Für die Wahl des Verbandsgemeinderates Hauenstein bringt die CDU Manfred Schary (Hinterweidenthal) an der Spitze

20. März 2019
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HAUENSTEIN. Mit Manfred Schary (Hinterweidenthal) an der Spitze geht die CDU in die Wahl des Verbandsgemeinderates Hauenstein, der nur bis zum Vollzug der Fusion mit der VG Dahner Felsenland im Amt bleiben wird. Unter den gegebenen Voraussetzungen werde man sich zu „hundert Prozent für eine freiwillige Fusion mit der VG Dahner Felsenland einsetzen“, betonte Schary.

Die Voraussetzungen brachte Schary so auf den Punkt: Die rot-grün-gelbe Landesregierung habe die Auflösung der VG Hauenstein beschlossen und sich über das Bürgervotum für eine Fusion mit der VG Annweiler hinweggesetzt. Ein Antrag der CDU-Fraktion im Verbandsgemeinderat auf Erhalt der VG sei von der Mehrheitskoalition abgelehnt worden. Es bleibe nun nur, auf eine freiwillige Fusion hinzuarbeiten und Einfluss auf die „Modellierungsmöglichkeiten der künftigen VG“ zu haben. Eine Zwangsfusion bringe nur Nachteile.

Spitzenkandidat Schary widersprach „Ängsten, die geschürt“ würden: Das Hauensteiner Freibad werde „sicher“ nicht geschlossen, die Realschule plus in Hauenstein habe „sicher“ eine Zukunft, werde sie doch vom Landkreis mit „sehr viel Geld auf den modernsten Stand gebracht“.  Auch müsse man nicht für jede „Beglaubigung nach Dahn fahren“, weil es in Hauenstein ein Bürgerbüro geben werde. Er schlug auch vor, jede zweite Ratssitzung der fusionierten VG in Hauenstein stattfinden zu lassen.

Schary nannte Möglichkeiten, wie die zu erwartende „Hochzeitsprämie“ sowie die zusätzlichen Fördermittel, die das Land in Aussicht gestellt habe, verwendet werden könnten: Er führte unter anderem eine Gesamtsanierung des Hallenbades in Hauenstein und die „stärkere Förderung“ des Erlebnisparks Hinterweidenthal ebenso an wie einen gemeinsamen Premiumwanderweg über mehrere Etappen –als „Fusionsweg“ durch die neue Verbandsgemeinde.

Ergänzend hierzu führte der an Platz zwei nominierte Michael Zimmermann aus, dass nach Informationen aus dem Ministerium „bereits ein ganzer Stapel von Wünschen aus der VG Dahner Felsenland vorliege, welche Projekte außerhalb der „Hochzeitsprämie“ gefördert werden könnten. Aus der Verwaltungsspitze Hauenstein sei bislang nichts gekommen: „Fehlendes Engagement?“, fragte Zimmermann.

Er kritisierte auch die Aussagen der Koalition, die Senkung der Umlage sei Ausfluss der eigenen Politik: Die Umlagen konnten gesenkt werden, weil die „Einnahmen sprudeln“. Allein das und nicht die Politik der Koalition habe die Senkung der Umlage, die ja auch von der CDU vorgeschlagen, aber zunächst von den Mehrheitsfraktionen abgelehnt worden sei, möglich gemacht.

Kein Verständnis äußerte Schary für die Tatsache, dass die Mehrheitskoalition sich einer Verlängerung der Wahlzeit verweigerte. Das habe dazu geführt, dass die Fusionsverhandlungen „auf die lange Bank“ geschoben worden seien: „Das schadet allen, weil mit Blick auf die anstehende Fusion freiwerdende Stellen in der Verwaltung nicht mehr besetzt werden dürfen“, führte Schary aus. „Verwundert und sehr enttäuscht“ habe er zur Kenntnis genommen, dass sich „führende Kommunalpolitiker in der Lenkungsgruppe für eine Wahlzeitverlängerung aussprachen, im Rat aber dagegen gestimmt haben“.

Wie MdL Christof Reichert ergänzte, hätten im Land fünf Verbandsgemeinden dieser Option zugestimmt: „Das wäre auch bei uns der richtige Weg gewesen“, sagte Reichert, der die Kandidatenkür leitete.  Mit Blick auf die Tatsache, dass die „Volkspartei SPD“ auf ihrer Verbandsgemeindeliste gerade mal 13 Personen präsentieren konnte, stellte Reichert fest, dass sich die Sozialdemokraten mit der Ablehnung der Wahlzeitverlängerung „offenbar selbst ins Knie geschossen“ hätten.

Auf der Liste der CDU, die 28 Wahlberechtigte am Freitagabend zusammenstellten, sind Kandidaten aus fünf der acht Ortsgemeinden vertreten. Unter den 26 Bewerbern für die 24 Ratssitze sind vier Frauen. Jüngster Kandidat ist der 20-jährige Eric Brüderle aus Lug, Listensenior ist der 77-jährige Fritz Schwarzmüller, der 20 Jahre lang  Bürgermeister von Schwanheim war.

 

Die Kandidatenliste:

  1. Manfred Schary (Hinterweidenthal)
  2. Michael Zimmermann (Hauenstein)
  3. Markus Pohl (Hauenstein)
  4. Dietmar Schweinebarth (Schwanheim)
  5. Norbert Meyerer (Hauenstein)
  6. Joachim Sanden (Hauenstein)
  7. Eric Brüderle (Lug)
  8. Günter Schneider (Hauenstein)
  9. Jochen Hagenmüller (Hauenstein)
  10. Wolfgang Schweitzer (Hinterweidenthal)
  11. Maria Zimmermann (Hauenstein)
  12. Tobias Bärmann (Hauenstein)
  13. Heidi Schöffel (Wilgartswiesen)
  14. Johannes Seibel (Hauenstein)
  15. Fritz Schwarzmüller (Schwanheim)
  16. Günther Pritz (Hinterweidenthal)
  17. Christof Glaser (Hauenstein)
  18. Stefan Greiner (Hinterweidenthal)
  19. Monika Roman (Hauenstein)
  20. Ilona Schary (Hinterweidenthal)
  21. Steffen Krämer (Hauenstein)
  22. Horst Eisenmann (Hauenstein)
  23. Ulf Tiede (Hauenstein)
  24. Manfred Seibel (Hauenstein)
  25. Lukas Pohl (Hauenstein) – Ersatzkandidat
  26. Urban Kurz (Lug) – Ersatzkandidat

 

Strafbarer Schuhtausch
Hauenstein (ots) - Eine 21-jährige Frau aus Pirmasens fuhr mit der Bahn nach Hauenstein und begab sich auf der Schuhmeile in ein Schuhgeschäft. Dort tauschte sie ihr bisheriges Schuhwerk in ein paar neue Badeschuhe und nahm zusätzlich ein paar Flipflops an sich. Anschließend verließ sie das Geschäft ohne zu bezahlen. Aufmerksame Angestellte hatten die Frau allerdings bei der Tatausführung beobachtet und bis zum Bahnhof Hauenstein verfolgt. Dort konnte sie bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Die Frau war der Polizei bereits einschlägig bekannt. Sie stand zudem unter deutlichem Alkoholeinfluss. (Polizeidirektion Pirmasens)

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Fahrerlaubnisklasse reicht nicht aus
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