Im Frühjahr 2021 sollen „Am Sonnenhang“ die ersten Häuser  gebaut werden können

HAUENSTEIN. Das neue Hauensteiner Baugebiet „Am Sonnenhang“ biegt auf die Zielgerade. Der Ortsbeigeordnete Markus Pohl, der das Projekt seit 2014 maßgeblich betreut, ist nun zuversichtlich, dass „im Frühjahr 2021 dort endlich die ersten Häuser  gebaut werden“ können.

Die Vorgeschichte

Bereits 2013 hatte der Ortsgemeinderat auf Antrag der CDU und mit großer Mehrheit beschlossen, in der Gewanne „Mühlbistl“ auf einer Fläche von rund 25.000 Quadratmetern ein Baugebiet zu entwickeln. In der Folge war es erstmals in Hauenstein gelungen, das benötigte Gelände, das sich östlich an das Wasgaustadion anschließt, vollständig in gemeindlichen Besitz zu bekommen, um „Spekulation auszuschließen“, wie Pohl sagte. Die Grundstücksverhandlungen hätten zwei Jahre in Anspruch genommen.

Nach einer Reihe von Verzögerungen –unter anderem mussten Zauneidechsen „umgesiedelt“ werden, zudem waren eine Kampfmittelsondierung, die insgesamt 133.000 Euro verschlang, und in deren Folge eine aufwendige Bombenentschärfung notwendig- wird derzeit unter der Regie des Erschließungsträgers, der Lauterer WVE, die Erschließung des Geländes vorbereitet. Die Pläne hierzu haben bereits Verbands- und Ortsgemeinderat passiert. Die Ausschreibungen für die Erschließungsarbeiten erfolgen, sobald die wasserrechtliche Genehmigung vorliegt. Sie sollen 2020 aufgenommen und abgeschlossen werden.

Hohe Nachfrage nach den Bauplätzen

Markus Pohl konstatiert bereits jetzt eine „sehr hohe Nachfrage“ nach den insgesamt 43 Bauplätzen, die –je nach Lage-  zwischen 96 und 140 Euro pro Quadratmeter kosten werden. Den „Alteigentümern“ habe man das Recht eingeräumt, als erste auf die neu entstehenden Bauplätze zuzugreifen: „Davon haben bislang sieben Alteigentümer Gebrauch gemacht“, beschreibt Pohl den Status quo. Bis zum 15.06. müssten sich alle Vorbesitzer endgültig entschieden haben.

Darüber hinaus hätten bereits zahlreiche weitere Bauwillige ihr Interesse an einem Sonnenhang-Bauplatz bekundet. Weitere Interessenten können sich nun unter der Telefonnummer 06392-915163 bei der Verwaltung melden. Alle erhalten Anfang Mai einen Fragebogen, dem ein Lageplan beigefügt ist, und können sich dann um ein bestimmtes Grundstück bewerben. „Wir sind natürlich sehr daran interessiert, dass vor allem junge Familien aus Hauenstein und der Region mit Kindern zum Zuge kommen“, betont Pohl.

Um ein „Windhundrennen“ zu vermeiden, werde man alle Bewerbungen bis Ende August sammeln. Im Oktober/November werde dann die Entscheidung getroffen werden, an welche Familien die Bauplätze vergeben werden. Ihnen steht dann eine Baufrist von drei Jahren offen, innerhalb der mit dem Bau begonnen werden sollte. Den Alteigentümern habe man eine verlängerte Frist eingeräumt.

Mehrfamilienhäuser an der Speyerstraße

Am nördlichen Rand des Baugebietes –entlang der Speyerstraße- sind vier größere Bauplätze für Mehrfamilienhäuser vorgesehen. „Es wäre in unserem Sinne, wenn hier auch Wohnungen im sozialen Wohnungsbau zu sozialverträglichen Mieten entstehen könnten. Auch altersgerechtes Wohnen ist eine Option, der wir Priorität einräumen“, gibt der Beigeordnete die Richtung vor. Gespräche mit Investoren seien bereits geführt.

Diskussionen um Erschließungskosten

Entschieden widersprach Pohl einer Aussage von Grünen-Fraktionschef Stefan Kölsch, der behauptet hatte, dass die Gebührenzahler mit den Abwasser- und Wassergebühren die Grundstückskäufer am Sonnenhang mit „hunderttausenden von Euro subventionieren“ müssten und damit den Eindruck erweckt hatte, als würde der „Sonnenhang“ besonders behandelt. „Das entbehrt jeder Grundlage: Die künftigen Grundstücksbesitzer am ,Sonnenhang‘ zahlen für die Erschließung genauso einen Pauschalbeitrag pro Quadratmeter, wie es bei allen anderen Neubaugebieten gehandhabt wurde, die in den letzten fast 50 Jahren in der Verbandsgemeinde erschlossen wurden.“ Für den Sonnenhang wird die neu festgesetzte Pauschale von 24 Euro pro Quadratmeter fällig. Sie ist in den genannten Quadratmeterpreisen enthalten.  (ran)