Feuerwehr erhielt neuen Gerätesatzes, der zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung dient

7. August 2019
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HAUENSTEIN. „Das ist eine äußerst sinnvolle Ergänzung zu der Standardausrüstung, die unsere Wehren vorhalten!“ So kommentiert der Hauensteiner Wehrleiter Johannes Seibel die Anschaffung eines neuen Gerätesatzes, der zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung dienen wird.

20.000 Euro hat die Verbandsgemeinde in das neue Equipment investiert, für das noch Zuschüsse zu erwarten sind und über dessen Berechtigung es bei der gegenwärtigen Waldbrandbrandgefahrenstufe vier auf der fünfteiligen Skala und täglichen Berichten über Wald- und Flächenbrände keinerlei Diskussionen gibt.

 „Nachdem sich die Wehrleute in den letzten Wochen mit dem neuen Material vertraut machen konnten, haben wir am Rauhberg eine Waldbrandübung durchgeführt, um das Gerät in der Praxis zu testen“, berichtet der Wehrleiter. Sie habe viele „wertvolle Erkenntnisse“ gebracht.  Knapp 50 Wehrleute aus Hauenstein, Hinterweidenthal, Spirkelbach und Annweiler sowie Helfer des Technischen Hilfswerks Hauenstein waren in die Übung am Spirkelbacher Hausberg einbezogen.

Das Übungsszenario sah vor, dass die Wehren einen an  einem Steilhang ausgebrochenen Waldbrand von zwei Seiten –von unten und von oben- bekämpfen sollten, wobei das THW unter anderem für die Absturzsicherung sorgte. Bei der Brandbekämpfung kamen dann die neuen Geräte zum Einsatz, die unter anderem aus den Erfahrungen großer Waldbrände in den USA und in Spanien entwickelt wurden. „Ziel der Waldbrandbekämpfung ist es, mit minimalem Wassereinsatz  maximalen Löscherfolg zu erzielen“, informierte Seibel.

Zu dem nun zur Verfügung stehenden Gerätesatz zählen zunächst Löschgeräte, wie beispielsweise acht Löschrucksäcke, die rund 20 Liter Wasser fassen und über eine „Lanze“ eine Wasserwurfweite von rund sieben Metern erreichen und sich damit für das Ablöschen eines Feuersaums oder von Feuerinseln eignen. Neben den gebräuchlichen Geräten wie der Löschpatsche  und dem „Pulaski“, einer Kombination aus Axt und Hacke, enthält der Gerätesatz auch acht „Gorgui“-Mehrzweckwerkzeuge, die multifunktional als Axt, Hacke, Rechen und Harke eingesetzt werden können.

In den vier Waldbrandboxen, die künftig mit dem Mehrzweckfahrzeug der Hauensteiner Wehr zum Einsatzort transportiert werden, sind auch Hilfsmittel, die den Transport von Ausrüstung und Gerät zur oft nur schwer zugänglichen Brandstelle erleichtern. Darunter sind fünf Rückentragen für je vier 15 Meter lange D-Schläuche samt Strahlrohren und Verteiler und mehrere Schlauchrucksäcke, die eine Verlegung einer Schlauchleitung während des Gehens ermöglichen. Auch eine „Hale Fyr Pak“- Rucksackpumpe gehört zum neuen Equipment, die eine Förderleistung von 285 Liter/Minute schafft. Um eine bessere Eindringtiefe des Löschwassers zu erzielen, kann Netzmittel über spezielle Strahlrohre beigemischt werden.

Damit Löschwasser nahe am Brandort gespeichert und dann  über die dünnen D-Schläuche eingesetzt werden kann, ist die Wehr nun mit Faltbehältern mit einem Fassungsvermögen von 1000, 3000 und 5000 Litern ausgestattet. Sie werden über eine Schlauchleitung von der nächsten Wasserstelle oder vom Tanklöschfahrzeug gespeist und ermöglichen den Löschangriff über mehrere dünnere und damit wassersparende Schläuche. Nicht zuletzt enthalten die Geräteboxen eine Vielzahl von Materialien zur persönlichen Sicherheit der eingesetzten Kräfte wie Schutzbrillen und Staubschutzmasken.

Nach der Übung zog Johannes Seibel ein zufriedenes Fazit: „Es hat sich gezeigt, dass durch die  Trageergonomie der Rucksäcke ein relativ müheloser Transport von Material und ein schneller Aufbau eines Löschangriffs auch in abgelegenen und schwer begehbaren Waldbereichen möglich ist“, konnte er beobachten. Und: Mit den verschiedenen Materialien könne  der Löschangriff effektiv unterstützt werden. Nicht zuletzt habe auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten „sehr gut“ geklappt.

Natürlich sei der Schweiß bei der Übung am kräftezehrenden Steilhang und bei den derzeit herrschenden Temperaturen in Strömen geflossen, sagte Johannes Seibel, auch wenn man in Anbetracht der hohen Temperaturen auf die eigentliche Schutzbekleidung, die feuerhemmend sei, verzichtet habe. Für den Ernstfall aber, dann, wenn die volle Montur zu tragen sei, sorge man dafür, dass die Einsatzkräfte frühzeitig durch Reservekräfte abgelöst werden. Und: Im Feuerwehrhaus habe man ausreichend gekühlte Säfte und Wasser gebunkert, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. (ran)

Sperrung der B10 nach Verkehrsunfall mit Lkw
Annweiler - Bundesstraße 10 - Kostenfelstunnel (ots) - Am heutigen Mittag, um 14:30 Uhr, ereignete sich ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 10 im Bereich des Kostenfelstunnel bei Annweiler, welcher zu einer Sperrung der Bundesstraße führte. Ein 54-jähriger Pkw-Fahrer, aus dem Raum Südwestpfalz, kam nach derzeitigen Stand der Ermittlungen aufgrund eines kurzfristig eingetretenen Schwächeanfalles nach links in den Gegenverkehr. Dort kollidierte der Pkw zunächst mit der Leitplanke und im Anschluss touchierte er seitlich einen entgegenkommenden Sattelzug. Der 61-jährige Lkw-Fahrer, aus dem Raum Karlsruhe, versuchte noch auszuweichen, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise niemand der Unfallbeteiligten sowie deren Insassen verletzt. Es entstand lediglich ein Sachschaden von ca. 8.000,- EUR. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße gesperrt werden. (Polizeidirektion Landau)

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Außenspiegel im Vorbeifahren beschädigt
Hauenstein (ots) - Am Dienstag, den 07.01.2020, in der Zeit von 08:55 Uhr bis 09:00 Uhr, parkte die Geschädigte mit ihrem schwarzen Hyundai i10 entgegen der Fahrtrichtung in der Dahner Straße in Hauenstein. Als die 31-jährige Frau von der Postannahmestelle zurückkam, stellte sie fest, dass ihr Außenspiegel auf der Beifahrerseite beschädigt war. Zu dem Unfallverursacher gibt es bislang keine Hinweise. Dieser entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 150 Euro. (Polizeidirektion Pirmasens)