Brief- und Paketverteilzentrum soll in Hauenstein errichtet werden

27. Juli 2020
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HAUENSTEIN. Die Deutsche Post ist das erste Unternehmen, das im Interkommunalen Gewerbegebiet Wilgartswiesen/Hauenstein bauen wird. Wie Heinz-Jürgen Thomeczek von der Frankfurter Pressestelle des Unternehmens, und der Vorsitzende des Zweckverbandes, der Hauensteiner Ortsbürgermeister Michael Zimmermann, auf Anfrage bestätigten, wird die Post dort ein Brief- und Paketverteilzentrum errichten.

Das Grundstücksgeschäft ist über die Bühne, der Bauantrag liegt bei der Kreisverwaltung zur Genehmigung vor. Das rund 4.700 Quadratmeter große Baugelände liegt oberhalb des im Zuge der Erschließung des rund 62.000 Quadratmeter großen Gewerbegebietes errichteten Regenrückhaltebeckens und direkt an der Zufahrt zum Bahnhof Hauenstein-Mitte, von der es aber durch einen Grünstreifen getrennt ist.

In dem geplanten Gebäude werden die bisherigen Verteilzentren Annweiler und Hauenstein zusammengelegt. Die bisherigen Standorte in der Hauensteiner Hauptstraße und in der Bahnhofstraße in Annweiler werden aufgegeben. Ein Termin für den Baubeginn stehe noch nicht fest, man wolle aber zeitnah mit dem Bau beginnen. Wie Thomeczek informierte, soll der Neubau, in dem rund 30 Postbedienstete arbeiten werden, im Frühjahr 2021 bezogen werden.

In dem Gebäude werden Briefsendungen, die aus dem Briefzentrum Speyer angeliefert werden, und Pakete, die aus Bruchsal kommen, weiter bearbeitet,  für die Zustellung an die Adressaten fertiggemacht und schließlich zum überwiegenden Teil von „Verbundzustellern“, die sowohl Brief- als auch Paketpost ausliefern, zugestellt.

Wie der Postsprecher weiter mitteilte, umfasse der geplante Neubau eine Fläche von 786 Quadratmetern. Der „Betriebsfläche Brief“ stünden 275 Quadratmeter zur Verfügung, der „Betriebsfläche Paket“ 379 Quadratmeter, auf der wöchentlich rund 7500 Paketsendungen bearbeitet werden. Zu den insgesamt also 654 Quadratmeter großen Betriebsflächen kommen weitere 132 Quadratmeter, die für Umkleideräume, einen Multifunktionsraum und weitere Sozialräume  genutzt werden. Über die Höhe der Investitionen wollte die Post keine Auskunft geben.

Das künftige Postgebäude wird über eine noch zu errichtende Stichstraße, die am Wendehammer vor dem Regenrückhaltebecken abzweigt, angefahren. Die Straße wird etwa 45 Meter lang sein und eine Investition in Höhe von 70.000 bis 80.000 Euro erforderlich machen.

Wie Zimmermann mitteilte, werde die Stichstraße deswegen notwendig, weil man sich der Zusage verpflichtet fühle, Ziel und Quellverkehr nicht über die Falkenburgstraße ins Gewerbegebiet zu leiten. Die Kosten, die nicht förderfähig sind, wurden in den Grundstückspreis eingerechnet. Zimmermann informierte auch darüber, dass die Post in den diversen Gesprächen die Absicht geäußert habe, den Liefer- und Zustellverkehr zunehmend mit Elektromobilen abzuwickeln. (ran)

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