Generalversammlung des SC Hauenstein brachte keine Veränderung

7. Oktober 2020
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HAUENSTEIN. Nach dem tragischen Tod von Steffi Dums und Christoph Kellers bereits 2019 angekündigtem Rückzug ist nur noch Udo Memmer als einer von ehemals drei Vorsitzenden des SC Hauenstein im Amt. Die Generalversammlung am Freitagabend brachte keine Veränderung. Wie geht es weiter beim Traditionsverein aus dem Wasgau?

Als „richtungsweisend“ war die Generalversammlung angekündigt worden und mit der Hoffnung, dass sich „engagierte und verantwortungsvolle Personen“ fänden, um die Vakanzen beseitigen. Fest stand, dass Udo Memmer die Vereinsgeschäfte bis zur turnusmäßigen Neuwahl im Frühjahr 2021 weiterführen würde – über diesen Zeitpunkt hinaus aber nicht alleine. Der Versuch, mit Ergänzungswahlen das Vorstandstrio zu komplettieren, scheiterte: Es gab keine Vorschläge, keine Kandidaten, ergo keine Wahlen.

Dennoch: Es war eine letztlich –zumindest in Ansätzen- positiv stimmende Sitzung. Denn: Der Verein sei –trotz der durch Corona bedingten Einbußen- zum einen „finanziell kerngesund“, wie Christoph Keller ausführte. Er verfüge über die notwendige Liquidität und über ein beachtliches Vereinsvermögen, dessen Pflege „kosten- und zeitintensiv“ sei, wofür man unter anderem auf das große Engagement der Dienstagsoldies bauen könne.

Zum anderen verfolge man nach dem „Riesenumbruch“ mit den Abstiegen aus der Ober- und Verbandsliga sportlich ein tragfähiges Konzept: Mit möglichst „vielen jungen Spielern aus der eigenen Jugend“ wolle man in der Landesliga bestehen. Man brauche dabei „längeren Atem und Geduld“. Aber es deute sich an, dass sich unter anderem mit zuletzt sechs Jungen, die gerade der A-Jugend entwachsen sind, und einigen Routiniers eine „hungrige, homogene und echte Mannschaft“ für die Landesliga entwickle, sagte Keller.

Und Udo Memmer ergänzte: „Wir wollten diesen Umbruch, der nicht nur finanziellen Zwängen geschuldet ist.“ Er sei überzeugt, dass das „der einzig gangbare Weg für den SCH“ darstelle. Deswegen investiere man auch weiterhin in die Jugend, bei der man im A-Jugendbereich eine Spielgemeinschaft mit Fehrbach, in allen anderen Altersstufen mit dem ASV Lugs/Schwanheim gebildet habe.

Der SCH, der im vergangenen Jahr mit großem Aufwand und hervorragender Resonanz seinen Hundertsten feiern konnte, verfügt derzeit über insgesamt 359 Mitglieder. Freilich mache, wie Christoph Keller ausführte, alleine die Mitgliederstruktur deutlich, woran es kranke: Nur ein gutes Drittel der Mitglieder seien länger als zehn Jahre dabei. „Uns fehlen fördernde Mitglieder, erst recht fehlen uns junge Mitglieder, die sich länger an den Verein binden.“ Und –mit Blick auf die künftige Vorstandschaft: „Wir können nur überleben, wenn sich Jüngere engagieren und einbringen.“

Hier setzte dann eine intensive und engagierte Diskussion unter den rund 30 anwesenden Mitgliedern ein: Thomas Schächter, langjähriger Jugendleiter, verwies auf ein Gruppenbild der SCH-Jugendmannschaften vergangener Jahre, die allesamt Meisterschaften feiern durften. Aber: „Von diesen vielen Spielern ist keiner mehr da.“ Der SCH habe „viele Jahre zu hoch gespielt“, weshalb viele auswärtige Spieler gewonnen werden mussten, die „keine Bindung zum SCH aufgebaut“ hätten. Ein Fehler sei auch gewesen, die 1b aufzugeben mit der Folge, dass sich einheimische Spieler anderen Vereinen anschlossen. Und deshalb sei es jetzt schwierig, „Leute zu finden, die für den SCH eintreten“ wollten.

Hans-Peter Mayer, ebenfalls ehemaliger Jugendleiter beim SCH, konstatierte, dass es „andere Vereine gibt, denen es noch deutlich schlechter geht“. Der Staffelleiter für die A- und B-Junioren im Fußballkreis Pirmasens wies darauf hin, dass am Spielbetrieb gerade noch sieben A-Jugend-Teams teilnähmen. Und auch das sei nur möglich, weil pro Team vier U21-Kicker eingesetzt werden können. „Vor diesem Hintergrund stehen wir ja noch gut da“, sagte er. A-Junioren- Coach Heini Grünfelder regte an, die „Gemeinschaft im Verein“ mehr zu betonen, den Verein mehr als „Familie“ erleben zu lassen.

Thematisiert wurde auch die gesamtgesellschaftliche Entwicklung, dass immer weniger bereit zum Ehrenamt seien. Er bekomme oft Angebote zur Mithilfe: „Aber keiner will letztlich Verantwortung übernehmen“, berichtete Udo Memmer. Er betonte, dass er bis zur Generalversammlung 2021 im Amt bleibe: „Aber bis dahin müssen wir junge und engagierte Mitarbeiter finden. Wenn uns das nicht gelingt, dann geht es um die Existenz unseres Vereins.“  Christoph Keller, der dem Verein weiter als Rechner zur Verfügung steht und dem Memmer mit herzlichen Worten dankte, zeigte sich schließlich zuversichtlich, dass es so weit nicht kommen werde. „Denn wir haben ja einen intakten Verein zu bieten.“ (ran)

Einhandmesser bei Verkehrskontrolle aufgefunden
Hauenstein, Hinterweg (ots) - Am Freitag, den 05.03.2021 gegen 17:00 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Dahn in Hauenstein im Hinterweg einen Opel Astra. Da der 31-jährige Fahrzeugführer aus dem Raum Südlich Weinstraße durchweg unkooperativ und unterschwellig aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten agierte und eine Überprüfung ergab, dass der Mann kein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei ist, wurde er vor Ort durchsucht. Hierbei entdeckten die Beamten ein Einhandmesser. Da der Mann kein berechtigtes Interesse zum Führen des Messers vorweisen konnte, wurde es beschlagnahmt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. /pidn (Polizeidirektion Pirmasens)
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Illegales Autorennen
Annweiler, B48 (ots) - Am 07.03.2021 gegen 17:00 Uhr kam es zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen auf der B48 zwischen Hofstätten und dem Bereich Annweiler Forsthaus. Vier hochwertige, hochmotorisierte Fahrzeuge sollten an dem Rennen beteiligt gewesen sein. Zwei gefährdete Verkehrsteilnehmer gaben telefonisch an, dass die "Rennfahrer" anhaltend mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren und teilweise waghalsige Manöver vollzogen hätten. In einem Fall wurde einem Geschädigten die Vorfahrt genommen. Dieser musste stark bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Bei einem weiteren Manöver geriet ein beteiligtes Fahrzeug aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit auf die Gegenspur, sodass ein weiterer Geschädigter ausweichen musste. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Kurven geschnitten, diverse Überholmanöver gefahren und die Fahrzeuge immer wieder auf ein Maximum beschleunigt. Durch eine auf einem Parkplatz positionierte Beifahrerin wurden die Fahrmanöver mit einem Handyvideo festgehalten. Die besagten Fahrzeuge konnten am Parkplatz Johanniskreuz festgestellt und kontrolliert werden. Die Führerscheine der vier saarländischen Fahrer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden sichergestellt. Weiterhin wurde ein am Rennen beteiligter BMW mit 301 PS beschlagnahmt. (Polizeidirektion Landau)
53-Jähriger rastet aus – Polizei setzt Taser ein
Annweiler (ots) - Gegen einen 53-Jährigen musste am Dienstag der Taser eingesetzt werden, nachdem er in seiner Wohnung ausrastete. Gegen 19:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Mann in einer Wohnung in der Wilhelm-Löwe-Straße in Annweiler herumschreien würde und auch Hilfeschreie einer Frau zu hören seien. Als die Polizeibeamten vor Ort kamen, trafen sie den 53-jährigen und seine Mutter an. Der 53 - Jährige war durch die Polizeibeamten nicht zu beruhigen, als er gefesselt werden sollte trat er nach den Beamten und versuchte diese mit der Faust zu schlagen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und des Tasers gelang es den Polizisten die Angriffe des Mannes zu unterbinden und ihn in Gewahrsam zu nehmen. Er wurde im Anschluss in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet. (Polizeidirektion Landau)