Der Wahlkampf zur Wahl des Verbandsbürgermeisters läuft

31. August 2020
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HAUENSTEIN. Am 13. September wird in der Verbandsgemeinde Hauenstein ein neuer Verbandsbürgermeister gewählt. Der Wahlkampf läuft –aber er läuft sehr verhalten und ohne Dampf. Dabei soll er doch auch, und das ist eine ganz wichtige Funktion der Zeit vor der Wahl, die Leute mobilisieren, zur Wahl zu gehen. Momentan deutet aber nur wenig darauf hin, dass es am 13. September die Wähler in Massen in die Wahllokale zieht.

Eine hohe Wahlbeteiligung wäre freilich ein dickes Argument, diese Verbandsgemeinde Hauenstein zu erhalten. Darauf hat im Verbandsgemeinderat Peter Hoffmann (FDP) bei der Ratssitzung Anfang August eindringlich hingewiesen: Man sei in der Pflicht, die Bevölkerung „aufzurütteln“, mit einer möglichst breiten Wahlbeteiligung den „Kopf der Verbandsgemeinde“ zu wählen. Jeder müsse an seinem Platz dafür trommeln, dass möglichst viele am 13. September wählen gehen. Auch der Hauensteiner Ortsbürgermeister Michael Zimmermann nutzte die Ratssitzung in der vergangenen Woche, um für eine hohe Wahlbeteiligung zu motivieren: „Eine hohe Wahlbeteiligung verschafft dem künftigen Amtsinhaber auch eine hohe Legitimation“, sagte er.

Die Wähler haben die Auswahl unter fünf Kandidaten, die sich um die Nachfolge von Amtsinhaber Werner Kölsch, der zum 31. August seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen erklärt hat, bewerben: Thomas Kästner aus Oberschlettenbach als Kandidat der SPD, Patrick Weißler aus Schwanheim und Günter Schneider aus Hauenstein, die als Einzelbewerber, aber mit der Unterstützung der FWG Verbandsgemeinde beziehungsweise der CDU um Wählerstimmen werben, sowie Tobias Walter (Hauenstein) und Thomas Weisgerber (Kaiserslautern), die sich den Wählern als Unabhängige und ohne Unterstützung einer Gruppe oder Partei stellen.

Die Ziele, die die Kandidaten den Wählern präsentieren, sind nahezu deckungsgleich und unterscheiden sich eher in Nuancen. Bei allen steht der Erhalt der Verbandsgemeinde Hauenstein auf der Prioritätenliste ganz oben. Weitere Stichworte sind –unter anderem und mit unterschiedlichen Schwerpunkten- die wirtschaftliche Entwicklung der VG unter besonderer Betonung des Tourismus, die Modernisierung der Verwaltung zum bürgerfreundlichen Dienstleister, die Forcierung der Digitalisierung und die Unterstützung des Ehrenamtes.

Der Lauterer Thomas Weisgerber verspricht „frischen Winde von außen“ und betont wie Tobias Walter („100 Prozent parteiunabhängig“) seine Unabhängigkeit, während der SPD-Kandidat Kästner in einem eigenen Flyer auf die die Unterstützung von Kurt Beck verweist und beim „Rundgang“ in Lug vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Schweizer begleitet wurde. Auf die „guten Verbindungen“ der ihn unterstützenden CDU, die es zu nutzen gelte, weist Günter Schneider hin. Für ihn rührt am 1. September der Verbandsbürgermeister Markus Conrad aus Wörrstadt (CDU) die Werbetrommel.

Gravierende inhaltliche Unterschiede bei den Kandidaten sind indes nicht zu erkennen. Und so dürften bei der Wahlentscheidung persönliche Akzente eine besondere Rolle spielen. Deshalb setzen die Kandidaten, um sich bekannt zu machen, vor allem auf das persönliche Gespräch mit dem Wähler. Deshalb sind sie –bisher außer Thomas Weisgerber, der am Wochenende in Hauenstein damit beginnen will- unterwegs in den Ortschaften der Verbandsgemeinde, sei es bei festen Terminen auf dem Wochenmarkt in Hauenstein oder auf dem Parkplatz der Nahversorger, sei es am Stammtisch im Café Zürn in Hinterweidenthal oder im SCH-Sportheim, sei es bei eher zufälligen Begegnungen in den Gemeinden oder bei „Zaun- und Heckengesprächen“, wie sie Thomas Kästner führt.

Bei diesen Gesprächen erfuhr Kästner bisher vor allem bei der Generation Ü40 „sehr positive Resonanz mit einigen interessanten Anregungen“, während die Jüngeren, wie er beobachtet,  social media dem persönlichen Gespräch vorzögen. Auch die anderen Kandidaten ziehen zu diesen Gesprächen eine positive Zwischenbilanz: Von „schönen, offenen Gesprächen“ berichtet beispielsweise Günter Schneider, über „interessante und freundliche Begegnungen“ Patrick Weißler. Tobias Walter ist „sehr zufrieden“ mit dem „direkten Kontakt“, den er in den Ortschaften mit den Wählern knüpfen konnte. Kontroverse Diskussionen gebe es kaum.

Ansonsten: Flyer in den Briefkästen oder als Beilage zum Amtsblatt, wo auch fleißig inseriert wird, geben Aufschluss über die Vita und die politischen Vorstellungen, manchmal sehr ausführlich und über mehrere Seiten wie beim SPD-Kandidaten Thomas Kästner und beim CDU-unterstützten Günter Schneider, mal eher in Stichworten wie bei Patrick Weißler oder wie bei Thomas Weisgerbers Amtsblatt-Anzeige. Auch über die sozialen Netzwerke und über eigene Homepages machen die Kandidaten Werbung für sich. Und hier und da hängen auch Plakate mit Portraits der Bewerber Walter, Schneider und Kästner und machen so deutlich: Am 13. September wird gewählt. Geht wählen!

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Schwerverletzter Motorradfahrer nach Verkehrsunfall auf B48
B48, Rinnthal-Johanniskreuz (ots) - Am Sonntagmorgen kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der B48 zwischen Rinnthal und Johanniskreuz. Ein 30-jähriger Motoradfahrer befuhr als letzter einer Dreier-Gruppe die B48 von Rinnthal kommend in Fahrtrichtung Johanniskreuz. Aus bislang ungeklärten Gründen kam der Motorradfahrer in einer langgezogenen Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte anschließend mit einem Felsvorsprung. Der Fahrer wurde hierbei schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Die B48 war zur Unfallaufnahme eine Stunde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. An dem Motorrad entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 12000 Euro. (Polizeidirektion Landau)