Die Kandidaten zur Verbandsbürgermeisterwahl am 13. September 2020

8. September 2020
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HAUENSTEIN. Am 13. September wird in der Verbandsgemeinde Hauenstein der Nachfolger des aus dem Amt geschiedenen Bürgermeisters Werner Kölsch gewählt. Die Kandidaten – mit Blick auf Persönliches wie auf Politisches. Wir beginnen mit dem Kandidaten, der Ende Juni als erster seinen Hut in den Ring warf: Tobias Walter aus Hauenstein.

 

Wer ist Tobias Walter?

Tobias Walter ist in Hauenstein aufgewachsen und hat an der Realschule in Annweiler die Mittlere Reife erworben. Er absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Industriekaufmann in der Schuhbranche, ehe eine weitere Ausbildung im Fachbereich öffentliche Sicherheit bei einer Bundesbehörde in München folgte. Seit 2003 ist er Beamter des Bundesinnenministeriums im Sicherheitsbereich und, wie er es beschriebt, vor allem im Home-Office und mit Präsenztagen in Berlin und Köln tätig.

Die „große Leidenschaft“, so sagt er, ist die Musik. Er spielt Trompete und „für den Hausgebrauch“ Gitarre. Im Musikverein Hauenstein ist er Trompeter: „Faszinierend daran ist, dass 45 einzelne Musiker ihren Part spielen und das Gesamtergebnis einfach nur schön ist. Das ist Teamwork.“ Als weitere Hobbies nennt er Literatur und Geschichte sowie Kochen und Kunst. Er ist auch im Vorstand des VdK tätig. Er ist ledig, ohne Kinder und lebt in einer „interessanten Wohngemeinschaft“ mit seinem Vater in der Wasgaugemeinde.

 

Sein Weg in die Kommunalpolitik

Erst zur Kommunalwahl 2019 hatte sich der 37-Jährige in die Reihe der kommunalpolitischen Akteure eingereiht, hatte sich als Newcomer unter dem Slogan „Make Hääschde great again“ um das Amt des Ortsbürgermeisters beworben und hatte nach einem gewöhnungsbedürftigen Wahlkampf mit 16 Prozent der Stimmen ein immerhin beachtliches Ergebnis erzielt. Nach den Wahlen hatte er in Leserbriefen mit zum Teil schrillen Positionen und steilen Thesen die Kommunalpolitik kommentiert: „Nein, damit habe ich nicht die Verantwortlichen schlecht machen wollen, keineswegs“, entgegnet er auf kritische Nachfragen. Er wolle „kein Brunnenvergifter“ sein, sagt er mit etwas Abstand heute: „Meine Positionen sollten aufrütteln“.

 

Walter und die Parteien

Den Wahlkampf 2020 dagegen habe er „seriöser, ruhiger“ angehen wollen, betont er im Gespräch mit der Rheinpfalz. Als „liberal-konservativ“ und „hundertprozentig parteiunabhängig“ stellt er sich den Wählern vor, auch wenn er bestätigt, dass er im Vorfeld der Wahl mit der CDU lose Gespräche über eine mögliche Unterstützung geführt habe. Er sei früher auch Mitglied der CDU, später der FDP gewesen. Eine gerüchteweise ab und an vermutete Nähe zur AfD verneint er vehement: „Die AfD – das ist das Allerletzte“, bezieht er klar Stellung.

 

Walters kommunalpolitische Vorstellungen

„Ich will der nächste, aber nicht der letzte Bürgermeister der VG Hauenstein sein“, sagt er und umschreibt damit sein Hauptziel: „Die VG Hauenstein muss erhalten werden!“  Er verweist auf das „Gesamtpaket“, das die VG Hauenstein zu bieten habe: Wirtschaftliche und finanzielle Stärke, ausbaufähiger Tourismus, intakte Infrastruktur, funktionierende gesellschaftliche Strukturen. Hier und da sei zu justieren, um Mainz „unmissverständlich und selbstbewusst klar zu machen: Diese VG hat Zukunft.“

Er formuliert aber eine „Plan B“ für den „Worst Case“ einer nicht zu verhindernden Fusion: „Für mich ist dann der Verbleib im Landkreis Südwestpfalz vorteilhafter und sinniger als ein Wechsel in den Kreis SÜW, wo wir das fünfte Rad am Wagen wären.“ Die „SÜW-Romantik“ nennt er einen Trugschluss. In und mit der Südwestpfalz habe man gewachsene Strukturen, sei hier nicht umsonst „die erfolgreichste Gemeinde“ und habe deshalb hier auch die bessere Verhandlungsposition.

Im Übrigen wolle er sich vom „Schlagbaumdenken“ verabschieden: „Im Tourismus wäre eine Zusammenarbeit auf einer Achse von Annweiler über Dahn und Hauenstein bis hin nach Pirmasens-Land und Rodalben mein Traum. Davon könnten alle profitieren.“ Mit kleinen Bausteinen könne man den Bereich Tourismus attraktiver machen, denn „unsere Region bietet mehr als Natur und Schuhe“. Als begeisterter Musiker könnte er sich beispielsweise deutlichere kulturelle Akzente für die Gäste vorstellen: „Kultur im Dorf“ etwa, die ehrenamtliche Hauensteiner Initiative, sei ausbaufähig.

Ein „interessantes Feld“ sei die Verwaltung, für die der Leitspruch „gestalten statt verwalten“ zu gelten habe. Sie sollte „Nährboden“ auch für kreative Ideen sein, sollte die „Erfolgsgeschichten in Schuhindustrie und -verkauf, in der Nahrungsmittelproduktion und im Handwerk“ nach Kräften unterstützen. Digitalisierung sei wichtig als „Werkzeug, Serviceprozesse für Bürger und Unternehmen zu optimieren“. Sie mache Verwaltung aber auch unpersönlicher und berge die Gefahr, gerade ältere Menschen zu vergessen.  (ran)

Einhandmesser bei Verkehrskontrolle aufgefunden
Hauenstein, Hinterweg (ots) - Am Freitag, den 05.03.2021 gegen 17:00 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Dahn in Hauenstein im Hinterweg einen Opel Astra. Da der 31-jährige Fahrzeugführer aus dem Raum Südlich Weinstraße durchweg unkooperativ und unterschwellig aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten agierte und eine Überprüfung ergab, dass der Mann kein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei ist, wurde er vor Ort durchsucht. Hierbei entdeckten die Beamten ein Einhandmesser. Da der Mann kein berechtigtes Interesse zum Führen des Messers vorweisen konnte, wurde es beschlagnahmt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. /pidn (Polizeidirektion Pirmasens)
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Illegales Autorennen
Annweiler, B48 (ots) - Am 07.03.2021 gegen 17:00 Uhr kam es zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen auf der B48 zwischen Hofstätten und dem Bereich Annweiler Forsthaus. Vier hochwertige, hochmotorisierte Fahrzeuge sollten an dem Rennen beteiligt gewesen sein. Zwei gefährdete Verkehrsteilnehmer gaben telefonisch an, dass die "Rennfahrer" anhaltend mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren und teilweise waghalsige Manöver vollzogen hätten. In einem Fall wurde einem Geschädigten die Vorfahrt genommen. Dieser musste stark bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Bei einem weiteren Manöver geriet ein beteiligtes Fahrzeug aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit auf die Gegenspur, sodass ein weiterer Geschädigter ausweichen musste. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Kurven geschnitten, diverse Überholmanöver gefahren und die Fahrzeuge immer wieder auf ein Maximum beschleunigt. Durch eine auf einem Parkplatz positionierte Beifahrerin wurden die Fahrmanöver mit einem Handyvideo festgehalten. Die besagten Fahrzeuge konnten am Parkplatz Johanniskreuz festgestellt und kontrolliert werden. Die Führerscheine der vier saarländischen Fahrer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden sichergestellt. Weiterhin wurde ein am Rennen beteiligter BMW mit 301 PS beschlagnahmt. (Polizeidirektion Landau)
53-Jähriger rastet aus – Polizei setzt Taser ein
Annweiler (ots) - Gegen einen 53-Jährigen musste am Dienstag der Taser eingesetzt werden, nachdem er in seiner Wohnung ausrastete. Gegen 19:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Mann in einer Wohnung in der Wilhelm-Löwe-Straße in Annweiler herumschreien würde und auch Hilfeschreie einer Frau zu hören seien. Als die Polizeibeamten vor Ort kamen, trafen sie den 53-jährigen und seine Mutter an. Der 53 - Jährige war durch die Polizeibeamten nicht zu beruhigen, als er gefesselt werden sollte trat er nach den Beamten und versuchte diese mit der Faust zu schlagen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und des Tasers gelang es den Polizisten die Angriffe des Mannes zu unterbinden und ihn in Gewahrsam zu nehmen. Er wurde im Anschluss in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet. (Polizeidirektion Landau)