter das Dach der Bauabteilung schlüpfe und der Finanzbereich der Werke in die Finanzabteilung der Werke zu integrieren sei. „Das ist so andiskutiert. Über Details muss aber noch mit allen Beteiligten gesprochen werden“, sagte Weißler. Gesprächsbedarf bestehe noch im Bereich des Ordnungsamtes, das organisatorisch und eventuell personell anders aufgestellt werden soll. Hier müssten noch Abstimmungsgespräche auch mit den Ortsgemeinden stattfinden.

Derweil werden in der Verwaltung Stellenbesetzungen vorgenommen. So wurde eine zum 31. April freiwerdende Stelle im Personalbereich, die in der Ratssitzung im Dezember kontrovers diskutiert worden war, durch eine Umschichtung mit einer qualifizierten Kraft aus dem eigenen Haus besetzt. Eine Stelle in der Finanzabteilung werde zum ersten September unbefristet ausgeschrieben. Hier hatte es in der letzten Ratssitzung Diskussionen darüber gegeben, ob man die Stelle befristet oder unbefristet anbieten könne. „Wenn wir hier qualifizierte Kräfte ansprechen wollen, müssen wir eine unbefristete Stelle ausschreiben“, ist sich Patrick Weißler sicher.

Für die Abrechnungen im Bereich der Werke werde in Kooperation mit der VG Landau-Land eine Kraft mit 10 Wochenstunden eingestellt. Die Stelle des hauptamtlichen Feuerwehrgerätewarts ist ausgeschrieben, nachdem die zum 1. November eingestellte Kraft bereits nach zwei Monaten wieder ausgeschieden sei. Bewerbungen lägen vor, Gespräche seien geführt, eine Entscheidung werde zeitnah fallen. „Hier werden wir die Einarbeitungsphase sehr aufmerksam begleiten“, stellte Weißler fest. Nicht zuletzt: Ausgeschrieben werden soll auch eine Ausbildungsstelle im Tourist-Info-Zentrum (TIZ): Hier soll eine Kauffrau oder ein Kaufmann für Tourismus und Freizeit ausgebildet werden. (ran)