Die Wiedereröffnung des Deutschen Schuhmuseums noch völlig offen

14. Juni 2021
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HAUENSTEIN. Einstimmig vergab der Ortsgemeinderat Hauenstein am Dienstabend den Auftrag für die Stahl- und Metallbauarbeiten am derzeit laufenden Umbau des Deutschen Schuhmuseums. Die Arbeiten, die einen neue Eingangssituation für das Museum und einen neuen Platz für den Weltrekordschuh schaffen, werden von der Bornheimer Firma FW Glashaus zum Angebotspreis von 247.400 Euro ausgeführt.

Dem Beschluss war, wie Bürgermeister Michael Zimmermann auf Anfrage bestätigte, im vorgelagerten nicht öffentlichen Teil eine intensive und kontroverse Diskussion vorausgegangen. Nach einer noch danach beantragten Auszeit, die die Fraktion der Wählergruppe Schöffel in Anspruch nahm, fiel der Beschluss letztlich ohne jede weitere Diskussion und ohne Gegenstimme, wobei das Bauchgrimmen der Räte bis auf die Zuhörerstühle vernehmbar war.

Denn: Im vergangenen Jahr hatte der Rat eine Ausschreibung für dieses Gewerk aufgehoben. Das Architekturbüro arnold + partner war von einem Schätzpreis von 162.000 Euro ausgegangen. Das günstigste Angebot, das im vergangenen Jahr eingegangen war, belief sich aber auf rund 260.000 Euro, eine Summe, mit der der Rat nicht einverstanden war, weshalb er eine neue, diesmal beschränkte Ausführung beschloss.

Die Hoffnung, dadurch wesentlich günstigere Preise zu erzielen, erfüllte sich aber nicht: Nur drei Bieter gaben ein Angebot ab, wobei das jetzt akzeptierte Angebot letztlich gerade mal 13.000 Euro niedriger ausfiel als das günstigste Angebot der ersten Ausschreibung. Die höheren Kosten seien nach Angaben der Planer den seit dem vierten Quartal 2020 massiv gestiegenen Preisen im Bausektor geschuldet. Weiter steigende Materialkosten sowie Baumaterialknappheit als Folge der Corona-Krise ließen nicht erwarten, dass bei einer weiteren Neuausschreibung günstigere Angebote zu erhalten wären. Erwähnenswert: Eines der jetzt abgegebenen drei Angebote lag mit 524.000 Euro um mehr als hundert Prozent über dem günstigsten Angebot aus Bornheim.

„Traurig, dass es so gelaufen ist“ kommentierte der Ortsbürgermeister die Fakten: „Der aufgerufene Preis gefällt niemand, aber wir haben keine Alternative, ohne das gesamte Museumskonzept in Frage zu stellen.“ Mit dem Beschluss unterstreiche der Rat aber die „Bedeutung des Museums für unsere Gemeinde, die durch den Schuh groß geworden ist und durch ihn dazu gemacht wurde, was sie heute ist.“ Und so habe man den Beschluss zwar wegen der hohen Kosten mit „geballter Faust in der Tasche“ gefasst, aber es sei ein einmütiges „Bekenntnis zu unserem Vorzeigeobjekt Museum“, sagte er gestern.

Die letzte aktuelle Kostenermittlung für die bauliche Umgestaltung und Sanierung des Gebäudes lag bei 582.000 Euro. Darin war das jetzt vergebene Gewerk allerdings noch mit 162.000 Euro enthalten. Die Mehrkosten belaufen sich also nun auf rund 85.000 Euro. Einsparungen bei anderen Gewerken in Höhe von rund 19.000 Euro eingerechnet, verteuert sich das Projekt mit der Auftragsvergabe nun auf 648.000 Euro. Aber: Weitere Gewerke wie die Dachsanierung sind noch offen. Und dabei muss mit weiteren Kostensteigerungen gerechnet werden. Abzüglich der Fördergelder bleibt bei der Gemeinde ein Eigenanteil von aktuell 218.000 Euro.

Museum: Wiedereröffnung noch völlig offen

Das Deutsche Schuhmuseum in der Turnstraße ist derzeit geschlossen. Der Rat hat nun einen maßgeblichen Auftrag für die Neugestaltung des Eingangsbereichs, der als gläserner Kubus im südöstlichen Bereich des Bauhausgebäudes angegliedert wird, vergeben. Auch im Innern laufen die Arbeiten zu einer grundsätzlichen Neugestaltung der Ausstellung. Wie der stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates, Gerhard Seibel, gestern auf Anfrage mitteilte, sei man innen soweit, dass in den nächsten Tagen mit der Bestückung der Vitrinen begonnen werden könne. Ein Termin zur Wiedereröffnung des Museums, die ursprünglich für Anfang April geplant war, sei aber auch wegen der noch laufenden Arbeiten am Gebäude noch völlig offen.

 

 

Information zur Waldbestattung im RuheForst

Am Sonntag, 1. August 2021 findet im RuheForst® Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen eine kostenlose, etwa einstündige Führung statt, bei der sich Interessierte über die Möglichkeiten der Waldbestattung im RuheForst informieren können.

Treffpunkt: 10.00 Uhr am Parkplatz „RuheForst“. Anfahrt: B 10, Abfahrt Wilgartswiesen/ Hermersbergerhof, ca. 3 km auf der K 56 Richtung Hermersbergerhof bis zum Hinweisschild „RuheForst“ links.
Weitere Termine in 2021, jeweils um 10.00 Uhr:

Sonntag, 5. September / Sonntag, 3. Oktober / Sonntag, 31. Oktober / Sonntag, 7. November und Sonntag, 5. Dezember.

Kontakt: Tel. 06392 4090177 oder E-Mail info@ruheforst-suedpfaelzerbergland.de.

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