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Im Postgebäude sollen weitere Wohnungen entstehen

Das Postgebäude an der Ecke Haupt-/Schulstraße (ran)

HAUENSTEIN. Im interkommunalen Baugebiet wächst derzeit der Neubau eines Brief- und Paketverteilzentrums der Deutschen Post, in dem künftig die Aufgaben der Verteilzentren Hauenstein und Annweiler zusammengeführt werden sollen. Was wird nun aus dem imposanten Postgebäude an der Ecke Haupt-/Schulstraße, das 1932 auch als Folge und Ausdruck einer boomenden Schuhindustrie eingeweiht worden war?

Das Wohn- und Geschäftshaus gehört einem privaten Investor, der nun beantragte, die Gewerbeflächen des Gebäudes in Wohnungen umwidmen zu dürfen. Dem stimmte der Ortsgemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag zu. In der Sitzung wurde auch die Hoffnung laut, dass damit auch eine Aufwertung des äußeren Erscheinungsbildes des Gebäudes einhergehe, handle es sich bei dem Antragsteller doch dem Vernehmen nach um den gleichen Investor, der die ehemalige Eichendorffschule, das spätere Haus des Gastes, sehr ansehnlich und aufwendig renovierte.

In dem Gebäude, dessen Fassade des Gebäudes übrigens ein eher unscheinbares Sandsteinrelief des bekannten Pfälzer Bildhauers Otto Kallenbach mit einer Szene aus einer  Schuhmacherwerkstatt ziert, wurde bis 1998 der Post-Schalterdienst abgewickelt, der dann aber an die Postagenturen –zunächst in der Schulstraße und derzeit am Marktplatz- ausgelagert wurde. Bis zum Umzug ins Neufeld wird an der Hauptstraße weiterhin der Zustelldienst für mehrere Zustellbezirke abgewickelt.

Die Post war in dem Gebäude im alten Ortskern aber nur noch Mieter, nachdem die Deutsche Post es 2008 zusammen mit 1200 anderen Post-Liegenschaften an einen Immobilienfond aus Luxemburg verkauft hatte. Der Fond hatte das Gebäude, unter dessen Dach sich außer den bislang von der Post genutzten Gewerbeflächen auch zwei je 120 Quadratmeter große Wohnungen befinden, Anfang 2010 für 186.000 Euro angeboten, hatte die Preisvorstellungen aber ein Jahr später auf 135.000 Euro reduziert und war damit am Markt erfolgreich.