Das „Aktiv-Reisebüro“ zieht sich aus Hauenstein zurück.

25. November 2020
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HAUENSTEIN. Das „Aktiv-Reisebüro“ zieht sich aus Hauenstein zurück. Welche Gründe dazu geführt haben, wie es am Stammsitz weitergeht und welche Lehren aus der Malaise zu ziehen sind, erläutert Inhaber Alfons Kissel.

Foto: Das Aktiv-Reisebüro, vermittelte 23 Jahre lang am Hauensteiner Marktplatz Reisen in alle Welt (ran)

„Danke, Hääschde“, so verabschiedet sich das Aktiv-Reisebüro, das 23 Jahre lang am Hauensteiner Marktplatz Reisen in alle Welt vermittelte, von seiner Kundschaft in der Schuhgemeinde. Alfons Kissel, der Inhaber des Reisebüros mit Stammsitz in Dahn, bleibt aber zuversichtlich: „Es geht weiter! Unser Reisebüro im Dahner SBK-Markt bleibt geöffnet.“

Im Gespräch mit der Rheinpfalz erläutert Kissel die Gründe der Schließung am Standort Hauenstein, der etwa ein Viertel zum Gesamtumsatz seines Unternehmens beitrage: „Seit 15. März wird unsere Arbeit nicht bezahlt. Bereits erhaltene Provision über Reisen ab März dieses Jahres mussten wir zurückzahlen“, beschreibt er die wirtschaftliche Situation des Büros. Man sei seither damit beschäftigt, die Rückabwicklung bereits gebuchter Reisen kundenfreundlich zu bearbeiten.

„Unser Personal war in den letzten sieben Monaten damit befasst, dabei zu helfen, dass unseren Kunden die bereits bezahlten Urlaubs- und Flugkosten erstattet werden. Und diese Rückabwicklung haben wir kostenlos erledigt“, berichtet er. Die Malaise der Branche: Neue Buchungen habe es kaum gegeben, hier und da „einzelne Deutschlandurlaube“. Die verschiedenen Corona-Hilfen, die Bund und Land Unternehmern angeboten haben, habe er in Anspruch genommen. Die Beschäftigten seien in Kurzarbeit, Aushilfen musste gekündigt werden. Ein Antrag auf die Überbrückungshilfe II, die sich auf die Monate September bis Dezember 2020 bezieht, werde noch gestellt.

Um aber bei Fixkosten von vier- bis fünftausend Euro über die Runden zu kommen und auch den Betrieb für 2021 zu sichern, habe er einen KfW-Kredit über 100.000 Euro aufgenommen, was die Ruhestandspläne des 63-Jährigen natürlich auf den Kopf stellte: „Der Kredit muss ja zurückgezahlt werden.“ Dabei seien die Geschäfte „richtig gut“ gelaufen“ – bis Corona kam. Jetzt aber stelle er fest, dass die Menschen wegen der Pandemie auch „wenig Sinn fürs Reisen“ hätten.

Alfons Kissel, der Inhaber des Reisebüros mit Stammsitz in Dahn, bleibt zuversichtlich: „Es geht weiter! Unser Reisebüro im Dahner SBK-Markt bleibt geöffnet.“ (ran)

Wobei: „Das Reisen ist ja nicht verboten“, sagt Kissel und verweist auf eigene Erfahrungen. Er habe Anfang Oktober eine Kreuzfahrt im Mittelmeer unternommen und sei „beeindruckt“, wie man an Bord ein „tolles Sicherheitskonzept“ umsetze: Das Schiff sei nur zu einem Drittel der Kapazität zu buchen, alle Passagiere seien in Außenkabinen untergebracht, Es gäbe Service am Tisch statt Buffets. „ich habe mich keinen Moment auch nur ansatzweise unsicher gefühlt“, berichtet der Reisekaufmann.

Generell gelte: „Reisen ist, wenn der derzeitige Teil-Lockdown überstanden ist und Europa wieder zum eingeschränkten Normalbetrieb wie im Sommer zurückkehrt, möglich, man kann, wenn auch mit Einschränkungen, Urlaub machen“, konstatiert Alfons Kissel. Bei der Planung könnten die Fachleute aus dem Reisebüro wichtige Hilfestellung geben: „“Wir kennen uns mit den oft wechselnden Bestimmungen aus und sind immer auf dem aktuellen Stand.“ Und weil „jeder Krise ja eine Chance innewohnt“, verstärke sein Büro sein Angebot bei sich abzeichnenden neuen Trends. So reagiere man auf die verstärkte Nachfrage nach Ferienwohnungen, nach Wander- und Radfahrreisen. Auch Anbieter wie booking.com oder Expedia könnten über das Aktiv-Reisebüro gebucht werden.

Auch eine weitere Lehre aus der Pandemie zieht Kissel: „Wir werden Veranstalter, die sich bei der Rückabwicklung von bereits gebuchten Reisen sehr kundenunfreundlich verhalten haben, künftig nicht mehr empfehlen“, sagt er und meint Unternehmen, die die Verfahren „sehr zum Nachteil der Kunden und der Reisebüros“ abgewickelt hätten. So habe er erst im Oktober die Rückerstattung eines geplanten Abfluges aus dem März verbuchen können. „Das ist schlicht illegal, denn die Rückzahlung eines ausgefallenen Fluges muss nach sieben Tagen erfolgen.“

Er habe das Verhalten der Anbieter „vor, während und nach der Krise“ kritisch beobachtet, und dabei hätten Veranstalter –er nennt als Beispiel den Branchenriesen Tui- massiv Vertrauen verspielt. So habe er für sich eine „Negativliste“ jener Unternehmen erstellt, mit denen „eine Zusammenarbeit weder für den Kunden noch für uns gut ist“. So werde er jetzt noch mehr auf „Qualität und Sicherheit“ setzen. Und dabei hofft er, dass bei künftigen Reisevorhaben „die Kunden in guten Zeiten an den Reisepartner denken, der in schlechten Zeiten für sie da war“. (ran)

Einhandmesser bei Verkehrskontrolle aufgefunden
Hauenstein, Hinterweg (ots) - Am Freitag, den 05.03.2021 gegen 17:00 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Dahn in Hauenstein im Hinterweg einen Opel Astra. Da der 31-jährige Fahrzeugführer aus dem Raum Südlich Weinstraße durchweg unkooperativ und unterschwellig aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten agierte und eine Überprüfung ergab, dass der Mann kein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei ist, wurde er vor Ort durchsucht. Hierbei entdeckten die Beamten ein Einhandmesser. Da der Mann kein berechtigtes Interesse zum Führen des Messers vorweisen konnte, wurde es beschlagnahmt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. /pidn (Polizeidirektion Pirmasens)
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Illegales Autorennen
Annweiler, B48 (ots) - Am 07.03.2021 gegen 17:00 Uhr kam es zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen auf der B48 zwischen Hofstätten und dem Bereich Annweiler Forsthaus. Vier hochwertige, hochmotorisierte Fahrzeuge sollten an dem Rennen beteiligt gewesen sein. Zwei gefährdete Verkehrsteilnehmer gaben telefonisch an, dass die "Rennfahrer" anhaltend mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren und teilweise waghalsige Manöver vollzogen hätten. In einem Fall wurde einem Geschädigten die Vorfahrt genommen. Dieser musste stark bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Bei einem weiteren Manöver geriet ein beteiligtes Fahrzeug aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit auf die Gegenspur, sodass ein weiterer Geschädigter ausweichen musste. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Kurven geschnitten, diverse Überholmanöver gefahren und die Fahrzeuge immer wieder auf ein Maximum beschleunigt. Durch eine auf einem Parkplatz positionierte Beifahrerin wurden die Fahrmanöver mit einem Handyvideo festgehalten. Die besagten Fahrzeuge konnten am Parkplatz Johanniskreuz festgestellt und kontrolliert werden. Die Führerscheine der vier saarländischen Fahrer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden sichergestellt. Weiterhin wurde ein am Rennen beteiligter BMW mit 301 PS beschlagnahmt. (Polizeidirektion Landau)
53-Jähriger rastet aus – Polizei setzt Taser ein
Annweiler (ots) - Gegen einen 53-Jährigen musste am Dienstag der Taser eingesetzt werden, nachdem er in seiner Wohnung ausrastete. Gegen 19:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Mann in einer Wohnung in der Wilhelm-Löwe-Straße in Annweiler herumschreien würde und auch Hilfeschreie einer Frau zu hören seien. Als die Polizeibeamten vor Ort kamen, trafen sie den 53-jährigen und seine Mutter an. Der 53 - Jährige war durch die Polizeibeamten nicht zu beruhigen, als er gefesselt werden sollte trat er nach den Beamten und versuchte diese mit der Faust zu schlagen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und des Tasers gelang es den Polizisten die Angriffe des Mannes zu unterbinden und ihn in Gewahrsam zu nehmen. Er wurde im Anschluss in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet. (Polizeidirektion Landau)