Predigt zum Gelöbnisfest Mariae Herzeleid „uff Hääschdnerisch“

1. Oktober 2019
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Foto: Pfarrer Martin Seither hielt die Predigt am Karmelkloster “uff Hääschdnerisch”. (fjs)

HAUENSTEIN. „Loss uns im Ringe um Friede im Dorf unn in de Welt nit alää. Maria, Mudder Gottes, nämm uns an dej Hand!“ So schloss Pfarrer Martin Seither seine Predigt während der Lichterprozession zum Gelöbnisfest Mariae Herzeleid, das die katholische Pfarrei Hauenstein seit 1919 und damit genau seit einem Jahrhundert feiert. Der aus der Wasgaugemeinde stammende Spiritual am Speyerer Priesterseminar hatte seine Ansprache am Sonntagabend durchweg im Dialekt –„uff Hääschdnerisch“- gehalten .

In der Predigt, die gerade wegen der im kirchlichen Kontext eher ungewohnten  Sprache besonders eindrücklich wirkte und den direkten Weg in die Herzen gefunden haben dürfte, erinnerte Pfarrer Seither an die lange Tradition des Gelöbnisfestes „in unserm schejne Dorf“. Und er fragte nach den Perspektiven: „Hänn die Kinner unn die junge Leit äch noch e guudie Zukunft, wu doch iwweraal dunkle Wolke uffziechen“. Seither nannte die Klimaproblematik, den Rechtspopulismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Hass und betonte; „Als Chrischde hänn mer en echter  Ufftraach. Uns kann nit egal sej, was mit de Welt bassiert.“

Und das große Friedensthema brach er auch herunter auf das alltägliche Miteinander. Er beobachte „Aggression unn Wut“ im Umgang miteinander, auch in der Diskussion selbst um innerkirchliche Themen. „Mer missen ganz ääfach annerscht minanner umgej, verständnisvoll unn geduldich, missen ääfach aus äm annere Geischt lääwe, um die Welt besser zu mache.“ Und dabei sollten „wir durch uns Gott in de Welt erfahrbar mache.“ Und eine große Hilfe wäre es dabei, wenn „wir uns von Maria, die in ehrm grouße Leid vun Hoffnung unn Glaube getraache worre esch, an die Hand nemme lossen.“ (ran)

Foto: Seit genau 100 Jahren wird in Hauenstein das Gelöbnisfest “Mariae Herzeleid” mit einer Lichterprozession, in deren Zentrum die Hauensteiner Pieta getragen wird, gefeiert (fjs)

Bereits in der der Prozession vorausgegangenen Andacht in der Bartholomäuskirche, die ebenso wie die Statio am Kloster vom Kirchenchor unter der Leitung von Esther Busch mit Sätzen wie „Maria, Trösterin der Betrübten“ und „Maria, gib uns deinen Segen“ begleitet wurde, standen die Bitte um Schutz vor Krieg und Terror, um Frieden und Sicherheit, das Gebet für Verfolgte, für eine „gute Zukunft“ für die junge Generation und um Beistand für alte und kranke Menschen sowie das Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege im Mittelpunkt. Die zum Abschluss der Marienfeier dreimal wiederholten Zeilen des Liedes „Verleih’ uns Frieden gnädiglich!“, das 1529 von Martin Luther nach dem Choral „Da pacem, domine“ verfasst wurde, sie sind so etwas wie der Leitgedanken des Votivfestes.

Es mögen wohl rund 300 Gläubige gewesen sein, die anschließend die Pieta -das Bildnis der gramgebeugten Mutter Gottes, die ihren toten Sohn auf dem Schoß hält- bei gerade einsetzender Dämmerung in einer Lichterprozession von der Bartholomäuskirche zum Vorplatz des Karmelklosters begleiteten und dabei mit der immer wieder wiederholten, gesungenen Bitte „O, Maria, hilf! Maria, hilf uns allen aus unsrer tiefen Not“ um die Fürsprache Mariens baten.  (fjs)

Nach Unfall abgehauen
Dahn (ots) - Ein bislang unbekannter Fahrzeugführer beschädigte am Montag zwischen 09.30 - und 11.00 Uhr vermutlich beim Ein- oder Ausparken einen auf dem Parkplatz des Seniorenwohnheimes in der Hauensteiner Straße abgestellten Pkw BMW der 1er-Reihe, Farbe blau, und entfernte sich anschließend vom Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Am BMW entstand Sachschaden in Höhe von ca. 1.500 Euro. Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich unter Tel.-Nr. 06391-9160 mit der Polizeiinspektion Dahn in Verbindung zu setzen. (Polizeidirektion Pirmasens(

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Trunkenheit im Verkehr
Dahn - In der Nacht zu Samstag, den 12.10.2019 gegen 02:20 Uhr kontrollierten Polizeibeamte der Polizeiinspektion Dahn in der Hauensteiner Straße in Dahn einen 56-jährigen Fahrzeugführer mit seinem PKW. Bei der allgemeinen Verkehrskontrolle konnte Alkoholgeruch in der Atemluft festgestellt werden. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert über 1,10 Promille. Für das eingeleitete Strafverfahren wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen und sein Führerschein sichergestellt. Dem Fahrer droht nun eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe. In der Regel wird der Fahrer als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen angesehen und die Fahrerlaubnis entzogen. (Polizeidirektion Pirmasens)
Mehrere verbotene Messer bei Personenkontrolle aufgefunden
Hauenstein (ots) - In der Nacht von Samstag, den 05.10.2019 auf Sonntag, den 06.10.2019 kontrollierten Polizeibeamte der Polizeiinspektion Dahn einen Radfahrer im Bereich der Schuhmeile in Hauenstein. Hierbei konnte bei dem 47-jährigen Mann aus der Verbandsgemeinde Hauenstein drei verbotene Einhandmesser aufgefunden und sichergestellt werden. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. (Polizeidirektion Pirmasens)