Generationswechsel beim THW Hauenstein

3. September 2021
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HAUENSTEIN. Beide sind in der Wolle gefärbte THWler, beide haben eine ähnliche Karriere bei den Katastrophenschützern hinter sich, die sie aus dem Jugend-THW bis an die Spitze des Hauensteiner Ortsverbandes führte. Jetzt haben beide auch gemeinsam den Staffelstab an Jüngere weitergegeben: Klaus Schwarzmüller und Peter Jost haben sich aus der ersten Reihe zurückgezogen, zählen nun zur „Alters- und Ehrengruppe“ des THW, stehen aber nach wie vor parat.

Klaus Schwarzmüller stand 19 Jahre lang als Ortsbeauftragter an der Spitze der Katastrophenhelfer von der Pirminiusstraße, Peter Jost unterstützte ihn zwölf Jahre lang als Stellvertreter. Sie haben gemeinsam auch bei vielen kleinen und großen Einsätzen –bei dem „total intensiven“ Einsatz beim Elbhochwasser 2002 etwa oder in der „Hurrikan-Saison“ 2005- bedrückende Not, riesige Hilfsbereitschaft und auch eine „Super-Kameradschaft“ erlebt.

Zu den Höhepunkten in Klaus Schwarzmüllers Amtszeit zählte aber auch das vom Hauensteiner Ortsverband organisierte Landesjugendlager mit 600 Teilnehmern im Stopper 2003, das gemeinsame und entsprechend groß aufgezogene Jubiläum von THW, Feuerwehr und DRK im Jahr 2004 und die internationalen Jugendaustausche mit Rostow am Don oder mit jungen isländischen Helfern, wie Peter Jost ergänzt.

Das aber war das „Meisterstück“ ihrer Amtszeit: Im vergangenen Jahr konnte das THW eine moderne und hochfunktionale neue Unterkunft beziehen. Seit 2006 hatte man im Ortsverband darum gekämpft, die bisherige Unterkunft, die aus dem Werkstatttrakt der früheren Jubo-Schuhfabrik entstanden war und den Ortsverband an räumliche, organisatorische und letztlich auch energetische Grenzen stoßen ließ, durch einen Neubau zu ersetzen.

„Wir haben gekämpft, gerührt und viele Rückschläge erlebt“, schildern die beiden viele vergebliche Anläufe. Nachdem im Frühjahr 2015 das „Aus“ gesprochen schien, habe am 21. Januar 2016 die Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer alle maßgeblichen Leute –den Bundesbeauftragten des THW, Albrecht Broemme, ebenso wie maßgebliche Vertreter der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten- an einen Tisch gebracht. Und dort schaffte man den Durchbruch…

Das neue Gebäude ist ein Grund, dass Schwarzmüller und Jost ihr Führungsamt „beruhigt“ abgeben konnten. Dass sich mit Alexander Memmer und Kai Spielberger junge und fähige Nachfolger fanden, die „von den Kompetenzen und der Motivation her genau passen“, habe den Abschied ebenfalls erleichtert und einen „fließenden Übergang“ ermöglicht. Nicht zuletzt: Beide blicken mit Genugtuung auf einen „Ortsverband, der lebt“, wie sie betonen.

Neue Helfer, eine neue Unterkunft, eine neue Führungsstruktur auch in den Ebenen unterhalb der Ortsbeauftragten und eine hohe Motivation unter den Helfern ließen eine „Aufbruchstimmung“ erkennen. „Hier kann man etwas bewegen“, sind sie sich einig. Die Zukunft des THW in Hauenstein sichere seit Jahrzehnten eine aktive Jugendarbeit: „Es macht Freude, die Entwicklung von Jugendlichen aus der THW-Jugend bis zu den Aktiven zu verfolgen“, sagt Klaus Schwarzmüller. Und Peter Jost blickt mit spürbarem Stolz darauf zurück, dass in den von ihm organisatorisch begleiteten Grundscheinkursen rund 50 aktive Helfer das Rüstzeug für den Einsatz erhielten.

Klaus Schwarzmüller zieht sich nun zurück, weil er sich neuen beruflichen Herausforderungen stellt, die „mich zu hundert Prozent fordern“. Peter Jost betont, dass er „keine Ambitionen auf die Nachfolge“ gehegt habe. Er wollte einem Generationenwechsel nicht im Wege stehen. „Es war die richtige Entscheidung“, sagt Klaus Schwarzmüller, „zum idealen Zeitpunkt“, ergänzt Peter Jost. Sie blicken auch darauf zurück, dass „viele unseren Weg sehr positiv begleitet haben“: Die Zusammenarbeit mit Vertretern der Politik oder der anderen Hilfsorganisationen sei immer produktiv gewesen: „Wir hatten immer das Gefühl, dass man gemeinsam mit uns an einem Strang zieht. Da können wir nur dankbar sein.“

Für beide war das THW Lebensinhalt: „Ich habe die Leitsätze des THW verinnerlicht, der Schutz der Bevölkerung war mir immer ein besonderes Anliegen“, beschreibt Peter Jost  (58) seine Motivation, sich im THW einzubringen. Für den 46-jährigen Klaus Schwarzmüller, der in Bobenthal wohnt und für den das THW auch eine Verbindung zum Freundeskreis im Heimatdorf war, trafen sich beim THW die „Möglichkeit, Menschen in Notlagen helfen zu können“ mit seinem „technischen Interesse“ und der Kameradschaft, die ihn das THW wie „eine große Familie erleben“ ließ.

Jetzt erleben sie die THW-Kameradschaft also in der „Alters- und Ehrengruppe“: „Wir bleiben dem THW natürlich verbunden, werden, wenn wir gefragt sind, auch die eine oder andere Aufgabe übernehmen“, sagen sie. Gerne gäben sie bei Bedarf auch den einen oder anderen Tipp. Ansonsten aber heiße es: „loslassen“.

Information zur Waldbestattung im RuheForst

Am Sonntag, 3. Oktober 2021 findet im RuheForst® Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen eine kostenlose, etwa einstündige Führung statt, bei der sich Interessierte über die Möglichkeiten der Waldbestattung im RuheForst informieren können.

Treffpunkt: 10.00 Uhr am Parkplatz „RuheForst“.
Anfahrt: B 10, Abfahrt Wilgartswiesen/ Hermersbergerhof, ca. 3 km auf der K 56 Richtung Hermersbergerhof bis zum Hinweisschild „RuheForst“ links.

Weitere Termine in 2021, jeweils um 10.00 Uhr:

So 31. Oktober/
So 7. November/
So 5. Dezember 2021.

Kontakt: Tel. 06392 4090177 oder E-Mail info@ruheforst-suedpfaelzerbergland.de.

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