Ein deutliches Wahlergebnis – 69,7 Prozent für Patrick Weißler

5. Oktober 2020
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HAUENSTEIN. Die Entscheidung ist gefallen. Und sie ist deutlich: Patrick Weißler, der 37-jährige Studienrat aus Schwanheim, ist der nächste Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hauenstein. Für ihn entschieden sich 69,7 Prozent und damit mehr als zwei Drittel der Wähler. Der Außenseiter Thomas Weisgerber aus Kaiserslautern kam auf achtbare 30,3 Prozent. Ernüchternd die Wahlbeteiligung: Nachdem vor zwei Wochen noch 51 Prozent der Wahlberechtigten abstimmten, kamen bei der Stichwahl gestern nur noch 44,1 Prozent in die Wahllokale.

Das Ergebnis war so erwartet worden, hatte doch beim ersten Wahlgang Patrick Weißler mit über 40 Prozent der Stimmen einen Vorsprung von 22 Prozent vor Thomas Weisgerber. Weißler konnte diesen Vorsprung nun auf annähernd 40 Prozent ausbauen und damit fast verdoppeln, was in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten war. Für ihn stimmten in absoluten Zahlen 2.228 der insgesamt 3255 Wähler und damit mehr als doppelt so viel wie für Weisgerber, der 967 Stimmen sammelte.

Der neue Verbandsbürgermeister verfolgte die Auszählung der Stimmen sichtlich angespannt. Bei den recht schnell eingehenden Ergebnissen aus den einzelnen Stimmbezirken, die auf der Leinwand im Sitzungssaal des Rathauses öffentlich gemacht wurden, zeichnete sich aber sehr schnell ab, dass der Kandidat aus Schwanheim, den die FWG VG unterstützte, die Wahl mit großem Vorsprung gewinnen würde. Als das Endergebnis gegen 18.45 Uhr feststand, gab’s unter den rund 30 Interessierten spontanen Beifall.

Weißler lag in allen Ortsgemeinden in Front. Sein bestes Ergebnis erzielte er in Darstein mit 92,5 Prozent. In Dimbach, Lug, Schwanheim und Spirkelbach lag er zum Teil deutlich über 80 Prozent. Weisgerber erzielte seine besten Ergebnisse in Hinterweidenthal (39,9 Prozent) und Hauenstein (38,4 Prozent).

Im Gespräch mit der Rheinpfalz zeigte sich Weißler zunächst „überrascht über den großen Vorsprung“, auch wenn das Endergebnis der Stichwahl „stimmig“ zum ersten Wahlgang passe. Thomas Weisgerber zollte er seinen „großen Respekt“ und dankte für den „immer fairen, eigentlich freundschaftlichen Wahlkampf“. Dank richtete er auch an die Wählerinnen und Wähler für das „übergroße Vertrauen“. Er werde alles daransetzen, dieses Vertrauen im neuen Amt, das er „spätestens zum 1. November“ antreten werde, zu rechtfertigen.

Thomas Weisgerber nahm das Ergebnis sportlich: „Der Wähler hat entschieden. Das ist Demokratie“, sagte er. Und: „Wer bei Wahlen antritt, muss auch mit einer Niederlage leben können“, kommentierte er das Wahlergebnis. Seinem Konkurrenten gab der bei der VG-Verwaltung als Bautechniker tätige Lauterer freilich eine Aufgabe mit auf den Weg ins Amt: „In meinem Tätigkeitsbereich muss sich zeitnah etwas ändern, um die permanente Arbeitsüberlastung des Personals zu beenden.“

Der bisherige Rathauschef Werner Kölsch, der aus gesundheitlichen Gründen Ende Juli aus dem Amt geschieden war, bestätigte Weisgerber „ein sehr achtbares Ergebnis“. Der Wahlsieg Weißlers aber sei nach dem ersten Urnengang zu erwarten gewesen. Er wünsche seinem Nachfolger eine „glückliche Hand“ und bot ihm seinen Rat an, „wenn der gewünscht sein sollte“.

Auch bei der Stichwahl enttäuscht die Wahlbeteiligung. Sie lag mit 44,1 Prozent noch einmal um sieben Punkte unter der des ersten Urnengangs. Und wieder fällt Hinterweidenthal aus dem Rahmen. Gerade mal 22,9 Prozent gingen in der Teufelstischgemeinde zur Wahl.

Dass die Wahlbeteiligung eher schwach ausfallen würde, das hatte sich in den beispielsweise in den Hauensteiner Stimmbezirken schon früh angedeutet: Etwa zur Hälfte der Öffnungszeit, kurz nach 13 Uhr, zog man in der Marienschule ein fast ernüchterndes vorläufiges Fazit. „Sehr, sehr ruhig“, sagte Gemeindemitarbeiter Bernhard Seibel, der die Wähler am Eingang zur Schule an die Corona-Regeln erinnerte. Aus einem der vier Stimmbezirke war zu hören, dass zur „Halbzeit“ gerade mal vierzig Wähler erschienen waren. „Zum gleichen Zeitpunkt vor vierzehn Tagen hatten bereits über hundert Personen abgestimmt“, meinte ein Wahlhelfer. Am Nachmittag zog die Wahlbeteiligung etwas an.

Über die Gründe der geringen Wahlbeteiligung lässt sich nur spekulieren. Ob das zunächst eher unfreundliche, später etwas bessere Wetter eine Rolle spielte, wer weiß? Mancher Weißler-Wähler könnte davon ausgegangen sein, dass sein Favorit eh die Wahl gewinnen würde, und blieb deshalb fern. Andere mögen mit der Position „Mir ist jeder recht“ daheim geblieben sein. Andere, und auch das war im Vorfeld der Wahl zu hören, mögen mit keinem der beiden Stichwahl-Kandidaten einverstanden gewesen sein und verzichteten deshalb auf die Ausübung ihres Wahlrechts. So oder so: Die geringe Wahlbeteiligung ist –man muss es so deutlich sagen- kein Argument für den Erhalt der Verbandsgemeinde Hauenstein und schwächt bei allen anstehenden Verhandlungen in Mainz und anderswo die Position der Verantwortlichen. (ran)

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Betrunken und berauscht mit dem Auto unterwegs
Dahn (ots) - In der Nacht von Freitag, den 02.10.20, auf Samstag, den 03.10.20, gegen 01:00 Uhr kontrollierten Polizeibeamte der Dahner Polizei einen 20-jährigen Fahrzeugführer in seinem Mercedes-Benz. Der junge Fahrer war in Dahn unterwegs, als die Beamten bei der Verkehrskontrolle deutlichen Alkoholgeruch wahrgenommen hatten. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,12 Promille. Zudem stellten die Beamten fest, dass der 20-jährige offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Dem Fahrer wurde daraufhin eine Blutprobe entnommen. Der Führerschein und Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt. Der Fahrer muss sich nun wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Daneben kommen weitere Ermittlungen wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz auf ihn zu. //pidn (Polizeidirektion Pirmasens)