Einschränkungen im Sportbetrieb werden langsam gelockert

2. Juli 2020
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HAUENSTEIN. Letzten Freitagabend in Hauenstein: Auf dem Rasen im Haberdeich trainieren gut zwei Dutzend Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ein paar hundert Meter weiter im Stadion unter dem Needing tummeln sich gleich vier Kinder-Trainingsgruppen mit gehörigem Abstand, am westlichen Tor machen rund zehn Kicker der ersten Mannschaft lockeres Torschusstraining. Nicht nur beim TVH und beim SCH wird deutlich: Der Sportbetrieb kommt wieder auf Touren – langsam zwar und eingeschränkt sowie unter Beachtung der Hygieneregeln, aber immerhin.

Bleiben wir beim TVH: In der Heimat des Turnvereins, im Haberdeich, üben unter der Anleitung von Jochen Stengel und Maximilian Plaum die Stützpunktturner des Turngaus Westpfalz. Training an den Geräten ist derzeit (noch) nicht möglich. Denn die Halle des TVH ist nach wie vor für den Sportbetrieb geschlossen. „Und sie bleibt geschlossen – zumindest bis nach den Sommerferien“, hat TVH Vorstandschef Markus Reichert auf Rheinpfalz-Anfrage bestätigt, zumal in der Ferienzeit der Übungsbetrieb im TVH für die verschiedenen Breitensportgruppen eh ruhe. Ob nach den Ferien in der Halle Sportbetrieb „as usual“ herrschen könne, das werde „die weitere Corona-Entwicklung“ zeigen, sei also „völlig offen“

Die Turner indes hoffen, wie Adrian Eichberger, Mitglied des Stützpunkt-Trainerteams, mitteilt, darauf, dass gerade die Geräteturner aus dem Stützpunkt bereits früher wieder an die Geräte dürfen, wie das beispielsweise bereits in Edenkoben und Bad Bergzabern möglich ist.

„Aber das wird nur denkbar sein in enger Absprache mit dem Vorstand und es kann nur geschehen unter Beachtung aller Hygieneregeln, wie sie ja auch der Deutsche Turnerbund und der Deutsche Olympische Sportbund erarbeitet haben“, betont Adrian Eichberger.

Bis es aber soweit sein wird, müsse man mit dem zurechtkommen, was derzeit möglich ist. Und da hat der TVH für insgesamt zehn Gruppen seine Sportplätze im Haberdeich wieder geöffnet. Dort sitzen also am Freitagabend die Kunstturner des Stützpunkts – von den Youngstern Jonas, Julius und Nils bis hin zum „Senior“ Bastian Merz- auf dem Rasen und machen unter Anleitung von Maximilian Plaum (Hauenstein) und Jochen Stengel (Pirmasens) vor allem gymnastische Übungen. Davor war die Gruppe, der Turner des TVH, des TV Dahn, des TV Pirmasens und des TV Lemberg angehören, im Queichtal zu einer Laufeinheit, der sich die Gymnastikübungen anschließen.

„Dabei geht’s vor allem um Beweglichkeit, um Koordination und um Kraftübungen“, sagt Bastian Merz, selbst erfolgreicher Kunstturner und Kampfrichter bis hoch zur Bundesliga. „Die Meisterschaften sind in diesem Jahr ja alle abgesagt. Am Samstag wäre die Quali für die deutschen Mehrkampfmeisterschaften gewesen“, berichtet der Mitarbeiter im Hochschulsport der Universität Kaiserslautern. Er geht der Turnerei zwar nicht mehr mit letzter Konsequenz nach: „Aber ich schaue immer wieder gerne bei der Stützpunkttruppe vorbei“, sagt er.

„Es geht bei diesen Trainingseinheiten auch mehr um den sozialen Aspekt“, erläutert Adrian Eichberger einen Effekt der wöchentlichen 90-Minuten-Einheit. Es sei wichtig, dass man sich nach der Corona-Pause „wieder sieht und miteinander Sport treibt“. Zwar habe man den Turnern während der Pause wöchentlich Trainingspläne über What’s app zukommen lassen. „Aber das Turnen lebt halt auch vom Kontakt. Und Sport macht in der Gruppe einfach mehr Spaß“, weiß der Trainer.

Ähnlich sieht Petra Memmer die Situation. Die lizensierte TVH-Übungsleiterin bewegt nach  der „Öffnung“ drei Breitensportgruppen: „Natürlich sind die Übungsstunden auf dem Rasen gegenüber den Möglichkeiten der Halle eine eher ungewohnte Notlösung“, sagt sie: Aber sie seien eine „Möglichkeit, die Leute wieder zu erreichen und sie aktiv zu halten“. Man sei freilich enorm „witterungsabhängig: Gymnastik im Nieselregen ist halt nicht so toll.“ Und die Teilnahme hänge ebenfalls arg von der Witterung ab: „Sieht’s nach Regen aus, bleibt’s eher überschaubar.“

Petra Memmer erkennt aber nicht nur Nachteile des Trainings im Freien: „Wir arbeiten dort ohne Musik. Ich meine, da kann man sich intensiver auf die Übungen konzentrieren“, sagt sie. Und die vielen Geräte, die die Halle bietet, könne man ersetzen: Alle Teilnehmerinnen bringen ihre eigenen Matten mit. Und: „Übungsgerät“ sei der eigene Körper. Das sogenannte „Body-Weight-Training“ arbeite mit dem eigenen Körpergewicht und biete eine  umfangreiche und abwechslungsreiche Übungspalette. (ran)

Handy aus Hotelzimmer gestohlen
Hauenstein (ots) - Unbekannte Täter verschafften sich auf ungeklärte Weise Zugang zu einem verschlossenen Hotelzimmer und entwendeten dort ein Huawei-Handy im Wert von circa 200 Euro. Andere Wertgegenstände wurden zurückgelassen. Die Tatzeit lässt sich auf gestern, 11:30 bis 17:30 Uhr, festlegen. Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Einbruchsdiebstahl Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail kipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. kips (Polizeidirektion Pirmasens)

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