Kürzeren Wanderwegen mit einer Broschüre bewerben

30. Dezember 2019
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HAUENSTEIN. Einstimmig hat der Tourismusausschuss der Ortsgemeinde Hauenstein beschlossen, als Ergänzung zu den sieben Premiumwanderwegen, die in der Verbandsgemeinde zertifiziert sind, ein Netz von kürzeren Wanderwegen auszuweisen und mit einer Broschüre zu bewerben. In der Sitzung des Tourismusausschusses stellte Walter Meyer eine Liste solcher Wege vor.

Schon im Sommer vergangenen Jahres –noch in der vergangenen Wahlperiode und damit auch in anderer Zusammensetzung – hatte der gleiche Ausschuss einen fast identischen Beschluss gefasst: Bereits damals war man sich einig, dass es „eine deutliche Nachfrage nach solchen Wegen“ gebe und hatte auf das Beispiel des Dahner Felsenlandes verwiesen, wo neben den zwölf Premiumwanderwegen gleich 43 Rundwanderwege ausgewiesen und in einer Broschüre vorgestellt wurden. Auch in Hauenstein wollte man die Wege in einer Broschüre vorstellen. In der Sitzung war die Hoffnung geäußert worden, diese Broschüre schon zu Beginn der Saison 2019 vorlegen zu können. Geschehen freilich ist: nichts.

Nun also ein neuer Anlauf: Walter Meyer legte dem Ausschuss seine Liste mit mehr als einem Dutzend solcher Wege erneut vor: Sie sind in der Regel als Rundwanderweg angelegt, zwischen dreieinhalb und zehn Kilometer lang –ein Ausreißer ist der „Gutshofweg“ zum Bärenbrunnerhof mit 13 Kilometern- und auch vom Höhenprofil relativ einfach zu bewältigen. Alle Wege, die über bestehende Waldwege führen und zu allergrößten Teilen bereits als Lokalmarkierungen mit Nummern versehen sind, sollen, so Meyers Vorschlag, nun einen griffigen Namen erhalten und mit einem eigenen Logo markiert werden. Mit Peter Schwierzina stünde ein engagierter Wegepate für die Unterhaltung der Rundwege bereit.

In Meyers Liste finden sich beispielweise der „Queichquellenweg“, der völlig eben und bequem über vier Kilometer durch das Tal der jungen Queich führt, neben dem durch das parallel verlaufenden und gleich langen „Dümpelweg“, es gibt den „Meditationsweg“, der sich als „stiller Weg“ über neun Kilometer in halber Höhe um Queich- und Dümpeltal zieht, den „Panoramaweg“, der über neun Kilometer rund um die Wasgaugemeinde führt und mit vielen Aussichten gespickt ist, und den neuen „Rauschlochweg“, der am Rauschlochfelsen, am Maifels und am Steinbruch vorbeiführt.

Inge Wieser (Grüne) begrüße die Idee, die Wege mit Namen zu kennzeichnen. Zu überlegen wäre, ob man die Zahl der Wege nicht reduzieren und sich auf die „schönsten und wichtigsten“ beschränken sollte, weil die Pflege der Wege doch recht aufwendig sei. Auch Nicole Steigner, die für die CDU Ausschussmitglied ist, sprach sich für eine Reduzierung der Anzahl aus und wies ebenfalls auf die durch die Betreuung der Wege entstehende Arbeitsbelastung hin. Sonja Spieß, die Leiterin des Tourist Info Zentrums (TIZ) hatte darauf hingewiesen, dass alle markierten Wege mit dem Besucherlenkungssystem des Pfälzerwaldes übereinstimmen sollten.

 

Meyers Vorschläge fielen in dem Gremium weitgehend auf fruchtbaren Boden, der Ausschuss stimmte einstimmig der Umsetzung zu. Im Frühjahr 2020 soll Näheres beschlossen werden.  Mit der Liste der Rundwanderwege greift man in Hauenstein einen Trend auf, der innerhalb der vielen Spielarten des Wanderns als „Spazierwandern“ bezeichnet wird und als „das kleine Wandererlebnis zwischendurch“ und als „anspruchsvolle Alternative für Spaziergänger“ beschrieben wird. Das Deutsche Wanderinstitut bietet bereits eine Zertifizierung für „Premium-Spazierwanderwege“ an. Darauf allerdings wird man in Hauenstein wegen der mit der Zertifizierung verbundenen Kosten –Michael Zimmermann nannte Kosten von 700 Euro je Wege-Kilometer- verzichten. (ran)

Zwei Einbrüche in Firmengebäude
Hauenstein (ots) - In der Nacht von Montag auf Dienstag, zwischen 18:00 Uhr 07:00 Uhr, brachen unbekannte Täter in zwei benachbarte Firmen in der Industriestraße ein. Es wurde jeweils ein Fenster eingeschlagen. Die Täter suchten offensichtlich gezielt nach Bargeld. Schränke wurden nicht durchwühlt. In einem Fall entnahmen die Täter das Bargeld aus einer Geldkassette, die in einem Schreibtisch aufbewahrt wurde. Hier wurde der Gesamtschaden auf 500 Euro taxiert. Im anderen Fall deuteten ein geöffneter Schuhkarton und eine offenstehende Schranktür auf die Suche der Täter hin. Entwendet wurde hier nichts. Der Sachschaden liegt bei circa 250 Euro. Zeugen, die im Zusammenhang mit den Einbrüchen Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail pipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. (Polizeidirektion Pirmasens)

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