Bauarbeiten im Interkommunalen Baugebiet gehen in die Zielgerade

HAUENSTEIN. Die Bauarbeiten im Interkommunalen Baugebiet Wilgartswiesen/Hauenstein biegen auf die Zielgerade ein: Die Straßenbauarbeiten gehen auf ihr Ende zu, die Vermarktung läuft, wie der Hauensteiner Ortsbürgermeister Michael Zimmermann auf Anfrage mitteilte. Er ist Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Interkommunales Gewerbegebiet.

Die Trassierung der sich von West nach Ost –von der B10-Brücke bis zum Bahnhaltepunkt Hauenstein Mitte- und entlang der Bahnstrecke durch das Gelände ziehenden „Hauptstraße“ und der beiden Stichstraßen ist abgeschlossen, der Unterbau weitgehend erledigt. „Wenn das Wetter mitspielt, wird in der 51. Kalenderwoche die erste Schwarzdecke aufgetragen“, teilte Zimmermann weiter mit. Die Grundstücke seien vorparzelliert, können aber vom Zuschnitt her noch verändert werden.

Die recht hohen Böschungen im Süden des Geländes –zum Mischberg hin- sind angelegt und „angespritzt“, damit noch erstes Grün sprießen und den Hang halten kann. Im Süden des Geländes am Waldrand verläuft ein neu angelegter Weg. Die rund 700.000 Euro teure Verlegung der NATO-Pipeline ist abgeschlossen, die Leitungen sind wieder in Betrieb genommen.

Die Vermarktung der rund 65.000 Quadratmeter großen Nutzfläche läuft. „Es liegen interessante Anfragen vor: Grundstücke werden nachgefragt in Größen von 1000 bis 10.000 Quadratmetern“, berichtet Zimmermann. Kriterium der Vergabe sei, dass möglichst viele Arbeitsplätze geschaffen werden. „Wir werden also keine Flächen vergeben, wenn lediglich eine Lagerhalle erstellt werden soll“, so Zimmermann weiter. Deshalb werde es „auch Absagen geben“. Die Grundstücke in dem Gewerbegebiet sind zu einem „All inclusive“-Preis von 50 Euro auf dem Markt, den die Verbandsversammlung im Dezember 2018 festgelegt hatte.

Der Verbandsvorsteher betonte aber: „Es ist noch kein Quadratmeter vergeben. Und bei der Vergabe werden wir völlig transparent vorgehen: Alle Grundstücke werden in der Verbandsversammlung vergeben.“ Zimmermann berichtet davon, dass man unter anderem in sehr aussichtsreichen Verhandlungen mit einem großen Logistikunternehmen sei, das rund 40 Arbeitsplätze schaffen wolle.

In die Erschließung des interkommunalen Baugebiets fließen rund 9 Millionen Euro. Dafür hat das Land einen Zuschuss in Höhe von 6,3 Millionen Euro gegeben, den Staatssekretär Andy Becht (FDP) beim Spatenstich vor Jahresfrist als „gut angelegtes Geld“ bezeichnet hatte. Dass die beiden Gemeinden Wilgartswiesen und Hauenstein diese Kooperation eingegangen sind, hat eine einfache Bewandtnis: Hauenstein verfügt wohl über das Recht, aber nicht über den Platz, weiteres Gewerbegebiet zu erschließen. Und Wilgartswiesens Gemarkung konnte in der Gewanne Neufeld jenes geeignete Gelände bieten, wo sich nun das „Interkommunale“ erstreckt.   (ran)