Der Schuh als Willkommen im einst größten Schuhfabrikationsdorf Hauenstein

29. August 2019
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HAUENSTEIN. „Der Schuh dient als Willkommen im einst größten Schuhfabrikationsdorf Hauenstein und weist auf den Strukturwandel hin zum Schuh-Einkaufs-Dorf“, beschrieb der (noch) geschäftsführende Bürgermeister Bernhard Rödig die Funktion des knallroten Pumps, der jetzt an der B10-Einfahrt Hauenstein installiert wurde. Der Hingucker wurde vom Schuhunternehmen SchuhMarke gesponsert.

Die Genehmigung zur Aufstellung des überdimensionalen Pumps, der rund zweieinhalb Meter lang, knapp zwei Meter hoch und 85 Zentimeter breit ist, sei nach zahlreichen Abstimmungsgesprächen –unter anderem mit dem Landesbetrieb Mobilität, der Kreisverwaltung und der Polizei- mit einer Reihe von Vorgaben erfolgt, wie der noch amtierende Ortsbeigeordnete Markus Pohl mitteilte. So habe der Schuh nicht wie vorgesehen auf einer „Schuhschachtel“ platziert werden können, sondern musste der (Durch-)Sicht wegen auf „Stelzen“ gesetzt werden.

Zudem musste der Schuh zwanzig Meter entfernt von der Bundesstraße aufgebaut werden, was dem Objekt natürlich einen Teil seiner Funktion, nämlich Aufmerksamkeit zu erzielen, nimmt. Jetzt nämlich ist er von der B10 aus erst recht spät zu sehen. „Wir hätten ihn gerne weiter vorne aufgestellt, aber das haben die Vorgaben aus der Genehmigung verhindert“, nimmt Pohl Stellung zu der im Dorf wegen des Standorts geführten Diskussion. Sollte der große Kreisel am Tourist-Info-Zentrum realisiert werden, soll der Pumps dort seinen Platz finden, teilte Rödig mit.

Weitere Exemplare der seit mehr als drei Jahren heftig diskutierten überdimensionalen High Heels sollen in der Gemeinde auch am sogenannten „Schuhweg“ aufgestellt werden. Während die Kosten des Exemplars auf der Verkehrsinsel Luise Marke vom Hauensteiner Schuhunternehmen „SchuhMarke“ übernommen hat, werden die Schuhweg-Pumps von der Gemeinde finanziert. Sie kann dabei auf öffentliche Mittel, die zur Steigerung der Attraktivität der Schuhmeile zur Verfügung gestellt wurden (wir berichteten mehrfach), bauen. Die Kosten werden mit einem Satz von 75 Prozent gefördert.

Im Bauhof der Gemeinde sind auch schon die Exemplare des Pumps für den künftigen Schuhweg angeliefert worden. Sie sind allerdings noch im weißen Rohzustand: „Über die Farbgebung dieser Pumps muss der künftige Ortsgemeinderat entscheiden“, teilte der scheidende Ortsbürgermeister mit. Wie zu hören war, gibt es freilich die Tendenz, dass die roten Pumps auf dem Weg als „wiederkehrendes Leitelement“ dienen sollten: die roten Pumps als roter Faden.

Wie mehrfach berichtet, soll der „Schuhweg“ eine 2,2 Kilometer lange Verbindung zwischen Schuhmeile und Ortskern knüpfen und die Besucher bis zum Schuhmuseum führen. An ausgewählten Stellen werden Stationen aufgebaut, die mit historischen Schuhmaschinen, mit textlichen Erläuterungen und eben mit den roten Pumps die Geschichte Hauensteins als Schuhort sichtbar werden lassen.

Wie Rödig auf Anfrage mitteilte, sei die Ausschreibung zur Errichtung des Themenwegs „fertig“, es fehle noch „das Plazet des neuen Rates“. Die Kosten seien inzwischen „mächtig abgespeckt“. Waren in der Ratssitzung im Januar noch Gesamtkosten von 213.000 Euro genannt worden, so beliefen sie sich jetzt auf rund 170.000 Euro, so Rödig. Diese Summe sei auch von der Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion (ADD) genehmigt. In den Kosten sei auch die optische Aufwertung des Eckplatzes Burgstraße/Turnstraße enthalten.

Rödig deutete auch an, dass gebe es auch eine weitere Initiative rund um den roten Pumps gebe: So sollen Sponsoren (nicht nur) aus dem Schuhbereich akquiriert werden, die einzelne Pumps finanzieren, sie künstlerisch gestalten lassen und beispielsweise vor Schuhgeschäften aufstellen lassen. Einzelne Zusagen lägen bereits vor. (ran)

Sperrung der B10 nach Verkehrsunfall mit Lkw
Annweiler - Bundesstraße 10 - Kostenfelstunnel (ots) - Am heutigen Mittag, um 14:30 Uhr, ereignete sich ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 10 im Bereich des Kostenfelstunnel bei Annweiler, welcher zu einer Sperrung der Bundesstraße führte. Ein 54-jähriger Pkw-Fahrer, aus dem Raum Südwestpfalz, kam nach derzeitigen Stand der Ermittlungen aufgrund eines kurzfristig eingetretenen Schwächeanfalles nach links in den Gegenverkehr. Dort kollidierte der Pkw zunächst mit der Leitplanke und im Anschluss touchierte er seitlich einen entgegenkommenden Sattelzug. Der 61-jährige Lkw-Fahrer, aus dem Raum Karlsruhe, versuchte noch auszuweichen, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise niemand der Unfallbeteiligten sowie deren Insassen verletzt. Es entstand lediglich ein Sachschaden von ca. 8.000,- EUR. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße gesperrt werden. (Polizeidirektion Landau)

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Außenspiegel im Vorbeifahren beschädigt
Hauenstein (ots) - Am Dienstag, den 07.01.2020, in der Zeit von 08:55 Uhr bis 09:00 Uhr, parkte die Geschädigte mit ihrem schwarzen Hyundai i10 entgegen der Fahrtrichtung in der Dahner Straße in Hauenstein. Als die 31-jährige Frau von der Postannahmestelle zurückkam, stellte sie fest, dass ihr Außenspiegel auf der Beifahrerseite beschädigt war. Zu dem Unfallverursacher gibt es bislang keine Hinweise. Dieser entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 150 Euro. (Polizeidirektion Pirmasens)