Hauenstein möchte auch „Coworking Spaces“ im Dorfbüro einrichten

22. Oktober 2020
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HAUENSTEIN. Auch Hauenstein hat –wie Dahn- Interesse, mit Unterstützung des Landes Rheinland- Pfalz in einem „Dorfbüro“ sogenannteals temporäre Büros einzurichten. Der Ortsgemeinderat fasste in seiner Sitzung am Mittwochabend den Grundsatzbeschluss, sich an dem Wettbewerb um eine entsprechende Förderung zu beteiligen.

Der Tagesordnungspunkt, den der Beigeordnete Andreas Wilde (SPD) vorstellte, war kurzfristig auf die Agenda gesetzt worden. Darum geht es: Ein Dorf-Büro ist nichts anderes als ein Gemeinschaftsbüro, in dem zeitlich flexibel einzelne Arbeitsplätze und Besprechungsräume –sogenannte „Coworking Spaces“- angemietet werden können. Der neudeutsche Begriff (übersetzt: „Räume fürs Zusammenarbeiten“) ist im Zuge der Digitalisierung und neuer Arbeitsformen populär geworden. Die Einrichtung von Dorfbüros kann über die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz mit bis zu 100.000 Euro gefördert werden.

Solche Gemeinschaftsbüros, wie sie in manchen Städten bereits existieren, seien auch für viele Dörfer eine Chance, die Lebensqualität zu verbessern und die Arbeit zurück ins Dorf zu holen. Sie bieten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und Selbstständigen, Start-Ups und auch Urlaubsgästen einen komplett ausgestatteten Arbeitsplatz, der temporär gegen Entgelt genutzt. Sie seien eine Möglichkeit für das in Coronazeiten verbreitete „Home-Office, trennt aber Arbeitsplatz und Wohnung.

Wie Andreas Wilde ausführte, müsse der Antrag auf Förderung bis zum 16. Februar von der Verbandsgemeinde gestellt werden. Als räumliche Ressource stünden Räume im Bürgerhaus zur Verfügung, wo bis zu fünf solcher Arbeitsplätze eingerichtet werden könnten. „Wir sollten einen Fuß in die Tür bekommen und über unseren Grundsatzbeschluss den Antrag der Verbandsgemeinde auf den Weg bringen“ meinte der Beigeordnete.

Im Rat war man sich über den grundsätzlichen Nutzen solcher Einrichtungen einig. Manfred Seibel (Grüne) regte sogar an, auch über eine große Lösung („think big“) und eine mögliche Neubaulösung im Interkommunalen Gewerbegebiet nachzudenken. Patrick Stöbener und Simone Schenk (beide FWG Schöffel) rieten jedoch, vor einem Grundsatzbeschluss noch offene Fragen zu klären, ein Vorschlag, dem die Ratsmehrheit allerdings nicht folgte.

Sorgen bereitet der Ortsgemeinde die Abwasserproblematik im gemeindeeigenen Anwesen Hauptstraße 4, in dem die Gaststätte „Zickerstubb“ untergebracht ist. Hier bestehe, wie Ortsbürgermeister Michael Zimmermann ausführte, „dringender Handlungsbedarf für eine dauerhafte Lösung“ – sprich: für einen neuen Abwasseranschluss samt Fettabscheider . Die Werke hatten zwei Alternativen vorgeschlagen: Zum einen eine Lösung, die die Abwässer über eine Hebeanlage hin zum Rathausplatz entsorgt (Kostenprognose: 21.500 Euro), und zum anderen eine neue Abwasserleitung mit natürlichem Gefälle über die vorgelagerte Wiese zur Hauptstraße hin (24.000 Euro).

Im Rat war man einer Meinung: Eine Hebeanlage sei störanfällig und verursache Folgekosten, sodass sich der Rat für die finanziell aufwendigere Lösung entschied. Der Rat ermächtigte den Bürgermeister mit den Beigeordneten, die weiteren Schritte in die Wege zu leiten. Der Beigeordnete Stefan Kölsch (Grüne) regte an, für das Gebäude insgesamt ein „große Lösung“ anzustreben, um das unter Denkmalschutz stehende Gebäude „zeitgemäß herzurichten und dauerhaft zu erhalten. Wir müssen hier in den nächsten Jahren investieren“, stellte er fest.

Aufträge für die Rohbauarbeiten am Museum konnte der Rat nicht wie vorgesehen vergeben. Die notwendigen Unterlagen waren noch nicht soweit gediehen, dass Beschlüsse gefasst werden konnten. Wie Ortschef Michael Zimmermann mitteilte, laufe das Projekt „Schuhweg“, das bis zum 15.11. abgerechnet sein muss, „planmäßig“. Der Planer werde in der Sitzung des Hauptausschusses am 29.10. ausführlich berichten. (ran)

Einhandmesser bei Verkehrskontrolle aufgefunden
Hauenstein, Hinterweg (ots) - Am Freitag, den 05.03.2021 gegen 17:00 Uhr, kontrollierten Beamte der Polizei Dahn in Hauenstein im Hinterweg einen Opel Astra. Da der 31-jährige Fahrzeugführer aus dem Raum Südlich Weinstraße durchweg unkooperativ und unterschwellig aggressiv gegenüber den eingesetzten Beamten agierte und eine Überprüfung ergab, dass der Mann kein unbeschriebenes Blatt bei der Polizei ist, wurde er vor Ort durchsucht. Hierbei entdeckten die Beamten ein Einhandmesser. Da der Mann kein berechtigtes Interesse zum Führen des Messers vorweisen konnte, wurde es beschlagnahmt. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. /pidn (Polizeidirektion Pirmasens)
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Illegales Autorennen
Annweiler, B48 (ots) - Am 07.03.2021 gegen 17:00 Uhr kam es zu einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen auf der B48 zwischen Hofstätten und dem Bereich Annweiler Forsthaus. Vier hochwertige, hochmotorisierte Fahrzeuge sollten an dem Rennen beteiligt gewesen sein. Zwei gefährdete Verkehrsteilnehmer gaben telefonisch an, dass die "Rennfahrer" anhaltend mit überhöhter Geschwindigkeit fuhren und teilweise waghalsige Manöver vollzogen hätten. In einem Fall wurde einem Geschädigten die Vorfahrt genommen. Dieser musste stark bremsen, um einen Zusammenstoß zu vermeiden. Bei einem weiteren Manöver geriet ein beteiligtes Fahrzeug aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeit auf die Gegenspur, sodass ein weiterer Geschädigter ausweichen musste. Im weiteren Verlauf wurden mehrere Kurven geschnitten, diverse Überholmanöver gefahren und die Fahrzeuge immer wieder auf ein Maximum beschleunigt. Durch eine auf einem Parkplatz positionierte Beifahrerin wurden die Fahrmanöver mit einem Handyvideo festgehalten. Die besagten Fahrzeuge konnten am Parkplatz Johanniskreuz festgestellt und kontrolliert werden. Die Führerscheine der vier saarländischen Fahrer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden sichergestellt. Weiterhin wurde ein am Rennen beteiligter BMW mit 301 PS beschlagnahmt. (Polizeidirektion Landau)
53-Jähriger rastet aus – Polizei setzt Taser ein
Annweiler (ots) - Gegen einen 53-Jährigen musste am Dienstag der Taser eingesetzt werden, nachdem er in seiner Wohnung ausrastete. Gegen 19:30 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass ein Mann in einer Wohnung in der Wilhelm-Löwe-Straße in Annweiler herumschreien würde und auch Hilfeschreie einer Frau zu hören seien. Als die Polizeibeamten vor Ort kamen, trafen sie den 53-jährigen und seine Mutter an. Der 53 - Jährige war durch die Polizeibeamten nicht zu beruhigen, als er gefesselt werden sollte trat er nach den Beamten und versuchte diese mit der Faust zu schlagen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray und des Tasers gelang es den Polizisten die Angriffe des Mannes zu unterbinden und ihn in Gewahrsam zu nehmen. Er wurde im Anschluss in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. Bei dem Einsatz wurden zwei Polizeibeamte leicht verletzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte wurde eingeleitet. (Polizeidirektion Landau)