Die Jahreshauptversammlung des TV Hauenstein zeigte, wie sehr die Pandemie in das Vereinsgeschehen eingegriffen hat

28. Oktober 2020
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HAUENSTEIN.  Corona hat das gesellschaftliche Leben –spürbar für jeden und in vielerlei Beziehung- verändert. Die Jahreshauptversammlung des TV Hauenstein zeigte, wie sehr die Pandemie in das Vereinsgeschehen eingriff und wie der Verein mit den gegebenen Einschränkungen umging. Welche Schwierigkeiten hat Virus dem mit 1030 Mitgliedern größten Verein der Verbandsgemeinde Hauenstein bereitet?

Markus Reichert, der Vorstandsvorsitzende des TVH, sprach von „enormen Auswirkungen“ der Pandemie auf das Vereinsleben: „Und wir sind noch lange nicht überm Berg“, sagte er weiter, „und müssen das Vereinsgeschehen weiter danach ausrichten“. Die Übungsleiter, die pro Woche über zwei Dutzend Übungs- und Trainingseinheiten für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene und Senioren anbieten, seien „alle bei der Stange geblieben“, konnte Sportvorstand Alexander Meyer bestätigen. Aber: Das traditionelle Schaufenster der sportlichen Arbeit im Verein, die Herbstaufführung mit 400 Teilnehmern und Besuchern muss 2020 ausfallen.

Auch die Arbeit der einzelnen Abteilungen litt unter den Einschränkungen des grassierenden Virus: Die Kunstturner, deren sportliches Niveau den Verein „stolz“ mache (Reichert), mussten und müssen 2020 auf allen Ebenen auf Wettkämpfe verzichten. Das Training fand lange Zeit auf dem Rasen des Haberdeichs statt: „Gerätturnen ohne Geräte ist halt nicht das Wahre“, sagte Tina Hagenmüller, die die Turnermädchen betreut, und auch Adrian Eichberger, Trainer im Kunstturn-Stützpunkt, räumte ein, dass das Training im Freien „nicht einfach“ sei. Mit Trainingsplänen, mit Gymnastik und Kraftübungen habe man die Zeit überbrückt, bis man „relativ schnell“ wieder in der Halle, allerdings eingeschränkt durch die notwendigen Hygienebedingungen, trainieren konnte.

Die Badminton-Abteilung, bei der vor allem Jugendliche zwischen neun und 17 Jahren aktiv sind, musste zunächst ebenfalls ins Freie: „Aber Wind und Badminton passen nicht zusammen“, konstatierte Abteilungsleiter Joachim Haag. Jetzt trainiere man wieder auf acht Feldern in der Wasgauhalle, was das Einhalten der „Abstandsregeln“ erleichtere. Günter Reichert, der für die Sportabzeichengruppe berichtete, geht davon aus, dass man nach dem Rekordjahr 2019, als knapp hundert Bewerber das Sportabzeichen ablegten, im laufenden Jahr „hoffentlich gerade an die 50 herankommen“ werde.

Auch in der Fußballabteilung habe die Pandemie, wie Helmut Seibel berichtete, die hinlänglich bekannten „Spuren“ hinterlassen. Die Handballdamen der FSG Hauenstein-Rodalben, die den Aufstieg in die Pfalzliga schon vor dem Lockdown in der Tasche hatten, dürfen bei ihrem ersten Heimspiel in der neuen Spielklasse –am 31.10. geht es gegen den Lokalrivalen HSG Trifels- gerade mal 80 Zuschauer zulassen, wie Katja Spengler ausführte.

Für die Breitensportgruppen –Turnstunden für Kinder etwa, Tanz- und Seniorengruppen sowie Kurse- konnte Alexander Meyer von einem „tollen und abwechslungsreichen Sportangebot“ berichten, für das die Übungsleiter trotz der Coronaauflagen sorgen können. Aus deren Kreis kam auch viel Dank an die Vorstandschaft für ein „situationsgerechtes Hygienekonzept“, wie es Tina Hagenmüller formulierte.

Sportlich habe man beim TVH also „vieles richtig gemacht“, wie der Vorstandsvorsitzende betonte und wie es auch die das neu aufgelegte Vereinsheft auf 84 Seiten belegt. Wirtschaftlich habe man aber „große Ausfälle“ hinnehmen müssen, durch die zeitweilige Schließung der vereinseigenen Gaststätte beispielsweise, durch den Wegfall von Veranstaltungen und durch die Reduzierung und den Wegfall von Sponsorengeldern. Mit dem „Kerwefreitag light“ und dem Biergarten “Zum Haberdeich“ habe man indes „gut angenommene“ Alternativen schaffen können. An Soforthilfe erhielt der Verein 4.555 Euro, ein Antrag auf Überbrückungshilfe sei gestellt, aber noch nicht bewilligt. Auf die vor Jahren zugesagte Unterstützung durch die Ortsgemeinde warte man aber nach wie vor, wie Reichert bedauerte.

2021 wird der Verein sein 120-jähriges Bestehen feiern können. Aus diesem Anlass plant man –so es die Umstände zulassen- eine große Sportveranstaltung mit Gästen in der Wasgauhalle. Außerdem will der Verein mit dem Familienfest an der Queichquelle eine in Vergessenheit geratene Vereinstradition wiederbeleben. Im Raum stehen auch diverse investive Vorhaben, beispielsweise die Umgestaltung des Eingangsbereichs der vereinseigenen Halle, die Sanierung des Hallenbodens und der Technik der Kegelbahn sowie eine Überarbeitung der Warmwasserversorgung und der Elektroinstallation.

 

Neuwahlen:

Vorstandsvorsitzender: Markus Reichert
Vorstand Bereich Sport: Alexander Meyer
Vorstand Bereich Finanzen: Johannes Spielberger
Vorstand Bereich Wirtschaft: Michael Braun
Vorstand Bereich Bau- und Liegenschaften: Stefan Seibel

Die Vorstandsämter wurden vergeben vom Turnrat, in den die Versammlung außer den Vorständen folgende Personen gewählt hatten: Dirk Berger, Adrian Eichberger, Tina Hagenmüller, Sven Huthmacher, Sabine Jung, Birgit Kuntz, Timo Lauth, Christopher Münch, Ute Palme, Katja Spengler, Mathias Vierling und Bernhard Zoller. (ran)

Einhandmesser bei Verkehrskontrolle aufgefunden
Hauenstein, Hinterweg (ots) - Am Freitag, den 05.03.2021 gegen 17:00 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Dahn in Hauenstein im Hinterweg einen Opel Astra. Da der 31-jährige Fahrzeugführer aus dem Raum Südlich Weinstraße durchweg unkooperativ und unterschwellig aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten agierte und eine Überprüfung ergab, dass der Mann kein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei ist, wurde er vor Ort durchsucht. Hierbei entdeckten die Beamten ein Einhandmesser. Da der Mann kein berechtigtes Interesse zum Führen des Messers vorweisen konnte, wurde es beschlagnahmt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. /pidn (Polizeidirektion Pirmasens)
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Illegales Autorennen
Annweiler, B48 (ots) - Am 07.03.2021 gegen 17:00 Uhr kam es zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen auf der B48 zwischen Hofstätten und dem Bereich Annweiler Forsthaus. Vier hochwertige, hochmotorisierte Fahrzeuge sollten an dem Rennen beteiligt gewesen sein. Zwei gefährdete Verkehrsteilnehmer gaben telefonisch an, dass die "Rennfahrer" anhaltend mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren und teilweise waghalsige Manöver vollzogen hätten. In einem Fall wurde einem Geschädigten die Vorfahrt genommen. Dieser musste stark bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Bei einem weiteren Manöver geriet ein beteiligtes Fahrzeug aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit auf die Gegenspur, sodass ein weiterer Geschädigter ausweichen musste. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Kurven geschnitten, diverse Überholmanöver gefahren und die Fahrzeuge immer wieder auf ein Maximum beschleunigt. Durch eine auf einem Parkplatz positionierte Beifahrerin wurden die Fahrmanöver mit einem Handyvideo festgehalten. Die besagten Fahrzeuge konnten am Parkplatz Johanniskreuz festgestellt und kontrolliert werden. Die Führerscheine der vier saarländischen Fahrer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden sichergestellt. Weiterhin wurde ein am Rennen beteiligter BMW mit 301 PS beschlagnahmt. (Polizeidirektion Landau)
53-Jähriger rastet aus – Polizei setzt Taser ein
Annweiler (ots) - Gegen einen 53-Jährigen musste am Dienstag der Taser eingesetzt werden, nachdem er in seiner Wohnung ausrastete. Gegen 19:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Mann in einer Wohnung in der Wilhelm-Löwe-Straße in Annweiler herumschreien würde und auch Hilfeschreie einer Frau zu hören seien. Als die Polizeibeamten vor Ort kamen, trafen sie den 53-jährigen und seine Mutter an. Der 53 - Jährige war durch die Polizeibeamten nicht zu beruhigen, als er gefesselt werden sollte trat er nach den Beamten und versuchte diese mit der Faust zu schlagen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und des Tasers gelang es den Polizisten die Angriffe des Mannes zu unterbinden und ihn in Gewahrsam zu nehmen. Er wurde im Anschluss in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet. (Polizeidirektion Landau)