Corona macht den Laden zu, noch bevor er eröffnet werden konnte

15. April 2020
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HAUENSTEIN. Eigentlich wollte der Hauensteiner Julian Hanß am vergangenen Samstag sein eigenes Schuhgeschäft in der Schuhmeile eröffnen. Schon seit Mitte März war alles vorbereitet. Dann aber schlug Corona zu: Mit den Einschränkungen, die das Virus brachte, war der Laden zu, noch bevor er eröffnet werden konnte.

Am 25. März hatte der 33-jährige Jungunternehmer, der bisher im Schuhgeschäft seines Vaters, bei Schuh-Sam, mitgearbeitet hatte, der Rheinpfalz mit erkennbarem Stolz sein „Baby“ gezeigt: 250 Quadratmeter groß ist sein Geschäft „El Hanzo Styles“, das am westlichen Rand der Schuhmeile in einem früheren Textilmarkt eine Heimat mit „bezahlbarer Miete“ gefunden hatte.

Er habe nach 15 Jahren im väterlichen Geschäft, wo er auch in die Geschäftsleitung eingebunden war, „eine Herausforderung“ gesucht. „Sehr dankbar“ sei er für die „gute Zeit“ bei Schuh-Sam, aber er wolle jetzt „etwas Eigenes“, wolle „eigene Ideen“ realisieren. Und da blicke er „sehr optimistisch“ in die Zukunft, hatte er in dem schon damals fix und fertig eingerichteten Laden, in dessen Regalen sich viele Sneakers, Wander-, Walking und Lauf-Schuhe und eine eigene „El Hanzo“-Hoodie-und Shirt-Kollektion finden, gesagt. Bei seiner Ware setze er auf „Qualität, Nachhaltigkeit und ein faires Preis-Leistungsverhältnis“.

Und nun dies: Wie bei allen anderen Geschäfte in der Schuhmeile bleiben die Türen zu: „Das trifft mich natürlich besonders hart. Ich habe einiges investiert, um eröffnen zu können. Und nun fehlt der Umsatz“, kommentiert er die Corona-Malaise. Das sei schmerzhaft, noch viel fataler aber sei es, dass in der Schuhbranche jetzt eigentlich Hochsaison wäre. „April und Mai mit dem derzeit herrschenden herrlichen Wetter sind mit die umsatzstärksten Monate. Und jetzt: nix.“

Wobei: Er habe ja im Vergleich zu den etablierten Einzelhändlern mit mehreren Angestellten noch „relativ geringe laufende Kosten“. Er sei einziger Beschäftigter, die Miete sei „angenehm“ und er habe „rechtzeitig und spürbar gegengesteuert, um die fixen Kosten im Zaum halten“ zu können. So habe er alle weiteren geplanten Investitionen gekappt und die bestellten Warenlieferungen „in den Juni hinausschieben“ können, sodass jetzt auch nicht noch Rechnung auf Rechnung ins Haus flattere. Zudem habe er für die Investitionen am Jahresanfang die Vorsteuer in Anrechnung bringen können. Das Finanzamt habe schnell reagiert und bereits in der vergangenen Woche zurückbezahlt.

Er rechne damit, dass Anfang Juni sein „El Hanzo Style“ endlich „richtig eröffnen“ könne. Ab sofort wolle er Umsatzeinbußen „zumindest zum kleinen Teil“ dadurch auffangen, dass er seine Ware über Amazon Marketplace anbiete. Ab Juni gehe er mit seinem Laden online und eröffne einen Online-Shop. Und bis dahin sei er „ganz positiv gestimmt“.

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Schwerverletzter Motorradfahrer nach Verkehrsunfall auf B48
B48, Rinnthal-Johanniskreuz (ots) - Am Sonntagmorgen kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der B48 zwischen Rinnthal und Johanniskreuz. Ein 30-jähriger Motoradfahrer befuhr als letzter einer Dreier-Gruppe die B48 von Rinnthal kommend in Fahrtrichtung Johanniskreuz. Aus bislang ungeklärten Gründen kam der Motorradfahrer in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte anschließend mit einem Felsvorsprung. Der Fahrer wurde hierbei schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die B48 war zur Unfallaufnahme eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. An dem Motorrad entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 12000 Euro. (Polizeidirektion Landau)