Neun Treffer schoss  die „Weisweiler-Elf“

12. August 2019
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HAUENSTEIN. Große Namen vor leider nicht allzu großer Kulisse: Knapp 300 Zuschauern sahen in einem munteren Spielchen zwischen der Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach und einer Auswahl von ehemaligen SCH-Kickern ein Dutzend zum Teil wunderschön herausgespielte Tore.

Neun Treffer schoss  die „Weisweiler-Elf“, die  Gastgeber trafen drei Mal. „Gutes Spiel, sehr fair und richtig nett“, kommentierte nach den 80 Minuten und dem 3:9 Borussen-Spielmacher Karl-Heinz Pflipsen. Und Thomas Schuster, Innenverteidiger der Blauweißen, sprach von einem „Riesenerlebnis“.

Unter den 300 Interessierten finden sich eingefleischte Borussenfans. Beispielsweise Gerald Sammel aus Pirmasens, der seit seiner Kindheit treuer Gladbach-Fan ist und für den das Spiel unter dem Needing „schon etwas Besonderes“ ist. Er hatte ebenso wie Christoph Mayer, der aus Hauenstein stammende Gymnasiallehrer aus dem Badischen, das grüne Borussentrikot übergezogen: „Ich bin von Jung auf Fan“, sagte Christoph, der sich in sein allererstes Fantrikot –„aus dem Jahr 1994“, wie er sagte- gezwängt hatte.

Besondere Fans mit Dauerkarte für den Borussia-Park sind auch Elfi und Rolf Bergmann aus Schaidt. Seit den 70er Jahren sind sie Mitglieder des Fanclubs „Die Zeugen Netzers“. und Co. „So ein Spiel vor der Haustür kann man sich natürlich nicht entgehen lassen…“ Während ihnen die Spieler der Traditionself aus dem Effeff geläufig sind, fragt ein junger Zuschauer: „Wo sind denn da die Hochkaräter?“

Nun, Pflipsen und Peter Wynhoff, Alexandre Chiqinho und Jaques Goumai, Valandi Agnostou und Martin Schneider mögen den Jungen, die deren große Zeit nicht miterlebt haben, unbekannt sein. Die Bundesliga-Oldies zeigten aber sehr bald, welch fußballerische Hochkaräter sie sind, legte die Weisweiler-Elf doch los wie die Feuerwehr. Bereits in der ersten Minute schaltete Gumai nach einem Fehlpass am schnellsten und ließ Ronny Fahr im Hauensteiner Tor keine Chance.

Bis zur 8. Minute ließen Gumai und Peter Wynhoff die Tore zwei und drei folgen. Und als Kalle Pflipsen, der als Zehner absolut nichts verlernt hat und ein technisches Kabinettstückchen und einen Traumpass nach dem anderen auf den Rasen zauberte, wenig später auf 0:4 erhöhte und Chiquino zum 0:5 traf, deutete sich ein Debakel für Ulrich Harde, Wolfgang Flick, Joachim Burkhard, Bernd Dudek und Co. an.

Die Altstars hatten Gefallen am Kombinieren und am Toreschießen gefunden, aber Ronny Fahr  und –in der zweiten Hälfte- Peter Metzger glänzten ein ums andere Mal zwischen den Pfosten. „Einer reicht, du hast schon einen gemacht“, rief Fahr Chiquino nach einer Glanzparade zu: „Einer reicht nicht“, flachste der Brasilianer zurück. Und er ließ Taten folgen: Nachdem Enrico Gaede die Treffer sechs und sieben erzielt hatte, schlug auch Chiquino noch einmal zu. Für Treffer neun sorgte dann wieder Gaede mit seinem dritten Tor.

Dreimal –zum 1:6 (noch vor der Pause), 2:7 und 3:9- war auch Daniel Graf für die Blauweißen erfolgreich: Der frühere Lauterer, der einst mit Peter Wynhoff bei Fortuna Köln gekickt hatte, war nicht nur wegen seiner Tore einer der auffälligsten Spieler: Er suchte immer wieder die 1:1-Situation und setzte sich auch ein ums andere Mal gegen die Gladbacher durch. Überhaupt: Chancenlos waren die Hauensteiner nicht, oft fehlte der letzte Zug zum Tor, oft war der Abschluss zu harmlos.

„Wir hätten durchaus ein paar Tore mehr schießen können“, meinte denn auch der mitkickende Clauser Bürgermeister Harald Wadle. Er sei „absoluter Gladbach-Fan“. Und das Match unter dem Needing kam „gerade recht“, um nach diesem „Spiel, das richtig Spaß gemacht hat, mit dem Kicken aufzuhören. Das war mein definitiv letztes Spiel“. Sprach‘s, um sich zusammen mit Peter Wynhoff –„Ihn habe ich besonders gemocht“- zum Erinnerungsfoto zu stellen.

Teamchef Wynhoff sprach von einem „Super-Spiel“: Man habe gemerkt, dass beim Gegner „gute Fußballer“ auf dem Platz waren. „Schön, dass sich die Hauensteiner nicht hinten rein gestellt haben. Diese Truppe kann Fußball spielen“, bestätigte auch Valandi Agnostou. Und Jörg Criens, immerhin schon 58, sprach von einem „absolut fairen und schönen Spiel“ und meinte: „Wenn man auf die 60 zugeht, sind solche Spiele immer ein Erlebnis.“

Sein besonderes Erlebnis hatte auch der achtjährige Elia: Er kannte zwar keinen der Bundesliga-Altstars. „Aber ich will von jedem ein Autogramm.“ Und so machte er sich in der Trinkpause auf zur Weisweiler-Bank, sammelte Autogramme auf dem weißen T-Shirt und ließ sich dann auf der Bank nieder. Einer der Spieler kommentierte: „Auf die Borussenbank schaffen es nicht viele!“ Elia hat‘s geschafft.

Für die Weisweiler-Elf spielten Christof Semmler (TW), Martin Schneider, Jörg Jung, Jamal el Khattouti, Enrico Gaede, Valandi Agnostou, Peter Wynhoff, Karl Heinz Pflipsen, Alexandre Chiquinho, Jacques Goumai, Jörg Criens, Lars Schuchardt, Dennis Puhl und Orhan Özkaya. Für Hauenstein liefen Ronny Fahr, Peter Metzger (TW), Thomas Schuster, Joachim Burkhard, Harald Wadle, Wagif Gassanov, Daniel Graf, Wolfgang Flick, Stefan´Singer, Uwe Dengel, Stefan Woll, Freddy Hess, Michael Hunsicker, Peter Frey, Ulrich Harde, Heini Grünfelder, Bernd Dudek und Daniel Preuß auf. (ran)

 

Versuchter Tageswohnungseinbruch
Hauenstein (ots) - Unbekannte Täter hebelten gestern, im Zeitraum von 14:30 bis 17:50 Uhr, im "Schulrech" ein Küchenfenster auf. Zwei Schlafzimmer wurden durchwühlt. Da nichts entwendet wurde und der Hausflur hinter der offenstehenden Wohnungstür noch warm war, wäre es möglich, dass der gerade ankommende Hausbesitzer die Täter störte. Der Schaden am Küchenfenster wird auf 750 Euro geschätzt. Zeugen, die im Zusammenhang mit dem Einbruch Beobachtungen gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit der Kriminalinspektion Pirmasens unter der Telefonnummer 06331-520-0 oder per E-Mail kipirmasens@polizei.rlp.de in Verbindung zu setzen. (Polizeidirektion Pirmasens(

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Versuchter Einbruch in Schule
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