Im Kloster sind Kontaktbeschränkungen Teil des Alltags

4. Februar 2021
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Foto: Schwester Mirjam darf im kleinen Klosterladen des Hauensteiner Karmelklosters derzeit keine Kunden bedienen. Auf Bestellung können aber Motivkerzen, Spruchkarten und anderes abgeholt werden.(fjs)

HAUENSTEIN. Der Konvent im Kloster der Unbeschuhten Karmelitinnen in Hauenstein lebt in strenger Klausur. Die aktuell acht Ordensschwestern im Alter von 51 bis 86 Jahren verlassen das Kloster nur in Notfällen –beispielsweise für einen Arztbesuch. Für sie sind die durch Corona bedingten Kontaktbeschränkungen per Ordensregel Teil des Alltags. Leben die Schwestern deshalb auf einer Insel? Oder wirkt die Pandemie auch in ihre so zurückgezogen lebende und ganz dem Gebet geweihten Gemeinschaft hinein?

„Wir leben als Gemeinschaft in unserer Klausur, gehen nicht nach draußen. Und unser Alltag mit Gebet und Arbeit läuft ja im Kloster selbst auch unbeeinflusst weiter“, informiert die Priorin des Klosters, Schwester Elia vom Erbarmen Gottes. „Und wir sind glücklich und dankbar, dass wir auch in den vergangenen Wochen und Monaten täglich die Messe mitfeiern durften und dass nun auch wieder Gläubige von draußen teilnehmen dürfen“, berichtet sie.

Aber sie sähen auch die Bilder von „draußen“, hörten die Berichte. „Und wir spüren auch, dass uns das Virus berührt, alles ist anders, ruhiger, stiller“, sagt sie. Die sonst um diese Zeit üblichen Gruppenbesuche der Kommunionkinder beispielsweise seien bereits im vergangenen Jahr ausgefallen und würden auch in diesem Jahr wohl nicht zustande kommen. Überhaupt gebe es deutlich weniger Kontakte nach „draußen“.

Zur Sache: Gottesdienst im Karmel

Während in der Pfarrei St. Katharina von Alexandrien mit den Kirchengemeinden Hauenstein und Schwanheim/Lug zunächst bis zum Ende des Monats keine öffentlichen Gottesdienste angeboten werden, besteht in der Kapelle des Karmelklosters die Gelegenheit, mit den Ordensschwestern eine Heilige Messe mitzufeiern: Seit 11. Januar dürfen wieder knapp 20 angemeldete Personen an der Eucharistiefeier teilnehmen.

Die aktuelle Dienstanweisung des Bistums vom 05. Januar betont aber die besondere Schutzwürdigkeit der klösterlichen Gemeinschaft mit ihren oft betagten Mitgliedern. Und sie weist auch darauf hin, dass sich das Virus –bedingt durch das Gemeinschaftsleben in einem Konvent – schnell ausbreiten kann. Damit der Kontakt zwischen dem Zelebranten und dem Konvent auf „das absolute Minimum reduziert“ werden kann, beschreibt Speyer sehr klare und eng definierte Regeln für den zelebrierenden Priester. So soll der gemeinsame Aufenthalt in der Sakristei vermieden werden, die Kommunion wird den Schwestern in einem geschlossenen Ziborium in den Schwesternchor gebracht, wo eine Ordensschwester die Kommunion an die Mitschwestern austeilt.

Die Öffentlichkeit ist bei den Gottesdiensten der klösterlichen Gemeinschaft zugelassen. In der im rechten Winkel zum Schwesternchor angelegten Karmelkapelle sind die Plätze, die unter der Wahrung der Abstandsregeln möglich sind, markiert. „Teilnehmen können aber nur Personen, die sich mit den notwendigen Kontaktdaten angemeldet haben. Ohne Anmeldung und ohne Mund-Nasen-Maske können wir niemanden in die Kirche lassen“, berichten die Schwestern, die mit Bedauern auch die Regel einhalten müssen, dass in den Gottesdiensten Gemeindegesang nicht möglich ist. „Die musikalische Gestaltung ist auf maximal eine Einzelstimme zu begrenzen. Instrumentalisten, aber keine Blasmusiker, dürfen den Gottesdienst mitgestalten“, heißt es in der Dienstanweisung aus Speyer. (fjs)

Das rührt auch daher, dass der Klosterladen derzeit „nur bedingt“ geöffnet hat. Hier, an der Pforte des Klosters werden unter anderem jene Motivkerzen, die die Schwestern im Kloster kunstvoll verzieren, angeboten. Es sind beispielsweise Tauf- und Kommunionkerzen oder Kerzen, die sich für viele Anlässe zum Verschenken anbieten.

Aufgrund der Corona-Bestimmungen muss der kleine Laden, der auch künstlerische Spruchkarten und Devotionalien anbietet, geschlossen bleiben. Aber die Waren könnten, so berichtet Schwester Mirjam, die sich den Pfortendienst mit Schwester Stefana teilt, auch telefonisch (06392-1430) bestellt und abgeholt werden. Außerdem habe man eine kleine Auswahl an Motivkerzen auf einem Wagen gerichtet, der ins Freie gefahren werden kann, damit die Kunden dort auswählen können.

Stichwort Bestellungen: „. Und wir spüren in diesem Jahr einen deutlichen Rückgang an Bestellungen von Osterkerzen, die in den Pfarreien in der Osternacht geweiht werden“, berichtet die Priorin. „Ob in diesem Jahr wieder die Osternacht gefeiert werden kann? Wie Erstkommunion begangen wird? Wir wissen es nicht.“ Weil die Zahl der Gottesdienste im vergangenen Jahr überall maßgeblich reduziert worden sei, wurde die Osterkerze aus dem Jahr 2020 auch kaum entzündet, ist also „wie neu“, sodass manche Pfarreien lediglich die Jahreszahl verändern wollen: Aus 2020 mach 2021.

Einen deutlichen Rückgang erlebt das Kloster auch bei der Nachfrage nach Hostien aus den Pfarreien. In den Jahren zuvor waren die Schwestern des Konvents in der Hostienbäckerei beteiligt, per anno bis zu sechs Millionen des Brotes, das in der Messe konsekriert und bei der Kommunion den Gläubigen gereicht wird, zu backen. Beliefert werden nicht nur die Pfarreien im Bistum Speyer, sondern auch in bayrischen Bistümern wie München, Passau und Regensburg. Auch hier schlagen die nicht stattfindenden Gottesdienste durch: „Wir haben das überschlagen: Die Bestellungen sind etwa um die Hälfte zurückgegangen.“, sagt Schwester Elia. (fjs)

 

Brand einer Lagerhalle
Hinterweidenthal (ots) - Am Mittwoch, gegen 14:10 Uhr, wurde der Polizei ein Brand im Industriegebiet 2 zwischen Hinterweidenthal und Salzwoog gemeldet. Während Arbeiten durchgeführt wurden fingen die circa 90 in einer 375 Quadratmeter großen Halle gelagerten Heuballen aus noch ungeklärter Ursache Feuer. Die Feuerwehren Dahn, Hauenstein, Wilgartswiesen, Spirkelbach und Lemberg waren mit 13 Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften vor Ort. Ein Rettungswagen war ebenfalls alarmiert worden. Die Lagerhalle brannte vollständig ab. In der Halle war ein VW Multicar abgestellt. Verletzt wurde niemand. Die Schadenshöhe wird auf 50.000 Euro geschätzt. Da die Brandursache noch unklar ist, hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen. Zeugen oder Hinweisgeber werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail kipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. kips (Polizeidirektion Pirmasens)

Information zur Waldbestattung im RuheForst

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