Entwurf der geplaten Kita in Hauenstein einstimmig akzeptierte

6. Februar 2019
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HAUENSTEIN. Das wird schon ein überaus imposanter Bau werden: Fast 50 Meter lang, 15 Meter tief und durchgehend zweigeschossig soll die neue Kindertagesstätte werden, die die Ortsgemeinde Hauenstein in unmittelbarer Nachbarschaft zur Grundschule auf dem Gelände der ehemaligen Süddeutschen Schuhfabrik errichten wird. 3,8 Millionen Euro soll die für sechs Gruppen konzipierte Einrichtung kosten, deren Entwurf der Ortsgemeinderat  einstimmig akzeptierte.

Barbara Hort und Thomas Bingeser vom Lauterer Architekturbüro hort+hensel hatten dem Rat die Entwürfe präsentiert. Die Kita soll im nördlichen Bereich des noch frei zu räumenden Grundstücks entlang der Grenze zum Schulhof errichtet. Im Erdgeschoß befindet sich der von der Dahner Straße aus über einen Treppenweg und eine ihn begleitende Rampe -für Kinderwagen etwa- zu erreichende Haupteingang, über den man das Foyer erreicht. Rechts davon ist ein rund 70 Quadratmeter großer Multifunktionsraum geplant, dem sich auch ein Küchenbereich sowie ein im rechten Winkel angebauter und nur eingeschossig ausgeführter Sportraum mit 60 Quadratmetern Fläche und ein Geräteraum anschließen.

Vom Foyer aus links sind zunächst das Leitungsbüro und ein Personalzimmer erreichbar. Im linken Teil des Traktes Richtung Süden finden dann zwei Gruppenräume mit je rund 48 Quadratmetern samt einem jeweils angegliederten „Rückzugsraum“ mit 21 und 23 Quadratmetern Platz. Nördlich des Flurs sind dann unter anderem Toiletten, ein Wickelraum, Treppenhaus und Aufzug untergebracht.

Im Obergeschoß sind vier weitere Gruppenräume mit Rückzugsräumen und zwei Kleingruppenräume mit etwas mehr als 10 Quadratmetern, Toiletten und Wickelraum sowie Räume für die Haustechnik vorgesehen. Es kann über einen nach Süden weisenden „Laubengang“ und über eine Außentreppe verlassen werden.

Über das Gebäude, das –wie Barbara Hort ergänzte- dem vom Landesjugendamt vorgeschriebenen Raumprogramm entspricht, wird sich ein leicht geneigtes Pultdach erstrecken, das auch eine Photovoltaikanlage aufnehmen könnte. Das Haus wird als Niedrig-Energie-Gebäude gebaut und -wie die Planer betonten, barrierefrei angelegt. Vor dem Gebäude Richtung Dahner Straße ist ein großer terrassierter Spielbereich geplant, auf dem planerisch ein kleiner Bolzplatz, eine Nestschaukel, eine Kletterlandschaft und auch eine Bobby-Car-„Rennstrecke“ ausgewiesen sind.

Die Räte widmeten besondere Aufmerksamkeit der Parkplatz- und Verkehrssituation rund um die künftige Kita. Hier solle das an ähnlichen Einrichtungen zu beobachtende Verkehrschaos zu Bring- und Abholzeiten minimiert werden. Sechs Parkplätze sind zunächst rechts des Gebäudes vorgesehen, die über die Kirchstraße angefahren werden können. Von diesen Parkplätzen gelangt man ebenerdig und barrierefrei zu einem Nebeneingang im Norden des Gebäudes. Entlang der Dahner Straße werden sechs weitere längs angelegte Parkbuchten entstehen.

Ursprünglich hatte die Gemeinde eine viergruppige Kita geplant: Neuere Zahlen freilich, die das Jugendamt der Kreisverwaltung vorlegte, wiesen, so Ortschef Bernhard Rödig, einen Platzbedarf für sechs Gruppen aus. Diese neue Berechnung basiere zum einen auf der Tatsache, dass sich mit dem sich gerade in der Erschließung befindlichen Baugebiet „Am Sonnenhang“ die Zahl der Kinder wohl erhöhen werde. Zum anderen sei aber der Trend zu beobachten, dass immer mehr jüngere Kinder die Kitas besuchten, führte Rödig weiter aus.

Markus Keller (Grüne) nannte es ein „Armutszeugnis“, dass die Berechnungsgrundlagen dem Rat nicht vorlägen: „Vor zweieinhalb Jahren hieß es noch, dass die in den beiden Hauensteiner Kitas bestehenden sechs Gruppen ausreichten. Jetzt erfahren wir, dass zwei weitere Gruppen notwendig seien“, sagte er und forderte, dass die zugrunde liegenden Berechnungen „auf den Tisch“ kommen müssen. Ortschef Rödig stellte fest, dass er die Zahlen selbst nicht kenne. Er habe aber „volles Vertrauen in den zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes“. Die Zahlen sollen dem Rat noch zur Kenntnis gebracht werden, sagte Rödig zu.

Der Rat stimmte dem Entwurf des Büros schließlich einstimmig zu. Von den dicht besetzten Zuhörerbänken gab’s Beifall – wohl sowohl für den Entwurf als auch für den Beschluss. Wie die Planerin ausführte, habe man das „durchaus sportliche Ziel“, noch im März den Bauantrag einreichen zu können. Wenn alles glatt laufe, könne das Gebäude dann im September oder Oktober 2020 bezogen werden. (ran)

Schlägerei in Hauenstein
Hauenstein (ots) - In der vergangenen Nacht kam es auf einer Party in Hauenstein zu einer Auseinandersetzung, wo ein 21-Jähriger zunächst anfing herumzutoben und Gegenstände von den Tischen zu werfen. Als ein anderer Gast diesen zurechtweisen wollte fing er mit diesem Streit an, warf ihn zu Boden und trat diesen mit den Füßen. Der ebenfalls 21-Jährige erlitt hierbei eine Platzwunde am Hinterkopf. Ein weiterer Gast wurde ebenfalls von dem Beschuldigten geschlagen, weil er diesen offenbar verwechselte. Verletzt wurde dieser jedoch nicht. Der sehr wahrscheinlich unter Alkohol und Drogen stehende Beschuldigte war dann letztendlich so abgedreht, dass er an zwei vor Ort befindlichen Fahrzeugen die Außenspiegel abgetreten hat und eine Motorhaube zerkratzte. Der amtsbekannte Beschuldigte konnte vor Ort und auch an seiner Wohnadresse nicht angetroffen werden. An beiden Fahrzeugen sind Sachbeschädigungen von geschätzten 1300.- Euro entstanden. Gegen den 21-Jährigen wird ein Strafverfahren eingeleitet.

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Schlägerei endet in Zelle
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