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Die Saison auf dem Jugendzeltplatz im Hauensteiner Stopper geht zu Ende

HAUENSTEIN. Mit den zu Ende gehenden Schulferien endet auch die Saison auf dem Jugendzeltplatz im Hauensteiner Stopper. „Im Vergleich zum noch Corona-freien 2019 pendelt sich die Auslastung des Platzes bei etwa der Hälfte der Zeltgäste ein“, berichtet Markus Pohl, der als Beigeordneter die Geschäfte rund um den Zeltplatz verantwortet.

„Wir sind sehr froh, dass wir nach der total ausgefallenen Saison 2020 in diesem Jahr doch einer Vielzahl von Jugendgruppen ein Zeltlager ermöglichen konnten“, konstatiert Pohl, der selbst viele Jahre mit Pfadfindergruppen Zeltlager durchführte. Die Zeltfreizeiten seien möglich geworden, weil in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung ein Hygienekonzept erarbeitet worden war, das zwar einiges an organisatorischem Aufwand erfordert und Einschränkungen notwendig gemacht, sich aber in der Praxis bewährt habe.

So waren in den Sanitärräumen nur jede zweite Dusche, jede zweite Toilettenkabine und jedes zweite Waschbecken zu nutzen, in allen Sanitär- und Aufenthaltsräumen waren Desinfektionsspender aufgestellt worden, Spender für Einmalhandtücher und Seife waren ständig nachzufüllen. Jugendliche Lagerteilnehmer über 14 Jahre, die nicht geimpft oder genesen sind, mussten bereits bei der Anreise einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen. Die Tests mussten am zweiten, vierten und letzten Tag des Aufenthalts erneut vorgelegt werden.

Für die Tests versicherte man sich der Unterstützung durch das örtliche DRK: Maria Zimmermann nahm die Abstriche in der Corona-Teststation im Bürgerhaus und zuweilen sogar vor Ort auf dem Zeltlagergelände. Dass die geforderten Tests durchgeführt wurden, wurde im Schuhmuseum, von wo aus der Zeltplatz verwaltet wird, überprüft. Die Jugendlichen mussten die Ergebnisse dort auch vorlegen, was zumeist per Email erledigt wurde. „Der Vorgang hört sich zunächst kompliziert an, es lief aber recht problemlos“, berichtet Hildegard Memmer aus dem Museum.

Aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen seien in diesem Jahr die Gruppen angereist, berichtet Markus Pohl: Pfadinder aus dem vorderpfälzischen Winden, aus Bad Dürkheim und Neuss waren da, KjG-Gruppen aus Hochheim in Hessen, Harthausen und Lampertheim schlugen ihre Zelte im Stopper auf, ebenso wie die Jugendfeuerwehr aus Jülich, die St.-Martin-Chorknaben aus Biberach oder eine Schülergruppen aus einem Karlsruher Gymnasium.

Die höchste Belegung hatte der Platz Mitte August, als gleichzeitig rund 250 Kinder und Jugendliche den Platz bevölkerten, von dort zu Schwimmbadbesuchen, Wanderungen und Ausflügen starteten, Lagerolympiaden und Geländespiele durchführten oder Lagerfeuerstimmung genossen. Die größte Gruppe stellte die KJG aus Tauberbischofsheim mit 100 Kindern und Jugendlichen. Am Wochenende reisen die drei letzten Gruppen ab.

Damit endet eine Saison, die erst Mitte Juli startete und in der deshalb auch das Zelten an den in früheren Jahren stark frequentierten Tagen um Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam nicht möglich war. Weil wegen Corona auch bei den Veranstaltern und auch bei den Eltern der Lagerkids Unsicherheiten auftraten, wurden mehrere fest gebuchte Zeltlager abgesagt: Für Mai hatten drei Gruppen mit 100 Personen, für Juni drei Gruppen mit 70 Personen, für Juli vier Gruppen mit 210 Personen und für August fünf Gruppen mit 280 Personen zunächst gebucht, später aber storniert. Auch im September wollte noch eine Gruppe mit 90 Personen anreisen. Auch dieses Lager findet nicht statt. Eine Gruppe verschob ihr Zeltlager auf das nächste Jahr und buchte gleich für 2022.