Neujahrskonzert mit dem Musikverein Hauenstein

17. Januar 2019
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HAUENSTEIN. Einen vertieften Einblick in sein breit gefächertes Repertoire und in seine Leistungsfähigkeit gab der Musikverein Hauenstein bei seinem Neujahrskonzert. Rund 250 Zuhörer im proppenvollen Saal des Bürgerhauses ließen sich von den überragenden Leistungen der Instrumentalisten begeistern und feierten das Blasorchester mit stehenden Ovationen.

Es war ein ausgesprochen abwechslungsreiches Programm, das die 44 Musiker unter dem Dirigat von Markus Rebehn vorbereitet hatten. Es gab Musik aus vielen Ländern, es gab traditionelle und moderne Blasmusik, es gab Ausflüge in die Welt des Pop und Rock und nicht zuletzt auch in den Bereich der Filmmusik und des Schlagers. Es waren bekannte und zuweilen auch eher fremde Melodien – und alles war fein gemischt und kurzweilig verpackt und vor allem: mitreißend dargeboten.

Das gilt zunächst für die Stücke, die eigens für Blasorchester komponiert wurden: Da war unter anderem „The Swords of Stavanger“ von Robert Sheldon, das ein „Friedensdenkmal“ im norwegischen Stavanger beschreibt, da war das Stück „Abel Tasman“, in dem Alexander Pfluger musikalisch die Entdeckung Tasmaniens nachzeichnet, und da war auch die die Polka „Die Kapelle hat gewonnen“ des tschechischen Komponisten Antonín Borovička, aus dessen Feder auch die berühmte „Löffelpolka“ stammt. Das ergab in der Summe energiegeladene Musik mit nuancenreicher Instrumentierung, manchmal mit viel Drive, manchmal aber auch mit fast schwebenden Melodieteilen.

Neben der traditionellen Blasmusik-Literatur interpretierte der Musikverein auch Arrangements weltbekannter Hits aus Rock und Pop aus den vergangenen fünf Jahrzehnten. Wer die Fusion verschiedener Musikgenres mag, der wird es genossen haben: Wunderschön dargeboten wurde beispielsweise Billy Joels „Leningrad“, mit Jubel und Bravorufen wurde Peter Kleine-Schaars Bearbeitung von „Queen“-Klassikern wie „Bohemian Rhapsody“, „We will rock“ oder  „We are the champions“ gefeiert. Die Kapelle widmete sich den Funk-Rhythmen von „Earth, Wind and Fire“ ebenso wie Tom Waits‘ „Tom Traubert’s Blues“ und Adeles 007-Hit „Skyfall“. Auch hier also: ein breit gefächertes Spektrum an Spielarten der Musik, an Genres, an Stimmungen, an Tempi und an musikalischen Farben.

Das Konzert war eröffnet worden vom Jugendorchester des Vereins unter der Leitung des gerade 19-jährigen Felix Wünschel. Die Youngsters trugen –unterstützt von einigen „Senioren“- sehr anmutig und mit Charme vier Sätze aus der Filmmusik von „Harry-Potter und der Feuerkelch“ vor. Dass der MVH mit seinem Jugend- und Ausbildungskonzept einen erfolgreichen Weg geht, wurde deutlich, als die Jugendkapelle die Bühne frei machte für die Aktiven: Nicht wenige der jungen Instrumentalisten machten auf dem Absatz kehrt und reihten sich in das Orchester der Aktiven ein: So gelingt es dem MVH immer wieder, Nachwuchsmusiker in die Kapelle zu integrieren und sie an das hohe Niveau der Kapelle heranzuführen. Für die Zukunft ist also gesorgt.

Das Orchester  musizierte unter dem souveränen und lebhaften Dirigat von Markus Rebehn, der augenscheinlich die Musik lebt, wie aus einem Guss, agierte überaus dynamisch und füllte den Saal mit einem differenzierten und harmonischen Gesamtklang. Es überzeugt bei pianissimo-Phasen und verliert auch bei forte und fortissimo nichts von seiner Transparenz. Soloparts meisterten gewohnt brillant Melody Jäger (Saxophon), Boris Keiser und Felix Wünschel (Trompete). Beim Konzert wirkten mit Nozomi Imai und Akari Hasgawa zwei japanische  zwei Gast-Hornistinnen mit.

Dirigent Markus Rebehn, der seit März vergangenen Jahres musikalischer Leiter des MVH ist und erstmals bei einem Konzert das Hauensteiner Blasorchester dirigierte, machte deutlich, dass er die Kapelle so weiterführt, wie sie sein so früh verstorbener Vorgänger Gerald Lambert aufgestellt hatte: als vielseitiger und auf hohem Niveau musizierender Klangkörper, der sicher zur regionalen Spitze zählt. Reicher Beifall war der Lohn für eine reife Leistung. (ran)

 

Schwerer Verkehrsunfall im Barbarossatunnel
Am 10.07.2019 befuhr eine 46-jährige PKW-Fahrerin den Barbarossatunnel bei Annweiler in Fahrtrichtung Pirmasens und geriet aus bislang ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte sie mit einem entgegenkommenden Lastkraftwagen. Hierbei wurde die Fahrzeugführerin schwer verletzt und wurde, nachdem sie von der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit war, mit dem Rettungshubschrauber weiterer, ärztlicher Versorgung zugeführt. Am PKW entstand Totalschaden. Insgesamt beläuft sich die Schadenssumme auf einen niedrigen, fünfstelligen Betrag. Die Bundesstraße 10 musste im Bereich der Tunnelanlage längerfristig gesperrt werden, sodass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kam. (Polizeidirektion Landau)

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Unfallflucht in Hauenstein
Hauenstein (ots) - Am 08.07.2019, zwischen 07:00 h und 10:00 h kam es in der Bahnhofstraße in Hauenstein zu einem Verkehrsunfall. Ein dort geparkter blauer Opel wurde von einem vorbeifahrenden Fahrzeug gestreift und erheblich beschädigt. Der Unfallverursacher entfernte sich dann unerkannt von der Unfallstelle, ohne sich um den entstandenen Schaden in Höhe von ca. 1.500 Euro zu kümmern. Aufgrund des Schadensausmaßes dürfte es sich bei dem Flüchtigen zumindest um einen kleineren Lkw handeln. Die Polizeiinspektion Dahn bittet um Zeugenhinweise unter Tel: 06391/9160 oder Email: pidahn@polizei.rlp.de. (Polizeidirektion Pirmasens)

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