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Das Straßenausbauprogramm für die gemeindlichen Straßen wurde modifiziert

Foto: Unscheinbar, aber ein Knackpunkt beim geplanten Ausbau der Queichstraße: Der Durchlass des Gillenbachs, dessen Neubau mit 500.000 Euro veranschlagt war, kann nach einem aktiuellen Gutachten mit deutlich geringerem Aufwand saniert werden. (ran)

HAUENSTEIN. Der Ortsgemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstagabend das Straßenausbauprogramm für die gemeindlichen Straßen modifiziert. Danach sollen im kommenden Jahr die Queichstraße und Teile der Straßen Am Zimmerberg und Auf der Kuppe ausgebaut werden. Die Sanierung des Schulrechs wurde ins Jahr 2023 verschoben.

Nach dem im Januar 2019, also noch vom früheren Gemeinderat beschlossenen Straßenbauprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 war der Ausbau der Queichstraße von der Kreuzung Gartenstraße bis zur Kreuzung vor der Dreifaltigkeitskirche eigentlich schon für dieses Jahr vorgesehen. Hier aber stellte sich das Problem des Gillenbach-Durchlasses an der Einfahrt zum Edeka-Parkplatz, für dessen Neubau eine Summe von 500.000 Euro im Raum stand.

Ein in der Ratssitzung vorgestelltes aktuelles Gutachten der Ingenieursgesellschaft Borapa aus Kaiserslautern sorgte nun für Entwarnung: Die Ingenieure kamen nach einer intensiven Untersuchung des Bauwerks aus dem Jahr 1961 (!) zu dem Ergebnis, dass eine ausreichende Trag- und Standfähigkeit gegeben sei und das Bauwerk saniert werden könne.  „Eine Ertüchtigung wäre wohl mit einem Aufwand unter 100.000 Euro möglich“, teilte Ortsbürgermeister Michael Zimmermann mit. Das freut den Kämmerer. Denn:  Die Kosten für den Durchlass können nicht –wie der Straßenausbau- über Wiederkehrende Beiträge, sondern müssten aus dem Haushalt der Ortsgemeinde finanziert werden.

Die ebenfalls für 2021 vorgesehene Sanierung der Straßenzüge „Auf der Kuppe“ und „Am Zimmerberg“ soll ebenfalls 2022 durchgeführt werden, wobei eine gemeinsame Ausschreibung mit dem Queichstraße-Projekt Einsparungen bringen soll. Gebaut wird zwischen dem Anwesen Am Zimmerberg 26 bis zum Anwesen Auf der Kuppe 4. Der Ausbau, der wegen der Umleitungssituation nicht ohne Probleme durchzuführen ist, war auf 278.000 Euro geschätzt worden. Hier wie auch bei den anderen Maßnahmen müssen allerdings die Kosten aktualisiert werden. Das gilt auch für den Schulrech (frühere Kostenschätzung: 509.000 Euro), der 2023 saniert werden soll.

Aus dem Straßenausbauprogramm, das 2023 ausläuft, wurde unter anderem der eigentlich für 2022 ins Auge gefasste Ausbau der Gehwege entlang der L 495, der Weißenburger Straße, ausgeklammert. Hier schiebt der Landesbetrieb Mobilität (LBM) die notwendige Straßensanierung, in deren Zuge auch die Gehwege erneuert werden sollten, weiter vor sich her. Hier plant der LBM mit einer Ausführung erst 2024.

Ungeachtet der umfassenden Sanierung der genannten Ortstraßen sollen in diesem Jahr auch mehrere Gemeindestraßen repariert werden. Der gemeindliche Bauhof hat zu diesem Zweck eine Straßenzustandserhebung samt Prioritätenliste erstellt. Danach sollen die Trifelsstraße, die Bergstraße, die Hängelstraße und die Burgstraße aufgearbeitet werden. Bei den Reparaturarbeiten soll die alte Deckschicht abgefräst, und eine neue Deckschicht aufgetragen werden. Dafür stehen im Haushalt 45.000 Euro parat. Die Liste der Straßen wird soweit abgearbeitet, wie dieser finanzielle Ansatz ausreicht. Die Ausschreibung läuft.