Markus Koerdt, der „Spenden-Speed“ erlief 2.663 Euro für die Kinderheime

10. Juni 2021
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Foto; Markus Koerdt aus Menden im Sauerland (links) hat bei einem individuellen Marathonlauf fast 2.700 Euro für den Hauensteiner Freundeskreis der chilenischen Kinderheimstiftung erlaufen. Das Foto entstand beim Hungermarsch 2020, als Koerdt wie in den Jahren zuvor seine Spende an Karl Meyerer (rechts), den Sprecher des Freundeskreises, übergab. (fjs)

HAUENSTEIN. Die Monate der Corona-Pandemie sind auch eine Zeit, in der sich Gruppen, die sich ehrenamtlich für Projekte in Afrika oder Südamerika einsetzen und versuchen, mit eigenen Aktionen Spenden zu akquirieren, äußerst schwertun. Da kommt für den Hauensteiner Freundeskreis der chilenischen Kinderheimstiftung eine Nachricht aus dem Sauerland wie gerufen: Markus Koerdt, der „Spenden-Speed“ aus Menden, erlief bei seinem individuellen „Mai-Marathon“ die Summe von 2.663 Euro für die Kinderheime.

Normalerweise nimmt Markus Koerdt an vielen verschiedenen Wettbewerben im In- und Ausland teil, so an Städte-Marathons ebenso wie am 101 Kilometer langen „Hollenmarsch“ in Bödefeld, an der „100-Kilometer-Nacht von Flandern“ in Turnhout/Belgien oder an den „4daagse“ von Njimwegen/Holland, wo an vier Tagen insgesamt 200 Kilometer gelaufen werden. Und vor jeden Lauf suchte und fand er Sponsoren, die zumeist pro gelaufenen Kilometer einen festen Betrag versprachen.

Weil in diesem Jahr bisher keine Läufe stattfinden konnten, machte der „Spenden-Speed“ wieder sein eigenes Ding: „Die Kinder in Chile sind in der jetzigen Corona-Krise mehr denn je auf Spenden angewiesen“, sagte sich Koerdt und organisierte seinen eigenen Marathon, genau 42,195 Kilometer in und rund um seine Heimatstadt. Den Spenden-Marathon hatte er über die Presse publik gemacht und jene Sponsoren gefunden, die für die stolze Spendensumme aufkamen. „Sogar während des Laufs gingen über das Smartphone noch Spendenzusagen ein“, berichtete der Dauerläufer, der sein Ziel an der Kirchenpforte der Mendener St. Vincenz-Kirche nach 4 Stunden und 40 Minuten erreichte.

Koerdt ist seit 2013 Stammgast beim Hungermarsch, der seit 40 Jahren als Sternmarsch zum Winterkirchel führt: Auch im vergangenen Jahr, als der Freundeskreis wegen Corona die Aktion „Wandern für die andern“ in anderer Form durchführte, konnte er beim Gottesdienst vor der Christkönigskirche 5.000 Euro übergeben, unter anderem das Ergebnis seines individuellen 110-Kilometer-Laufes von Winterberg nach Menden. Und auch in den Jahren zuvor hatte der Postbeamte immer einen Scheck mit einer beachtlichen vierstelligen Summe präsentieren.

Koerdts Lauf-Spende wird dringend benötigt: Die Corona-Pandemie macht auch den sieben Häusern der Kinderheimstiftung zu schaffen. Wie Pater Raphael, der Präsident der zum Orden der Steyler-Missionare zählenden Stiftung im Osterbrief mitgeteilt hatte, hätten sich Kinder und Beschäftigte mit dem Virus infiziert. Und: Der auch in Chile verordnete Lockdown hätte zu einem erhöhten Personalbedarf geführt und dazu, dass in jedem Haus ein „Gesundheitsbeauftragter“ installiert werden musste. Und zu allem seien auch die Preise in vielen Bereichen gestiegen. Die Folge; „Wir geben fast doppelt so viel Geld aus wie in normalen Zeiten“, schrieb der Pater.

Einerseits also deutlich höhere Ausgaben in Chile. Und andererseits fielen beim Hauensteiner Freundeskreis Einnahmen weg: Die gesamten Erlöse von den Verkaufsständen an den örtlichen Märkten wie Kerwe und Frühlingsfest, beim Kräuter-, Keschde- und Weihnachtsmarkt brachen weg. Da war es ein Segen, dass die abgespeckte Hungermarsch-Version 2019 möglich wurde und dass als feste Größe die Patenschaften für feste Einnahmen sorgen. Und weil auch das Kindermissionswerk in Aachen die Hauensteiner Spenden um 15 Prozent aufstockt, konnten insgesamt 2020 57.500 Euro nach Chile fließen.

Ob’s 2021 wieder eine so „großartige Summe“ sein wird? Das stehe „in den Sternen“, sagen die Verantwortlichen um Lioba Uhl und Sprecher Karl Meyerer: „Aber eines ist gewiss: Wir sind eine große Familie und geben unser Bestes, damit die Kinder in Chile auch in schwierigen Zeiten eine Zukunft haben.“ Und zu dieser großen Familie zählt auch der Sauerländer Markus Koerdt, der auch künftig Kilometer um Kilometer abspulen wird, um Spenden für die Zukunft der Kinder zu erlaufen.  (fjs)

Info: Spendenkonto Kinderheimstiftung Chile, VR Bank Südliche Weinstraße-Wasgau
IBAN DE13548913000071066703

Information zur Waldbestattung im RuheForst

Am Sonntag, So 05. Dezember 2021 findet im RuheForst® Südpfälzer Bergland Wilgartswiesen eine kostenfreie Führung statt, bei der sich Interessierte über die Möglichkeiten der Waldbestattung im RuheForst informieren können.

Treffpunkt: 10.00 Uhr am Parkplatz „RuheForst“.
Die Führung dauert bis ca. 11.30 Uhr, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Anfahrt: B 10, Abfahrt Wilgartswiesen/ Hermersbergerhof, ca. 3 km auf der K 56 Richtung Hermersbergerhof bis zum Hinweisschild „RuheForst“ links.

Kontakt: RuheForst, Gemeinde Wilgartswiesen: 06392 4090177,
E-Mail info@ruheforst-suedpfaelzerbergland.de.

Laserkontrolle
Dahn (ots) - Am Mittwochvormittag führte die Polizei Dahn in der Hauensteiner Straße eine Geschwindigkeitsüberwachung mit der Laserkontrolle durch. Hierbei wurden 25 Fahrzeugführer wegen überhöhter Geschwindigkeit beanstandet. Der schnellste Fahrzeugführer war bei erlaubten 50 km/h mit 90 km/h unterwegs. Ihn sowie einen weiteren Fahrzeugführer erwarten neben einem Bußgeld auch ein einmonatiges Fahrverbot. Zwei jugendliche Rollerfahrer wurden mit Geschwindigkeiten deutlich über 25 km/h gemessen, obwohl sie lediglich in Besitz einer Mofa-Prüfbescheinigung waren. Gegen beide Fahrzeugführer sowie gegen die jeweiligen Fahrzeughalter mussten Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis bzw. Dulden des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet werden. Ein weiterer Pkw-Fahrer stand unter Alkoholeinfluss. Ein Alcotest ergab 0,45 Promille. Ihm wurde die Weiterfahrt untersagt. Weiterhin mussten noch zwei weitere Fahrzeugführer wegen Benutzung eines Mobiltelefons und wegen technischer Veränderungen am Fahrzeug beanzeigt werden. Wegen weiterer Verkehrsverstöße wurden noch vier Verwarnungen ausgesprochen und zwei Mängelberichte ausgestellt. Insgesamt ergaben sich bei der Kontrolle 4 Strafanzeigen, 13 Ordnungswidrigkeitenanzeigen, 18 Verwarnungen, 2 Mängelberichte sowie eine untersagte Weiterfahrt. (Polizeidirektion Pirmasens)