Ehrung bei der Freiwilligen Feuerwehr Hauenstein

Foto: Beim Kameradschaftsabend der Hauensteiner Feuerwehr ehrten VG-Beigeordneter Herbert Schwarzmüller (links) und Wehrführer Sascha Brunner (rechts) Carmen Kämmerer (2.v.l.) für 20 Jahre und Christian Draxl (2.v.r.) für 30 Jahre aktiven Dienst in der Wehr. (ran)

HAUENSTEIN. „Feuerwehr ist mehr als ein Hobby. Feuerwehr prägt das ganze Leben“, konstatierte beim Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr Hauenstein Wehrführer Sascha Brunner. Traditionell zieht bei dieser vom Förderverein ausgerichteten Veranstaltung die Wehr ihre Jahresbilanz, sie ehrt verdiente Wehrleute und nennt Schwerpunkte ihrer Arbeit.

Wie sehr die Feuerwehr ins Leben ihrer Mitglieder eingreift, zeigte Brunner an zwei Beispielen auf: „Wenn es nachts um drei Alarm gibt oder wenn du im Garten mit deinen Kindern spielst und der Alarm geht ein – dann bist du da! Und jeder von uns übt sein Ehrenamt mit Überzeugung und Herzblut aus. Keiner muss, aber alle machen.“

Dass die Feuerwehr das Leben prägt, machte Brunner unter anderem am Beispiel von Carmen Kämmerer und Christian Draxl fest, die der Wehr seit zwanzig bzw. dreißig Jahren angehören und die der Wehrführer und der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Herbert Schwarzmüller (FWG), mit einem Präsent und herzlichen Worten des Dankes ehrten. Die „großen Ehrungen“ finden seit einigen Jahren bei einem eigenen Ehrenabend für die Wehren der VG statt.

Dass dieses Ehrenamt, das an 365 Tagen jeweils über 24 Stunden ausgeübt wird, gar nicht hoch genug einzuschätzen ist, das machte Ortsbürgermeister Michael Zimmermann in seinem Grußwort deutlich. Und der VG-Beigeordnete führte aus, dass es bei allen Überlegungen zur Digitalisierung „am Ende auf den Menschen ankommt. Ohne euch geht bei aller technischen Ausstattung nichts!“

Sascha Brunner berichtete von 63 Einsätzen, die die Wehr zu bewältigen hatte. Sie rückte 25 Mal zu Bränden aus und wurde 38 Mal wegen notwendiger technischer Hilfe –bei Unfällen auf der B10 ebenso wie bei Unwetterlagen- alarmiert. Alleine bei der Entschärfung der Fliegerbombe im Baugebiet am Sonnenhang waren die Wehrleute 715 Stunden im Einsatz.

Um für die Anforderungen der Einsätze gewappnet zu sein, finden alle vierzehn Tage Übungen statt, bei denen man sich im vergangenen Jahr unter anderem gezielt mit den neu angeschafften Ausrüstungsgegenständen -beispielsweise dem neuen Waldbrandsatz- vertraut machte. Dass die Wehr immer auf aktuellem Stand agieren kann, dafür sorgt auch die Teilnahme der Wehrleute an Fortbildungsangeboten auf Kreis- und Landesebene. Nicht zuletzt die „Super-Zusammenarbeit“ in der Wehr sei Grundlage für die erfolgreiche Arbeit im Einsatz für die Gemeinschaft.

Brunner dankte allen Wehrleuten für ihre Einsatzbereitschaft und dankte auch der Verwaltung, mit der „die Zusammenarbeit aber nicht immer einfach“ sei. Er appellierte an die Verantwortlichen, das Ehrenamt zu stärken und deshalb bei Entscheidungen „mehr auf das Wissen der Feuerwehr zurückzugreifen“ und „fachliche Kritik aus der Wehr wahrzunehmen“.

Für die Jugendfeuerwehr berichtete Nicolas Engel von 39 Übungsabenden, bei denen der Wehrnachwuchs mit den Grundlagen der Feuerwehrarbeit vertraut gemacht werde, aber auch beim Schulfest der Grundschule sein Können demonstrieren konnte. Eine gemeinsame Fahrt führte die Jugendlichen nach Mainz, wo sie Gast des Landtagsabgeordneten Christof Reichert waren.

Carmen Kämmerer referierte als Vorsitzende des Förderkreises, der 2019 25 Jahre alt wurde und in diesem Vierteljahrhundert 83.000 Euro aufgebracht hat, um die persönliche Ausrüstung und die Gerätschaften zu komplettieren und die Kameradschaft innerhalb der Wehr –„Sie ist die Basis unserer Arbeit“-zu pflegen. Gerne unterstütze man auch die Jugendfeuerwehr: Das seien „Investitionen in die Zukunft der Wehr“. (ran)