Eine Anerkennung des „Wasgau-Felsenlands“ als Unesco – Weltnaturerbe soll geprüft werden

3. Februar 2020
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HAUENSTEIN. Ein ganz großes Rad will der Verkehrsverein Hauenstein drehen: Wie der Vorsitzende Thomas Engel mitteilte, habe er im Namen des Vereins dem Mainzer Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur (MWWK) vorgeschlagen, eine Anerkennung des „Wasgau-Felsenlands“ als Unesco – Weltnaturerbe zu prüfen und gegebenenfalls in die Wege zu leiten. Staatsekretär Denis Alt aus dem MWWK ist der rheinland-pfälzische Regierungsbeauftragte für das Unesco-Welterbe.

„Das Wasgau-Felsenland umfasst in der Südpfalz den Bereich von Annweiler bis Eppenbrunn. Es ist einzigartig in Deutschland“, heißt es in Engels Schreiben. Das Felsenland sei vergleichbar lediglich mit dem Elbsandsteingebirge, sei aber viel ausgedehnter, fährt der Hotelier aus dem Hauensteiner Landgasthof „Zum Ochsen“ fort. Alleine in der Gemarkung Hauenstein gebe es 28 große Sandsteinfelsen, im gesamten Bereich dürften es „annähernd 300 Felsen sein“. Der Verein bittet den Staatsekretär „um wohlwollende Prüfung“ des Vorschlags.

Zur Sache: Unesco Welterbe
Ziel der Welterbekonvention der Unesco aus dem Jahr 1972 ist es, Güter besonders zu schützen, deren Erhalt im Interesse der gesamten Menschheit ist. Neben besonderen Zeugnissen vergangener Kulturen, künstlerischer und architektonischer Meisterwerke und immaterieller Werte können auch einzigartige Naturlandschaften unter Schutz gestellt werden. In Rheinland-Pfalz sind unter anderem der Speyerer Dom und die Porta Nigra in Trier als Weltkulturerbe geschützt.

Als Weltnaturerbe wurde das Obere Mittelrheintal unter besonderen Schutz gestellt. Für die Anerkennung als Weltnaturerbe sind mehrere Kriterien formuliert: Unter anderem sollen die unter Schutz zu stellenden „Güter“ „überragende Naturerscheinungen oder Gebiete von außergewöhnlicher Naturschönheit und ästhetischer Bedeutung“ aufweisen. In Deutschland zählen neben dem Mittelrheintal lediglich das Wattenmeer, alte Tiefland- und Mittelgebirgsbuchenwälder unter anderem im Müritzer Nationalpark und in der Schorfheide, die Teil eines transnationalen Naturerbes sind, sowie die Grube Messel bei Darmstadt zum Unesco-Weltnaturerbe. (ran)

Bewusst habe man für den formlosen Antrag den Begriff „Wasgau-Felsenland“ verwendet, sagte Thomas Engel im Gespräch mit der Rheinpfalz, seien die einzigartigen Felsengebilde aus Buntsandstein doch im gesamten Wasgau, damit in den Verbandsgemeinden Annweiler, Hauenstein, Dahner Felsenland und Pirmasens Land und sowohl im Landkreis Südwestpfalz als auch im Landkreis Südliche Weinstraße zu finden. Er habe deshalb auch Landrätin Susanne Ganster und Landrat Dietmar Seefeld um Unterstützung des Anliegens aus Hauenstein gebeten.

In dem Vorschlag sehe er auch einen Ansatz, um die Kooperation zwischen den betroffenen Verbandsgemeinden und den Landkreisen weiter zu entwickeln: „Lasst uns doch einfach groß denken“, sagte Engel. Er sei sich bewusst, dass bis zu dem angepeilten Ziel ein weiter und aufwendiger Weg zurückzulegen sei. „Aber wir sollten es versuchen.“ Und natürlich hofft man, schon auf dem und am Ende des Weges der Region neue touristische Aufmerksamkeit zu verschaffen.

 

 

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