Ein mitreißend dargebotenes Konzert des Musikvereins Hauenstein

5. Februar 2020
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HAUENSTEIN. Es war wie in den vergangenen Jahren: Ein glänzend aufgelegtes Blasorchester, ein engagiert führender Dirigent Markus Rebehn, ein ausgesprochen abwechslungsreiches Programm und rund 250 Zuhörer im bis auf den letzten (Steh-)Platz gefüllten Bürgersaal ließen auch das Neujahrskonzert 2020 des Musikvereins Hauenstein zu einem besonderen Erlebnis werden. Das Publikum feierte die Instrumentalisten stehend und mit langanhaltendem Beifall.

Wie gesagt: Es war ein sehr facettenreiches Programm, das die 49 Musiker unter dem Dirigat von Markus Rebehn vorbereitet hatten. Es gab Musik aus vielen Ländern, es gab traditionelle und moderne Blasmusik, es gab Ausflüge in die Welt des Pop und Rock und nicht zuletzt auch in den Bereich der Filmmusik und des Schlagers. Es waren bekannte und zuweilen auch eher fremde Melodien – und alles war fein gemischt und kurzweilig verpackt und vor allem: mitreißend dargeboten.

Das gilt zunächst für die Stücke, die eigens für Blasorchester komponiert wurden: Da war unter anderem die Suite „Where the River Flows“ von James Swearingen, die in drei Sätzen die Geschichte eines weißen Jungen erzählt, der von Indianern entführt, dann adoptiert und schließlich zum „Great Chief“ wird, oder das wunderschöne „Air for Winds“ von André Waignein, das in der Tradition des barocken Air mit seiner romantisch dahinfließenden Melodie zum Träumen anregte. Und da fehlten auch nicht die klassischen Polkas aus Böhmen und aus Mähren wie Antonin Zvaceks „Morgenblüten“ oder Christian Bruhns „Böhmische Souvenirs“.

Neben der traditionellen Blasmusik-Literatur interpretierte der Musikverein auch Arrangements weltbekannter Hits aus Rock und Pop. Wer die Fusion verschiedener Musikgenres mag, der wird es genossen haben: Wunderschön dargeboten wurde beispielsweise John Miles‘ „Music“, mit Jubel und Bravorufen gefeiert wurden Paul McCartneys „Yesterday“, Europes „Final Countdown“, Led Zeppelins „Stairway to Heaven“ und  Art Garfunkels „Bright Eyes“, für das Markus Rebehn das Arrangement geliefert hatte.

Die Kapelle widmete sich auch Spirituals wie „Oh Lord, What a Morning“ und „Steal away“ und  dem „Beerdigungshit“ aus New Orleans „Just a closer Walk“. Auch Schlager aus den Fünfzigern wie dem von Bert Kaempfert zum Millionenseller gemachten „Mitternachtsblues“, bei dem Boris Keiser als Solist glänzte, waren zu hören. Auch hier also: ein breit gefächertes Spektrum an Spielarten der Musik, an Genres, an Stimmungen, an Tempi und an musikalischen Farben.

Das Konzert war eröffnet worden vom Jugendorchester des Vereins unter der Leitung des gerade 20-jährigen Felix Wünschel. Die Youngsters trugen –unterstützt von Senior Gerhard Bohn- sehr anmutig, sicher und mit Charme Queens „We will Rock you“ und Josh Grobans „You raise me up“ vor. Dass der MVH mit seinem Jugend- und Ausbildungskonzept einen erfolgreichen Weg geht, wurde deutlich, als die Jugendkapelle die Bühne frei machte für die Aktiven: Alle jungen Instrumentalisten machten auf dem Absatz kehrt und reihten sich in das Orchester der Aktiven ein: So gelingt es dem MVH immer wieder, Nachwuchsmusiker in die Kapelle zu integrieren und sie an das hohe Niveau der Kapelle heranzuführen. Für die Zukunft ist also gesorgt.

Das Orchester  musizierte unter dem souveränen und lebhaften Dirigat von Markus Rebehn, der augenscheinlich die Musik lebt, wie aus einem Guss, agierte überaus dynamisch und füllte den Saal mit einem differenzierten und harmonischen Gesamtklang. Es überzeugt bei pianissimo-Phasen und verliert auch bei forte und fortissimo nichts von seiner Transparenz. Das ergab in der Summe energiegeladene Musik mit nuancenreicher Instrumentierung, manchmal mit viel Drive, manchmal aber auch mit fast schwebenden Melodieteilen.

Reicher Beifall war der Lohn für eine reife Leistung. Als Zugabe gab’s einen Hauch Wien: Wie beim traditionellen Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker erklang –begleitet vom klatschenden Publikum- der Radetzky-Marsch. (ran)

Zwei Einbrüche in Firmengebäude
Hauenstein (ots) - In der Nacht von Montag auf Dienstag, zwischen 18:00 Uhr 07:00 Uhr, brachen unbekannte Täter in zwei benachbarte Firmen in der Industriestraße ein. Es wurde jeweils ein Fenster eingeschlagen. Die Täter suchten offensichtlich gezielt nach Bargeld. Schränke wurden nicht durchwühlt. In einem Fall entnahmen die Täter das Bargeld aus einer Geldkassette, die in einem Schreibtisch aufbewahrt wurde. Hier wurde der Gesamtschaden auf 500 Euro taxiert. Im anderen Fall deuteten ein geöffneter Schuhkarton und eine offenstehende Schranktür auf die Suche der Täter hin. Entwendet wurde hier nichts. Der Sachschaden liegt bei circa 250 Euro. Zeugen, die im Zusammenhang mit den Einbrüchen Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail pipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. (Polizeidirektion Pirmasens)

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