Erweiterung des Baugebietes Kühhohl beantragt

13. Oktober 2021
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Foto: Werden auf diesem Wiesengelände östlich des Baugebiets “Kühhohl” weitere Bauplätze entstehen? Der Ortsgemeinderat beschloss jedenfalls eine Machbarkeitsstudie und verfügte eine Veränderungssperre. (ran)

HAUENSTEIN. Dass Bauplätze in Hauenstein Mangelware sind, zeigt die Entwicklung im gerade baureif gewordenen Baugebiet Sonnenhang, wo mittlerweile die ersten Häuser wachsen: Für 16 noch freie Bauplätze dort seien, so teilte Bürgermeister Michael Zimmermann in der Ratssitzung am Donnerstagabend mit, 50 Bewerbungen eingegangen. Wie der Gemeinderat mit dem offensichtlichen Mangel umzugehen gedenkt, das zeigte die Diskussion an den Ratstischen.

Ausgangspunkt war ein Antrag der CDU-Fraktion, für eine Erweiterung des Baugebietes Kühhohl eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Der Vorschlag sieht vor, dass die Straße An der Vogelhege nach Norden verlängert wird und dass die derzeitigen Stichstraßen Eichen-, Buchen- und Burgunder Straße an die verlängerte Vogelhege angeschlossen werden. Auf der so zu erschließenden Fläche könnten rund 25 Bauplätze entstehen, so die Fraktion.

Matthias Schächter führte in der Begründung des Antrags aus, dass die Erfahrungen mit der Erschließung von Baugebieten, zuletzt des Sonnenhangs, zeigten, dass ein neues Baugebiet vom Beschluss bis zur Baureife sechs bis zehn Jahre in Anspruch nähme. Es gelte also, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Die Erfahrungen am Sonnenhang zeigten auch überdeutlich, wie groß die Nachfrage sei: „Die Verfügbarkeit von baureifem Gelände ist ein Kriterium für junge Familien, am Ort zu bleiben oder sich anderswo niederzulassen“. Hier müssten rechtzeitig Weichen gestellt werden.

Der CDU-Antrag beinhaltete neben der Erstellung einer Machbarkeitsstudie auch den Erlass einer Veränderungssperre, die Spekulationen verhindern soll. Inge Wieser-Doppler (B90/Die Grünen) hatte als Ergänzung angeregt, in einer Versammlung der betroffenen Grundstückbesitzer deren Meinung einzuholen. Auch sei zu überprüfen, ob eine Veränderungssperre rechtlich auf festen Füßen stehe, merkte Manfred Seibel (Grüne) an. Diesem erweiterten Antrag stimmte der Rat bei drei Gegenstimmen aus der FWG und einer Enthaltung zu.

Der Abstimmung war eine rege Diskussion vorausgegangen: Inge Wieser-Doppler hatte zu bedenken gegeben, dass es sich bei den vorgesehenen Flächen, die zumeist als Koppeln und Streuobstwiesen genutzt werden, um „wichtiges und wertvolles Gelände“ handle, ein Argument, das auch Boris Keiser (FWG) aufgriff: Ein Baugebiet dort sei ein „starker Eingriff in die Landschaft“, die dadurch „immer mehr zugebaut“ würde. Er brachte auch die Frage der Entwässerung ins Gespräch: Der Kanal in der Kaiserstraße, über den ein Teil des Oberflächenwassers aus dem Baugebiet Kühhohl abgeleitet werde, sei bereits jetzt bei Starkregen überlastet.

Auch Manfred Seibel sprach diese Problematik an. In der Machbarkeitsstudie müsste vor allen Dingen geklärt werden, ob und wie Oberflächenwasser ohne weitere Belastung des Kanalsystems abgeleitet werden könne. Wie Markus Pohl (CDU) betonte er als „Prämisse“, dass vor einer Erschließung alle fraglichen Grundstücke ins Eigentum der Gemeinde überführt werden müssten. „Da kann der Sonnenhang die Blaupause liefern“, sagte Markus Pohl, der das Verfahren beim Sonnenhang maßgeblich verantwortet hatte. Michael Zimmermann betonte: „Wir werden die Fehler, die beim Baugebiet Kühhohl gemacht wurden, nicht mehr machen.“ Dort waren die Flächen in privater Hand geblieben mit dem Ergebnis, dass nun viele voll erschlossene Bauplätze brachliegen.

In die Diskussion war zudem eingeworfen worden, dass es auch sinnvoll sei, Baugrundstücke durch Abrundung bestehender Baugebiete zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem die Pirminiusstraße –vis-à-vis der Feuerwehr- und das möglicherweise freiwerdende Gelände an der Friedenskirche genannt. Susanne Münch (FWG) schlug vor, auch kleinere Flächen in die Überlegungen einzubeziehen, die beispielsweise ein Tiny-House aufnehmen könnten.

Stefan Kölsch (Grüne) schließlich brachte die Möglichkeit ins Gespräch, auch Gelände ins Auge zu fassen, das im Eigentum des Forstes sei. Er nannte das Gebiet westlich des Breiten Deichs und eine Abrundung im Bereich Biedenbergstraße / Karl-Kreuter-Straße. Der Ortschef sagte zu, die vorgeschlagenen Alternativen zu prüfen und das Ergebnis in einer Sitzung des Bauausschusses vorzustellen.

Plätze gewidmet

Der Gemeinderat beschloss, den Parkplatz in der Landauer Straße, auf dem früher die Kratzsche Schuhfabrik „Palette“ stand, nach dem Gründer der Fabrik „Georg-Kratz-Platz“ zu nennen. Der kleine Platz am Marktplatz am Landgasthaus „Zum Ochsen“ soll künftig den Namen „Bernd-Hecktor-Platz“ tragen. Bernd Hecktor (1948 bis  hat mit seinen Mundarttexten Hauenstein ein besonderes literarisches Vermächtnis geschaffen.

Auftrag vergeben

Die Entwässerungsrinne auf dem oberen Rathausplatz befindet sich in einem desolaten Zustand. Wie mitgeteilt wurde, seien die Gitterroste stark verformt und bildeten Stolperfallen für Fußgänger. Auch das Reinigen der Rinne sei nur schwer möglich, da die Gitterroste mittlerweile zur Standsicherheit der Rinnenwände dienen. Der Auftrag für den Rück- und Neubau wurde an das Hauensteiner Bauunternehmen Naab zum Angebotspreis von 23.600 Euro vergeben.

Keine Höhenbegrenzung am Parkplatz „Farrenwiese“

Der Parkplatz „Farrenwiese“ am Eingang zum Naherholungsgebiet Queichtal war vor einigen Monaten neu hergerichtet worden. Er diene nun vermehrt auch als Wende- und Rastplatz von Lastkraftwagen, wodurch die neue wassergebundene Decke beschädigt werde. Der Bauausschuss hatte die Situation in Augenschein genommen und den Vorschlag, dort eine Höhenbegrenzungssperre anzubringen, abgelehnt. Diesem Votum schloss sich der Rat ohne weitere Diskussion an.

 

Information zur Waldbestattung im RuheForst

Am Sonntag, So 05. Dezember 2021 findet im RuheForst® Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen eine kostenfreie Führung statt, bei der sich Interessierte über die Möglichkeiten der Waldbestattung im RuheForst informieren können.

Treffpunkt: 10.00 Uhr am Parkplatz „RuheForst“.
Die Führung dauert bis ca. 11.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Anfahrt: B 10, Abfahrt Wilgartswiesen/ Hermersbergerhof, ca. 3 km auf der K 56 Richtung Hermersbergerhof bis zum Hinweisschild „RuheForst“ links.

Kontakt: RuheForst, Gemeinde Wilgartswiesen: 06392 4090177,
E-Mail info@ruheforst-suedpfaelzerbergland.de.

Laserkontrolle
Dahn (ots) - Am Mittwochvormittag führte die Polizei Dahn in der Hauensteiner Straße eine Geschwindigkeitsüberwachung mit der Laserkontrolle durch. Hierbei wurden 25 Fahrzeugführer wegen überhöhter Geschwindigkeit beanstandet. Der schnellste Fahrzeugführer war bei erlaubten 50 km/h mit 90 km/h unterwegs. Ihn sowie einen weiteren Fahrzeugführer erwarten neben einem Bußgeld auch ein einmonatiges Fahrverbot. Zwei jugendliche Rollerfahrer wurden mit Geschwindigkeiten deutlich über 25 km/h gemessen, obwohl sie lediglich in Besitz einer Mofa-Prüfbescheinigung waren. Gegen beide Fahrzeugführer sowie gegen die jeweiligen Fahrzeughalter mussten Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis bzw. Dulden des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet werden. Ein weiterer Pkw-Fahrer stand unter Alkoholeinfluss. Ein Alcotest ergab 0,45 Promille. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Weiterhin mussten noch zwei weitere Fahrzeugführer wegen Benutzung eines Mobiltelefons und wegen technischer Veränderungen am Fahrzeug beanzeigt werden. Wegen weiterer Verkehrsverstöße wurden noch vier Verwarnungen ausgesprochen und zwei Mängelberichte ausgestellt. Insgesamt ergaben sich bei der Kontrolle 4 Strafanzeigen, 13 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 18 Verwarnungen, 2 Mängelberichte sowie eine untersagte Weiterfahrt. (Polizeidirektion Pirmasens)