Bauweise und Heizungssystem für die künftige Kita festgelegt

9. Januar 2020
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HAUENSTEIN. In der letzten Sitzung des Gemeinderats legte der Rat die Bauweise und das Heizungssystem für die künftige Kita fest. Er folgte der Empfehlung des Hauptausschusses und beschloss, das Gebäude in Massivbauweise auszuführen und zur Beheizung der sechsgruppigen Einrichtung eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu installieren. In der Sitzung wurden auch Geschäftsbereiche an die Beigeordneten übertragen.

Der Bauausschuss hatte sich in seiner Novembersitzung für die Massivbauweise ausgesprochen, um den Bau zügig angehen und fertigstellen zu können. Die –sehr spät- ins Gespräch gebrachte Holzbauweise hätte Zeitverzögerungen verursacht. Wie Ortsbürgermeister Michael Zimmermann mitteilte, könne nun nach dem vom Planungsbüro Hort + Hensel vorgelegten Bauzeitenplan von einem Baubeginn im Mai 2020 ausgegangen werden. Das Büro rechne mit einer reinen Bauzeit von 12 Monaten, weitere zwei Monate seien für die Außenanlage vorgesehen, sodass eine Fertigstellung rechtzeitig zum Beginn des Kita-Jahre im August 2021 möglich wäre.

Patrick Stöbener (FWG) stellte diesen Zeitplan in Frage und sähe darin „gerne etwas mehr Luft“, zumal die Baufirmen derzeit stark ausgelastet seien. Susanne Münch (FWG) und Jan Spielberger (FDP) drückten noch einmal ihr Bedauern aus, dass ein Holzbau zu spät in Betracht gezogen wurde. Manfred Seibel (Grüne) wies die Aussage aus der Sitzungsvorlage zurück, dass die Holzbauweise zu höheren Gesamtkosten führe. In der –von der CDU beantragten- namentlichen Abstimmung gab es eine Gegenstimme (Christof Seibel) und eine Enthaltung (Manfred Seibel)

Intensiver wurde über die einzubauende Heizung diskutiert, vor allem deshalb, weil es offen ist, ob und wann das von der Verbandsgemeinde für die Grundschule angedachte Nahwärmenetz, an das die Kita gegebenenfalls angeschlossen werden soll, realisiert werden soll. Die vom Hauptausschuss empfohlene Lösung mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe verursache laut Thomas Bingeser vom planenden Büro Mehrkosten in Höhe von 20.000 bis 25.000 Euro.

Christof Glaser (CDU) brachte als Alternative eine Hybrid-Anlage ins Gespräch, die eine kleinere Wärmepumpe mit einer Gastbrennwerttherme kombiniert, was auch vor dem Hintergrund des noch nicht konkreten Nahwärmenetzes Kosten einsparen würde und zudem „mit seinen zwei Systemen höhere Betriebssicherheit“ biete. Dagegen argumentierte Manfred Seibel (Grüne) auch mit Hinweis auf die aktuelle Klimadiskussion: „Fossile Energieträger wie Erdgas sind von vorgestern“.

Auch Susanne Münch nannte den Verzicht auf fossile Brennstoffe eine „Investition in die Zukunft“, während Daniel Meyerer (CDU) darauf hinwies, dass man eventuell „viel Geld investiere, um die Geräte bei einer Realisierung des Nahwärmenetzes in drei, vier Jahren wieder rauszuschmeißen“. Dabei gebe es aber auch die Option, die dann nicht mehr gebrauchten Geräte an anderem Ort weiterzuverwenden, warf der Fachingenieur ein. Der Rat sprach sich schließlich bei einer Gegenstimme für die Wärmepumpenlösung aus.

Ortschef Michael Zimmermann konnte mitteilen, dass mittlerweile der Förderbescheid des Landkreises für die Kita vorliegt: Der Kreis gibt zu dem mit insgesamt 4,3 Millionen teuren Bau einen Zuschuss von 427.000 Euro. Er informierte auch darüber, dass der kurzfristig dringend benötigte Platz für weitere Kita-Kinder im Elisabethenhaus geschaffen werden könne. Brandschutz und Unfallkasse hätten ihr Plazet gegeben. Jetzt sollen die Kosten für die notwendigen Arbeiten ermittelt werden. Eigentümer des Gebäudes ist der Elisabethenverein, mit dem die Maßnahme noch abzusprechen sei. Erste Gespräche mit Pfarrer Nothhof seien geführt.

In der Ratssitzung wurden auch Geschäftsbereiche an die Beigeordneten übertragen. Der erste Beigeordnete Markus Pohl (CDU) wird ab 01.01.2020 die Sachgebiete Jugendzeltplatz und Wohnmobilstellplatz sowie die weitere Bearbeitung des im Entstehen begriffenen Baugebiets „Am Sonnenhang“ und die Entwicklung neuer Baugebiete übernehmen.

Der zweite Beigeordnete Andreas Wilde (SPD) ist künftig zuständig für den Grillplatz und den vorgelagerten Parkplatz „Farrenwiese“ sowie die Spielplätze. Ob auch der dritte Beigeordnete Stefan Kölsch einen Geschäftsbereich übernimmt, bleibt noch offen. Er hat sich eine Bedenkzeit ausbedungen. Den Beigeordneten können auch noch „Sonderaufgaben“ übertragen werden. „Chefsache“ bleiben unter anderem die Bereiche Bauhof, Friedhof, Kita, Museum und Personal.

Insgesamt kann den Beigeordneten nach der Gemeindeordnung eine Aufwandsentschädigung von bis zu 30 Prozent der dem Bürgermeister zustehenden Beträge zugestanden werden. 15 Prozent entfallen auf den ersten Beigeordneten, zehn Prozent auf den zweiten Beigeordneten. Für den dritten Beigeordneten blieben demnach fünf Prozent. Der Rat bestätigte die Übertragung der Geschäftsbereiche mit großer Mehrheit: Für Pohl gab es eine Gegenstimme und eine Enthaltung, für Wilde eine Gegenstimme und drei Enthaltungen. (ran)

Zwei Einbrüche in Firmengebäude
Hauenstein (ots) - In der Nacht von Montag auf Dienstag, zwischen 18:00 Uhr 07:00 Uhr, brachen unbekannte Täter in zwei benachbarte Firmen in der Industriestraße ein. Es wurde jeweils ein Fenster eingeschlagen. Die Täter suchten offensichtlich gezielt nach Bargeld. Schränke wurden nicht durchwühlt. In einem Fall entnahmen die Täter das Bargeld aus einer Geldkassette, die in einem Schreibtisch aufbewahrt wurde. Hier wurde der Gesamtschaden auf 500 Euro taxiert. Im anderen Fall deuteten ein geöffneter Schuhkarton und eine offenstehende Schranktür auf die Suche der Täter hin. Entwendet wurde hier nichts. Der Sachschaden liegt bei circa 250 Euro. Zeugen, die im Zusammenhang mit den Einbrüchen Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail pipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. (Polizeidirektion Pirmasens)

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