Hauensteiner Weihnachtsmarkt verfehlte seine Anziehungskraft nicht

31. Dezember 2019
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HAUENSTEIN. Trotz nicht gerade idealer Witterung: Auch in diesem Jahr verfehlte der Hauensteiner Weihnachtsmarkt seine Anziehungskraft nicht. Auf dem Johann-Naab-Platz hatten sich heuer im Vergleich zu den Vorjahren zwar deutlich weniger Anbieter eingefunden, aber dennoch bummelten zahlreiche vorweihnachtlich gestimmte Besucher über das mit Tannengrün und Lichterglanz dekorierte Gelände.

Einen Höhepunkt erreichte das vorweihnachtliche Treiben am späten Samstagnachmittag, als zunächst die Turmbläser des Musikvereins, deren stimmungsvolle Weihnachtsweisen immer einen Ohrenschmaus bereiten, und anschließend die Chöre der Grundschule und der Realschule plus auf den Besuch des Nikolaus einstimmten, der im Bischofsornat und begleitet von zwei Knechten Ruprecht dem Markt seine Aufwartung machte.

Auf dem Platz vor der Bühne war kaum mehr ein Durchkommen, als Patrick Stöbener in der Rolle des Bischofs aus Myra die Legende vom Kornwunder erzählte, das die kleinasiatische Stadt aus einer Hungersnot rettete. Und er machte deutlich, dass jeder selbst Nikolaus sein könne, wenn er denn nach dem Vorbild des Heiligen Solidarität mit denen übe, die wenig haben – hier und überall auf der Welt. Anschließend hatte der Nikolaus viel Zeit, um mit kleinen und großen Kindern zu sprechen und für ein Foto bereitzustehen. Für alle Kinder hatte Nikolaus ein Päckchen dabei, das mit allerlei Süßem gefüllt war. Rund 300 Präsente verteilten die Helfer an die Kleinen.

Sowohl am Freitagabend –als das Team des Naturerlebniszentrums mit einer Feuershow unterhielt- als auch am Samstagabend verweilten zahlreiche Besucher bis lange nach 21 Uhr auf dem Platz, um bei einem Glühwein und einem Imbiss mit Freunden zu plauschen. Immer wieder ist der Markt für viele ehemalige Hääschdner ein fester Termin, um in den Heimatort zurückzukommen und auf dem Markt alte Bekannte zu treffen.

Deutlich verhaltener war der Besuch am Sonntag: Regen und heftige Windböen luden nicht gerade zu einem Bummel über den Markt ein, wo am Nachmittag unter anderem die „Schola“ mit fein vorgetragenen vorweihnachtlichen Liedern unterhielt. Um Thomas Schug, der seine Kunst mit der Motorsäge vorführte, sammelten sich immer wieder Zuschauer. Und auf reges Interesse stieß auch, als die „Wasgau-Ölmühle –live- hochwertiges Speiseöl presste.

Während der drei Markttage fanden die Besucher an den fein dekorierten Ständen das eine oder andere Weihnachtsgeschenk: Hier ließen Drechsler und Schnitzer Produkte aus Holz entstehen, dort gab es Gehäkeltes, Gestricktes, Gefilztes und Gesticktes, Kunsthandwerk sowie Schmuck zu sehen und nicht zuletzt auch Leckeres zum Probieren. Viel Beachtung fand eine Ausstellung des Wasgau-Fotokreises, der im Bürgerhaus eindrucksvolle Einblick in die künstlerische Spielart der Fotografie gab.

Viele Kinder verweilten in der Kinderbackstube, gut besucht waren die Stände des Freundeskreises Chile und der Aktion Afrika, die Mittel für ihre Projekte in Südamerika und in Kenia und Tansania erwirtschafteten.

Auf dem Marktgelände traf man Gäste aus vielen Teilen Deutschlands, aus dem Bergischen Land, aus Offenburg, dem Odenwald, dem Saarland und aus Bayern etwa. Manche verbinden den Marktbesuch mit einem Kurzurlaub im Wasgau und bereisen von hier aus auch andere Weihnachtsmärkte. Und die meisten sind –trotz des abgespeckten Angebots- angetan: „Das ist ein richtig schöner dörflicher Weihnachtsmarkt“, sagte beispielweise Angelika, die Köchin aus Offenburg.

Gut angenommen wurde es, dass in einem der Zelte Sitzgelegenheiten vorhanden waren, um im Trockenen eine der angebotenen Leckereien zu genießen, Kritik wurde hie und da an dem schmaler gewordenen Angebot und dem ausgedünnten Bühnenprogramm laut. Für den Weihnachtsmarkt 2020 werden die Verantwortliche an der einen oder anderen Stellschraube drehen, sagte Nicole Steigner, die den Markt ehrenamtlich „managt“. Das wird dann der 40. Hauensteiner Weihnachtsmarkt sein: Und da gilt: „Nach dem Markt ist vor dem Markt“ – und so wird man sich zeitnah an einem runden Tisch zusammensetzen, um den Jubiläumsmarkt zu einem besonders attraktiven Ereignis werden zu lassen.

Ansonsten: Am späten Sonntagnachmittag, als sich der –übrigens kunststofffreie- Markt dem Ende zuneigte, konnte Nicole Steigner ein zufriedenes Resümee ziehen: „Ich habe mit allen Ausstellern gesprochen: Sie waren allesamt zufrieden und legen Wert darauf, im nächsten Jahr wiederzukommen.“ (ran)

Zwei Einbrüche in Firmengebäude
Hauenstein (ots) - In der Nacht von Montag auf Dienstag, zwischen 18:00 Uhr 07:00 Uhr, brachen unbekannte Täter in zwei benachbarte Firmen in der Industriestraße ein. Es wurde jeweils ein Fenster eingeschlagen. Die Täter suchten offensichtlich gezielt nach Bargeld. Schränke wurden nicht durchwühlt. In einem Fall entnahmen die Täter das Bargeld aus einer Geldkassette, die in einem Schreibtisch aufbewahrt wurde. Hier wurde der Gesamtschaden auf 500 Euro taxiert. Im anderen Fall deuteten ein geöffneter Schuhkarton und eine offenstehende Schranktür auf die Suche der Täter hin. Entwendet wurde hier nichts. Der Sachschaden liegt bei circa 250 Euro. Zeugen, die im Zusammenhang mit den Einbrüchen Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail pipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. (Polizeidirektion Pirmasens)

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