Landwirtschaftsministerin Julia Glöckner schloss ihre Rundreise durch deutsche Wälder im Hauensteiner „Stopper“ ab

6. August 2019
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HAUENSTEIN. „Atemberaubend!“ Das Geschenk, das die Waldjugend am Freitag Landwirtschaftsministerin Julia Glöckner überreichte, machte die so eloquente Politikerin fast sprachlos. Einen Gutschein über 20.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit für den Wald übergab der Bundesleiter der Waldjugend Sven Hery der Ministerin, die ihre Rundreise durch deutsche Wälder mit einem Besuch beim Bundeslager der Jugendorganisation  im Hauensteiner „Stopper“ abschloss.

Eine Woche lang hatten sich über 600 Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dem Jugendzeltplatz am Hauensteiner Ortsrand und in den umliegenden Wäldern mit Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Müllvermeidung beschäftigt, nicht nur theoretisch, sondern mit vielen aktiven Beiträgen. Nun sitzen sie in ihren grünen Klufthemden mit dem blauschwarzen Halstuch im großen Rund einer „Waldarena“ am „Schnapspfad“, tragen ihren Singewettstreit aus und erwarten die Ministerin, die sie mit einem Hornmarsch, den Jagdhornbläser vortragen, begrüßen werden.

Eine Woche lang war auch Julia Klöckner in der Republik unterwegs gewesen. Ihr ernüchterndes Fazit vor den Lagerteilnehmern: „So wie es unserem Wald geht, sowas habe ich noch nicht erlebt“, sagte sie vor einem atemlos zuhörenden Publikum im schattigen Hauensteiner Laubwald: Wald auf einer Fläche von 3.300 Fußballfeldern sei Bränden zum Opfer gefallen, Bäume auf 110.000 Hektar seien von Sturm, Dürre und Borkenkäfer bedroht: „Diese Bäume fehlen uns, unseren Kindern, unseren Enkeln und Urenkeln.“

In legerem Outfit, ohne die eigentlich erwartete große Entourage, war Julia Klöckner fast auf die Minute pünktlich im Stopper angekommen, hatte zunächst eine der ganz kleinen Lagerteilnehmerinnen, die ihr über den Weg lief, begrüßt und dann Landrätin Susanne Ganster, die Studienkollegin aus Mainzer Unitagen, „gedrückt“,  ehe sie sich den Fragen der überaus großen Gruppe der Pressevertreter stellte, die sie auf dem Weg zu den Lagerteilnehmern „abgefangen“ hatten.

Dabei führte sie aus, dass sie die Waldjugend und andere Jugendorganisationen „mit an den Tisch“ bei dem angekündigten „Nationalen Waldgipfel“ holen werde, „nicht nur die Großen, die überall dabei sind“. Diese Ankündigung findet via Deutsche Presseagentur (dpa) in die bundesweiten Medien: Noch am Freitag berichtet darüber unter anderen die „Süddeutsche Zeitung“ ebenso wie der „Mannheimer Morgen“, der SWR in seinem Fernsehprogramm und  das Nachrichtenportal von t-online.

Und überregional Thema war auch die –angesichts der aktuellen Kennzahlen- eigentlich deplatzierte Frage eines Pressevertreters: Ob denn das ganze Gerede über das Waldsterben  nicht letztlich „Panikmache“ sei, wollte er wissen. Julia Klöckner widersprach energisch: „Auf keinen Fall“, beschied sie. Sie habe sich vielmehr „richtig geärgert“, dass es so lange gedauert habe, bis der „Wald zum Thema“ wurde und die „öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, die er braucht“.

Nun, bei der Waldjugend dreht sich –der Name sagt’s- fast alles um den Wald, dort findet er die ihm gebührende Aufmerksamkeit: Ein „heimlicher Held“ sei er, der „eigentlich unsere Probleme im Handumdrehen beheben“ könnte, sagte Sven Hery und beschrieb der Ministerin das große Engagement der Waldjugend für den Wald und für Nachhaltigkeit. Gerade die Gemeinschaft Gleichgesinnter sei dabei wichtig. Und Klöckner griff diesen Gedanken auf: „Den Wald retten heißt, zusammen anpacken – nicht warten!“ Und da machten die Jugendlichen den Erwachsenen „viel vor“.

Mit dabei in der illustren Runde war auch der 75-jährige Wolfgang von Geldern, seit 27 Jahren Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dessen Jugendorganisation die „Waldjugend“ ist. Der ehemalige Staatssekretär im Kabinett Helmut Kohls – im dunklen Anzug wirkte er in der großen Runde der grünen Hemden etwas „overdressed“- verkörpert  ein Stück „Waldgeschichte“: 1984 hatte er den ersten „Waldschadensbericht“ der Bundesrepublik vorgelegt, der damals den Begriff „Waldsterben“ thematisierte.

Er war sichtlich angetan von dem, was der Nachwuchs zu bieten hat: „Wir können nichts Besseres aufbieten als die Waldjugend. Sie reden nicht nur, sie tun was, sie arbeiten“, lobte er. „Großartiges“ leiste die junge Bundesleitung, „ganz großartig“ sei das Lager auf einem „wunderbaren Platz in einer wunderschönen Gegend“, befand  er im Gespräch mit der Rheinpfalz.

Derweil wurde der Gast aus Berlin –respektive von der Nahe- vom „Expeditionsteam“ –der Lagerleitung- durch die Zeltstadt geführt, Kinder und Jugendliche erklärten mit dem „Logbuch“, was während der Lagerwoche alles gelernt, getan und gearbeitet wurde. Und dass das Zeltlager durchaus auch Leckeres zu bieten hat, das sollte die Ministerin dann auch noch erfahren: Zum Abschluss gab’s einen Kuchen aus dem „Café Klön“, der Frau Klöckner sichtlich mundete.

Der gab aber nicht den Ausschlag, dass sie der Waldjugend auch weiterhin die Unterstützung des Ministeriums zusagte: 10.000 Euro hatte man zur Finanzierung zugeschossen. Nicht zuletzt: Für jeden der 600 Lagerteilnehmer gab’s noch kleine Geschenke, eine Samenmischung „Bienenbuffet“ etwa oder ein Lexikon bienenfreundlicher Pflanzen. „Darüber solltet ihr in der Gruppe und mit euren Eltern sprechen.“ (ran)

Sperrung der B10 nach Verkehrsunfall mit Lkw
Annweiler - Bundesstraße 10 - Kostenfelstunnel (ots) - Am heutigen Mittag, um 14:30 Uhr, ereignete sich ein Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 10 im Bereich des Kostenfelstunnel bei Annweiler, welcher zu einer Sperrung der Bundesstraße führte. Ein 54-jähriger Pkw-Fahrer, aus dem Raum Südwestpfalz, kam nach derzeitigen Stand der Ermittlungen aufgrund eines kurzfristig eingetretenen Schwächeanfalles nach links in den Gegenverkehr. Dort kollidierte der Pkw zunächst mit der Leitplanke und im Anschluss touchierte er seitlich einen entgegenkommenden Sattelzug. Der 61-jährige Lkw-Fahrer, aus dem Raum Karlsruhe, versuchte noch auszuweichen, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Bei dem Unfall wurde glücklicherweise niemand der Unfallbeteiligten sowie deren Insassen verletzt. Es entstand lediglich ein Sachschaden von ca. 8.000,- EUR. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Bundesstraße gesperrt werden. (Polizeidirektion Landau)

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Außenspiegel im Vorbeifahren beschädigt
Hauenstein (ots) - Am Dienstag, den 07.01.2020, in der Zeit von 08:55 Uhr bis 09:00 Uhr, parkte die Geschädigte mit ihrem schwarzen Hyundai i10 entgegen der Fahrtrichtung in der Dahner Straße in Hauenstein. Als die 31-jährige Frau von der Postannahmestelle zurückkam, stellte sie fest, dass ihr Außenspiegel auf der Beifahrerseite beschädigt war. Zu dem Unfallverursacher gibt es bislang keine Hinweise. Dieser entfernte sich unerlaubt von der Unfallstelle. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 150 Euro. (Polizeidirektion Pirmasens)