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„Namenssteine“ informieren über den Namen besonders markanter Felsen

HAUENSTEIN. Immer wieder macht sich der Verkehrsverein Hauenstein um die Herausarbeitung heimatgeschichtlicher Zusammenhänge verdient. Auf Initiative von Walter Meyer wurden kleine Sandsteinfindlinge mit Gravur, sogenannte „Namenssteine“, gesetzt, die Einheimische und Gäste über den Namen besonders markanter Felsen informieren.

Im Queichtal hat man nach dem Wolfsfelsen, der unter Einheimischen wegen seiner doch recht schiefen Statik auch „Eben-fällt-er“ genannt wird, jetzt für den Stephanturm einen solchen „Namensstein“ gesetzt: Hier wurde auch der im Ort ebenfalls geläufige und an der Form des Felsens orientierte Namen „Kamel“ graviert. Der Stephansturm besteht eigentlich aus zwei Türmen, dem Großen und dem Kleinen Stephansturm. Nach dem Felsinformationssystem des Deutschen Alpenvereins beträgt die Felshöhe maximal 54 Meter.

Er ist ein beliebter Kletterfelsen, an dem 21 Routen verschiedener Schwierigkeitsgrade beschrieben sind. Am Namenssstein wurde auch eine neue Ruhebank aufgestellt, die den Blick auf das imposante Massiv des Stephansturms, das unlängst frei geschnitten wurde, richtet. Im Queichtal sollen noch zwei weitere Namenssteine für den Hauensteiner Turm und den Burghalder aufgestellt werden.

„Viele kennen sich in der Umgebung ja nicht so gut aus und können mit den überlieferten Namen nicht mehr so viel anfangen“, beschreibt der pensionierte Polizeibeamte Meyer den Zweck seines Engagements. Und Meyer denkt auch an den Nachwuchs: „Auch den jüngeren Hauensteinern sollen die Namen geläufig werden.“ Damit diese tradierten Namen nicht vergessen werden, hat Meyer bereits „Orientierungssteine“, die die Gewannenamen tragen, beispielsweise im Dümpel und am Kirchwoog, aufgestellt. Auch die Bäche wie der Gillenbach oder der Steinbach wurden so markiert.

Walter Meyer finanziert die Steine sämtlich über Spenden, die er für diesen heimatkundlichen Zweck einsammelt, und hat dabei bislang kaum eine Fehlbitte geleistet. Der frühere PWV-Vorsitzende hat in den zurückliegenden Jahren immer wieder durch verschiedene Aktionen zur Aufwertung der Wanderlandschaft rund um Hauenstein beigetragen. Zuletzt hat er die Spazierwanderwege der Ortsgemeinde Hauenstein erarbeitet.(fjs)