Fluthilfe – Zwei Kitas bekommen neue Spielgeräte für den Außenbereich

30. November 2021
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Foto: Kostenlose Überstunden für zwei Kitas im Flutgebiet leisteten v.l. Jürgen Graf, Timo Andrie, Stefan Schmittgen, Michael Oberle, Christina Hunsicker, Axel Oberle, Dorothee Wieser, Peter Jennewein, Anna Klein, Lothar Keller, Lukas Haschke, Jens Merkt, Katharina Koch, Sigrid Würtz, Christian Joder, Marko Klar, Melanie Horn, Stephan Roos, Ruben Scheurer, Joshua Bernhard, Elmar Wagner, Marc Radke, Ralf Kiefer, Dominik Riedel, Katrin Oberle, Denis Dauster, Robert Müller. Arbeitszeit gespendet haben auch Joseph Huver und Katja Radke. (ran)

HINTERWEIDENTHAL. Da ziehen drei Akteure, die eigentlich wenig miteinander zu tun haben, an einem Strang. Und heraus kommt: eine großartige Aktion, die zwei Kitas im Erfttal, das wie das Ahrtal durch die Flutkatastrophe verwüstet worden war, neue Spielgeräte für den Außenbereich im Wert von 20.000 Euro beschert.

Die Beteiligten: Die Firma Seibel-Spielplatzgeräte, eine gemeinnützige GmbH aus Hinterweidenthal, die Ortsgemeinde Contwig und ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb aus Kall im Kreis Euskirchen, am Rand der Nordeifel.  Von der „konzertierten“ Aktion profitieren die Kita Kreuzweingarten, die in Trägerschaft der Stadt Euskirchen ist, sowie die katholische Kita St. Martinus in dem Euskirchener Stadtteil Kirchheim. Im Kreis Euskirchen hatten durch die Flut im Erfttal 26 Menschen ihr Leben verloren, die Schäden an Gebäuden und Infrastruktur sind unermesslich.

Im Kreis Euskirchen ist auch der Gartenbaubetrieb Trautmann zuhause. Und von Mike Trautmann, dem Inhaber des Betriebs, stammt der Impuls, der zu der gemeinsamen Hilfsaktion führte. „Mein Betrieb war verschont geblieben, meine Mitarbeiter waren aber mehrere Wochen als Helfer im Einsatz“, berichtete er. „Von den beiden Kitas steht nur noch die Hülle. Da war nichts mehr, was noch ganz war“, sagte er im Telefongespräch mit der Rheinpfalz. Die Kitas seien in Container und Notunterkünfte ausgelagert, der Wiederaufbau sei im Gange, werde sich wohl bis ins nächste Jahr hinziehen.

Um den Kindern und den Kitas zu helfen, habe er die Initiative ergriffen und habe mit mehreren Firmen in Deutschland, die Spielplatzgeräte herstellen, Kontakt wegen einer Spende für die von der Flut betroffenen Kitas aufgenommen: „Die Firma Seibel in Hinterweidenthal war sofort bei der Sache dabei“, berichtete Mike Trautmann. Seibel sorge für die Spielgeräte, Trautmann montier vor Ort, habe man vereinbart.

Katrin und Michael Oberle, die Inhaber des Betriebs in der Hinterweidenthaler Wartbachstraße, der für seine kreativen Spielplatzgeräte aus massivem Holz bekannt ist, fanden einen Weg: Das Unternehmen, das eigentlich nur nach Beauftragung fertigt, hatte für die neue Kita in Contwig bereits Spielgeräte im Wert von 20.000 Euro hergestellt. Nun ist der Bau in Contwig eine Hängepartie. Ein massiver Schimmelbefall sorgte für einen Baustopp. Ergo: Der Bau samt Außenbereich liegt brach, die Spielgeräte können nicht geliefert und montiert werden.

Die Oberles nahmen nun Kontakt mit der Gemeinde Contwig auf. Ihre Idee: Wenn Contwig für die fertigen Spielgeräte 10.000 Euro spendet, übernimmt die Firma Seibel die zweite Hälfte. Im Ortsgemeinderat Contwig wurde über den Vorschlag aus Hinterweidenthal diskutiert, man holte die Zustimmung der Kommunalaufsicht ein, stimmte dem Deal zu und holte auch noch die Verbandsgemeinde als Mitspender ins Boot.

Rund wurde die Sache durch Außendienstler Johannes Schäfer und Nils Veit, die auf Ihre Provision verzichten und vor allem durch die Belegschaft des Hinterweidenthaler Betriebs: Am vergangenen Freitag leisteten rund zwei Dutzend Mitarbeiter unbezahlte Überstunden. Der Erlös aus dieser Aktion fließt in die Gesamtspende ein. „Das ist doch eine Selbstverständlichkeit, dass ich da mitmache“, sagte Katharina Koch, jüngste Zeichnerin im technischen Büro.

Und Denis Dauster, Schreiner in der Produktion, meinte: „Es ist ein gutes Gefühl, für die Kinder im Flutgebiet etwas Gutes zu tun.“ „Eine ganz tolle Sache: Wir können gemeinsam einen Beitrag leisten, um den von der Flut Betroffenen zu helfen. Und es ist schön zu sehen, wie engagiert sich unsere Mitarbeiter einbringen“, kommentierte Katrin Oberle dankbar den Einsatz. Versüßt wurden die Überstunden übrigens durch eine spontane Kuchenspende der Hinterweidenthaler Bäckerei Zürn.

Die insgesamt zehn Spielgeräte –von der Minispielanlage „Maxburg“ über Sandkästen und Schaukeln bis zum Spielanlage „Bauhof Landau“- können in absehbarer Zeit auf die Reise nach Euskirchen geschickt werden können. „Die Montage schaffen wir dieses Jahr nicht mehr, weil noch zu viel in und an den Gebäuden zu erledigen ist. Aber zeitig im nächsten Jahr werden die Spielgeräte –natürlich kostenlos- installiert“, nennt der Partner vor Ort, Mike Trautmann, ein Zeitfenster

Verkehrsunfall mit Personenschaden – Frontalzusammenstoß zwischen Pkw und Lkw
Hinterweidenthal, B10 Höhe Katharinenhof (ots) - Am Montag, den 06.12.2021 gegen 19:30 Uhr ereignete sich auf der B10, Pirmasens - Landau, Höhe des ehemaligen Katharinenhofs ein Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einer Sattelzugkombination. Ersten Ermittlungen zufolge befuhr der 52-jährige Fahrer aus dem Saarpfalz-Kreis mit seinem Ford Focus die B10 von Pirmasens kommend in Richtung Landau. Am Beginn der zweispurigen Richtungsfahrbahn kam er nach einer Linkskurve aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenspur und kollidierte dort frontal mit einer entgegenkommenden Sattelzugkombination, geführt von einem 50-jährigen Mann, ebenfalls aus dem Saarpfalz-Kreis. Durch den Zusammenstoß wurde der Pkw in die Böschung geschleudert. Der Führer des Pkw war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste durch die Freiwillige Feuerwehr Hauenstein geborgen werden. Der Pkw-Fahrer wurde schwerstverletzt, der Lkw-Fahrer leichtverletzt. Beide Männer wurden durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in die umliegenden Krankenhäuser verbracht. An beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die vorerst geschätzte Sachschadenshöhe dürfte sich bei 40000 Euro befinden. Zur Rekonstruktion des Unfalles wurde ein Unfallgutachter hinzugezogen. Die B10 war für die Zeit der Unfallaufnahme für fünfeinhalb Stunden vollgesperrt. Die Straßenmeistereien Dahn und Annweiler leiteten den Verkehr weiträumig um./pidn (Polizeidirektion Pirmasens)