Im Jahr 2021 keine Holzernte im Gemeindewald Hauenstein

9. April 2021
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HAUENSTEIN. Im Gemeindewald Hauenstein wird es im Jahr 2021 keine Holzernte geben. Warum man so vorgeht und weshalb der Forstwirtschaftsplan für das laufende Jahr trotzdem einen Gewinn abwirft, darum ging es in der Sitzung des Ortsgemeinderates am Mittwochabend.

Revierförster Gerald Scheffler berichtete vor dem Rat zunächst über den wider Erwarten positiven Abschluss des vergangenen Jahres und stellte sowohl für die Holzernte als auch für die Waldpflege im Jahr 2021 schlicht fest: „Wir setzen ein Jahr aus.“ Maßnahmen zur Wegeunterhaltung und zur Verkehrssicherung werden nur bei Bedarf durchgeführt.

Den Verzicht auf Holzeinschlag begründete der Förster mit dem Preisverfall auf dem Holzmarkt, der durch Sturm- und Käferholz „überschwemmt“ sei. Das habe zu einem erheblichen Preisverfall geführt. So sei für Fichtenholz, das schon mit bis zu 120 Euro pro Festmeter gehandelt worden war, derzeit lediglich rund 25 Euro zu erzielen. Im Schlepptau der Fichte sei auch der Preis für die Kiefer in die Knie gegangen. „Wir sollten diesen Markt nicht noch zusätzlich befüttern und Mengen zurückhalten“, sagte Scheffler, zumal mit dieser Maßnahme ja „kein Kapitalverlust“ verbunden sei.

Weil kein Holz eingeschlagen und verkauft wird, sind –bei einem finanziellen Aufwand unter anderem für Löhne, Sachkosten und Beförsterung von rund 11.500 Euro- nur geringe Erlöse in Höhe von 650 Euro zu erwarten. So schließt der Plan –eigentlich-  mit einem negativen Betriebsergebnis von 10.900 Euro ab. Weil aber der Gemeindewald FSC-zertifiziert ist, fließe, wie Scheffler ausführte, 2021 einmalig die Nachhaltigkeitsprämie, die sogenannte „Bundeswaldprämie“, in Höhe von über 19.000 Euro. So lotst der Wald 2021 unter dem Strich ein Plus von rund 8.300 ins Gemeindesäckel.

Scheffler betonte, dass es wegen der Klimaänderung immer mehr darauf ankomme, die Wälder Richtung Klimaresistenz umzubauen. „Wir müssen auch künftig von hohen Sommertemperaturen und wenig Regen in der Vegetationsphase ausgehen“, sagte er und betonte, dass die Forstwirtschaft die Veränderungen „hellwach“ beobachten und entsprechend begleiten müsse.

Zahlen aus dem vergangenen Jahr: Es wurden 522 Festmeter Buche und Kiefer aus einem Einschlag in der Steinhohl unweit der Queichquelle vermarktet, wofür ein Verkaufserlös von rund 34.000 Euro erzielt wurde. Weitere Maßnahmen wurden auf der Ökokontofläche am Mischberg und zur Bestandspflege im Vorderpferch durchgeführt. Der Weg im Queichtal wurde für 4.400 Euro wiederhergestellt. Nicht zuletzt: Eine Spende von Edeka-Schopfer ermöglichte die Pflanzung von 150 Bäumen und Sträuchern am Neding, die unter Anleitung eine AG der Realschule erledigte.

Für 2020 hatte der Forstwirtschaftsplan ein Minus von knapp 1300 Euro erwartet. Unter dem Strich steht freilich ein Plus von 2500 Euro, sodass sich das Betriebsergebnis gegenüber der Planung um 3.800 Euro verbesserte. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, kommentierte Bürgermeister Michael Zimmermann die Zahlen. Der Rat segnete den Plan einstimmig ab.

 

Information zur Waldbestattung im RuheForst

Am Sonntag, So 31. Oktober 2021 findet im RuheForst® Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen eine kostenlose, etwa einstündige Führung statt, bei der sich Interessierte über die Möglichkeiten der Waldbestattung im RuheForst informieren können.

Treffpunkt: 10.00 Uhr am Parkplatz „RuheForst“.
Anfahrt: B 10, Abfahrt Wilgartswiesen/ Hermersbergerhof, ca. 3 km auf der K 56 Richtung Hermersbergerhof bis zum Hinweisschild „RuheForst“ links.

Weitere Termine in 2021, jeweils um 10.00 Uhr:


So 7. November/
So 5. Dezember 2021.

Kontakt: Tel. 06392 4090177 oder E-Mail info@ruheforst-suedpfaelzerbergland.de.

Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss
Hinterweidenthal (ots) - Am Dienstag, 12.10.2021, gegen 23.00 Uhr kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Dahn einen 28-jährigen Autofahrer, der die B10 aus Richtung Landau kommend in Fahrtrichtung Pirmasens befuhr. Bei der Kontrolle konnten drogentypische Auffallerscheinungen festgestellt wer-den, weshalb die Weiterfahrt untersagt und eine Blutprobe entnommen wurde. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet./pidn (Polizeidirektion Pirmasens)